Beschreibung des Vorschlags

Inspiriert von „R 40 DRESDEN HBF – USTI NAD LABEM ZÁPAD“ (VVO) und „RE DRESDEN FLUGHAFEN-BAD SCHANDAU“ (fabi) hier mal ein Vorschlag, welcher quasi beide Vorschläge gewissermaßen kombiniert, aber vor allem die Verkehre im Elbtal ein bisschen stärker und v.a. internationaler umgestaltet. Ich habe mal bewusst nur die wichtigsten Halte eingezeichnet, da in obiger Grafik der grobe Linienverlauf viel klarer wird und auch kaum Infrastrukturmaßnahmen notwendig sind. Einzige Ausnahme:
- Bahnsteigkanten in Heidenau für die Fernbahn, können aber ggf. in Kombination mit der dort geplanten Ausfädelung der NBS Dresden – Prag auch mit realisiert werden.
Ziel des Vorschlages ist ein durchgehender Nahverkehr zwischen Usti nad Labem und Dresden, welcher an beiden Seiten Anschluss zum Hochgeschwindigkeitsverkehr nach Prag bzw. Berlin, Leipzig hat.
Rahmenbedingungen
Auf der Neubaustrecke zwischen Dresden und Prag wird eine Fahrzeit von knapp 30 Minuten zwischen Dresden und Usti nad Labem zu erwarten sein. Daher sollte der NV im Elbtal die gesamte Strecke in unter 1:30h fahren, um beidseitig Anschlüsse an den Hochgeschwindigkeitsverkehr bieten zu können.
RE1 Dresden Flughafen – Bad Schandau – Decin – Usti nad Labem
Zwischen Dresden Flughafen und Dresden Hauptbahnhof verkehrt diese Linie alle 30 Minuten und ersetzt dabei die Fahrten der S2 komplett, hält aber wegen der Fahrt über die Ferngleise nicht in Freiberger Straße. Anschließend fährt diese Linie im Stundentakt weiter über Heidenau, Pirna, Königsstein nach Bad Schandau. Anschließend werden im weiteren Verlauf bis Decin alle Halte bedient, wodurch diese eine bis zu 15 Minuten schnellere Fahrtmöglichkeit nach Dresden Hbf, Neustadt usw. bekommen. Zwischen Decin und Usti nad Labem fährt der RE1 wie der jetzige EC ohne Halt durch, um den Anschluss sicherzustellen.
Fahrzeiten:
- Dresden – Bad Schandau mit ausgewählten Halten: ca. 29 Minuten
- Bad Schandau – Decin mit allen Halten: ca. 29 Minuten
- Decin – Usti nad Labem ohne Halt: 15 Minuten
Insgesamt würde die Strecke dann in gut 1:15h befahren werden, wodurch auch wie gewünscht beidseitig Anschlüsse an den FV realisiert werden können.
Fahrzeuge:
2-System-Triebwagen, 4 bis 5 teilige, wie z.B. BR 442.
Touristenverkehr:
Diese Linie wird dann auch wichtigstes Verkehrsmittel für die Touristen der sächsischen Schweiz sein, weswegen gerade am Wochenende zum einen die Fahrten bis Schöna auch ggf. in Doppeltraktion verkehren können sowie auch teilweise ein 30-Minuten-Takt fahren sollte (morgens Anreise, abends Abreise).
S1 Meißen – Dresden – Pirna – Bad Schandau
Im Prinzip unverändert, außer das der Abschnitt Bad Schandau – Schöna vom neuen RE1-Taktverkehr bedient wird. Die komplette Strecke wird im durchgehenden 30-Minuten-Takt bedient, der Abschnitt Meißen – Pirna im glatten 15-Minuten-Takt. (Verstärker der S1 in der obigen Karte als S11 bezeichnet)
Weitere Verkehre
Die Linie S2 wird eingestellt, dafür wird die Regionalbahn Sebnitz – Neustadt – Pirna in der HVZ über die S-Bahn-Gleise bis nach Dresden Hbf durchgebunden. Gleichzeitig wird der stündliche RE1, welcher vom Flughafen aus am Dresdener Hbf ebenfalls bis nach Pirna in der HVZ verlängert. Zusammen mit den Takt-RE1 ergibt sich somit sogar ein leicht verbessertes Fahrtenangebot zwischen Pirna, Heidenau und Dresden in der HVZ, vor allem aber über den Takt ein gleichmäßiger, gut merkbarer 15-Minuten-Takt, auf welchen auch gut alle Zubringerverkehre abgestimmt werden können.
