Beschreibung des Vorschlags
1998 stellten Land und Bahn den regulären Verkehr südlich von Ilmenau ein. 2014 wurden zur Belebung des Regionaltourismus unter dem Label RennsteigShuttle samstags, sonn- und feiertags wieder vier Zugpaare zum Bahnhof Rennsteig eingeführt – in diesem Vorschlag hier mal schnittig als Rennsteiger Modell bezeichnet – und das mit durchaus bemerkenswertem Erfolg.
Das Bergdörfchen Schmiedefeld, seinerseits ebenfalls regionales Tourismuszentrum, fällt dabei hinter dem Kamm des Thüringer Waldes leider etwas hinten runter, und das soll dieser Vorschlag hier korrigieren.
Es braucht der RennsteigShuttle nur die zwei Kilometer verlängert werden. Weder sind mehr Fahrzeuge noch ist mehr Personal vonnöten – die Fahrt passt jetzt schon in den Fahrplan:
Rennsteig an :13, ab :18; Schmiedefeld an :22, ab :27; Rennsteig an :32, ab :37. Das sieht zwar etwas knirsch aus, ist es aber nicht wirklich: Von und nach Ilmenau hat der Zug so viel Luft in der Fahrzeit, dass die sich heute schon um 5 Minuten pro Richtung kürzen ließe – ohne auch nur eine einzige Schwelle auszutauschen und einen einzigen Bahnübergang adäquat zu sichern.
Natürlich: Schöner wär’s, auch den Rest der Strecke aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken. Dafür braucht es allerdings ein paar mehr Anstrengungen: Höchstgeschwindigkeit 50, flankiert von zahlreichen, deutlich langsamer zu befahrenden Bü und Brücken, und die daraus resultierende gute halbe Stunde Fahrzeit allein für die 14km von Ilmenau zum Rennsteig hoch, sind alles andere als zeitgemäß. Doch das soll ein anderes Thema(r) sein.
(entstanden unter dem Eindruck eines Kurzurlaubs vor Ort)

Sieht gut recherchiert und sinnvoll aus. Sogar so sinnvoll, dass ich mich frage: Warum gibt’s das noch nicht?
im weiteren Verlauf könnten sie dann auch die ganzen anderen Orte bis Kloster Vessra anbinden
hört sich sehr gut an – was sagt herr hecht dazu?
Gefällt mir auch gut. Ist denn der Zustand der Strecke über Rennsteig hinaus passabel?
Ja, ist er. Dort finden gelegentlich Sonderfahrten statt, so auch an Himmelfahrt geschehen. Bin ich aber nicht mitgefahren, da anderes im Sinne.
Knackpunkte scheinen der BÜ L3004 zu sein und der Bahnhof Schmiedefeld selbst, zu dem im Flyer geschrieben steht: „Achtung: Wegen der Sicherheit unserer Fahrgäste hält der Zug nicht am Bahnhof Schmiedefeld.“
Keine Ahnung, was da los ist. Aber das hört sich für mich alles nach Hausaufgaben an, die ohnehin gemacht gehören. Unding jedenfalls, dass nicht mal der Sonderzug mehr in Schmiedefeld hält :/
Das wäre echt so einfach zu realisieren und ich wundere mich, welche Sicherheitsaspekte dagegen sprechen würden? Ich bin zu 100 % für diesen einfachen, aber genialen Vorschlag!
P. S. Wie wäre es eigentlich mit einer Reaktivierung der Bahnstrecke Rennsteig–Frauenwald?
Die ist langelange abgebaut und entwidmet, eine Reaktivierung wäre ein Neubau mit allen Konsequenzen. Macht man nicht für eine Handvoll Zugpaare am Wochenende, und für mehr ist kein Bedarf da.
Am Rennsteigbahnhof ist das Busangebot auf den Shuttle abgestimmt, denke das geht in Ordnung so. Im übrigen gab es auch zu Kleinbahnzeiten keine wirklich durchgehenden Züge Ilmenau-Frauenwald; die zu goldenen Zeiten verkehrenden Kurswagen mussten im Rennsteigbahnhof erst auf die Kleinbahngleise rangiert werden, bevor es weiterging.