Die jetzige RB28 aus Sebnitz nach Bad Schandau fährt grundsätzlich nicht wer weiter nach Decin, jedoch werden einzelne Fahrlagen im Berufs- und Touristenverkehr auch weiterhin weiter nach Schöna oder ggf. Decin geführt.
Anschlüsse
- In Bad Schandau vom RE1 aus Richtung Dresden zur RB28 nach Sebnitz und ggf. Kirnitzschtalbahn (mit Fähre) nach Lichtenhainer Wasserfall.
- In Pirna von den endenden Verstärker-S1 auf den RE1 nach Decin, Usti
- In Dresden und Usti jeweils vom RE1 in den FV und umgekehrt (Taktknoten)
- In Pirna von der RE1 aus Dresden (und Verstärker S1) nach Neustadt, Sebnitz
- In Heidenau primär vom RE1 (und auch ggf. von der S11) aus Dresden nach Altenberg
Taktknoten
In Dresden würde der RE1 ca. zur Minute 37 in Richtung Elbtal abfahren (FV fährt dann um die Minute 30). Dadurch wird Königsstein zur Minute 02 erreicht und könnte hier wiederum Anschlüsse zu den weiteren Buslinien ins Bielatal, usw. einrichten. Alternativ erreicht die S1 Königsstein ungefährt zu den Minuten 15/45, was auch als Taktknoten funktionieren würde.
Die S1 würde in Dresden in Richtung Elbtal zu den Minuten 09/24/39/54 abfahren und erreicht Pirna somit ebenso zu den Minuten 00/15/30/45, wodurch auch hier ein sehr guter ÖPNV-Knoten mit Rundum-Anschlüssen realisiert werden könnte.

Sehr schöner Vorschlag, da bleiben keine Fragen offen, gefällt mir so sehr gut.
Einzig, was mich interessieren würde: Hast Du für die Grafik eine spezielle Software verwendet oder einfach Photoshop bzw ein Open-Source-Derivat?
Beipflichtung, sieht richtig gut aus. Und ist ein wirklich gangbares Konzept – nicht zu viel, nicht zu wenig.
Könntest den RE alternativ ab Hbf über die S-Bahn-Gleise schicken und die S2 1:1 ersetzen lassen, dann sind 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Endpunkt in Usti n.L. Zapad wie bei VVO fänd ich nach wie vor vorteilhaft.
„Einzig, was mich interessieren würde: Hast Du für die Grafik eine spezielle Software verwendet oder einfach Photoshop bzw ein Open-Source-Derivat?“
Power-Point, und dann als Grafik gespeichert. Also gar nichts spezielles.
„Könntest den RE alternativ ab Hbf über die S-Bahn-Gleise schicken und die S2 1:1 ersetzen lassen, dann sind 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Endpunkt in Usti n.L. Zapad wie bei VVO fänd ich nach wie vor vorteilhaft.“
Naja prinzipiell will ich ja durch die Auslassung der Halte den RE zwischen Bad Schandau und Dresden beschleunigen, und andererseits übernimmt ja die S11 das Angebot der S2 in der NVZ. In Usti n.L. würde ich den Endpunkt nehmen, wo auch der FV hält!
Ich dachte auch eher an den S2-Ersatz zwischen Hbf und Flughafen, nach Süden hin seh ich’s genauso wie du. Heidenau ist übrigens insofern blöd, da es an der Fernbahn nur Gleis 5 gibt. Der Südfahrer hat damit kein Problem; der Nordfahrer quert aber das Gleis der Gegenrichtung. Zwei mal. Bleibt zu hoffen dass dann nix von vorne kommt…
Die Situation in Usti n.L. lässt zu, sowohl in hl.n. als auch in Zapad zu halten, entsprechend sowohl den Fernverkehr mitzunehmen als auch die ganzen anderen netten Anschlüsse, die es eben nur am Südbahnhof gibt. Auch für diese zwei Fliegen reicht also eine einzige Klappe! 😉
Also auch wenn es hauptsächlich nur nach dem Namen geht: Lass die S2 die S2 sein, auch mit Halt in der Freiberger Straße, zumindest dann, wenn sie eh am Hbf endet und dann einfach in der Haupthalle enden lassen. Deinen nach Ustí verlängerten RE 1 würde ich als SE 2 bezeichnen, das lässt die Verbindung zur S2 erkennen, ergibt Sinn für den Bereich Bad-Scahndau Decin, wo alle Halte bedient werden und das „E“ (= Express) zeigt die Beschleunigung (und den ggf. entfallenden Halt in der Freiberger Str.) an. Zudem ist der RE 1 in vielen Bundesländern das Topprodukt und der „Stolz des ganzen Bundeslandes“, welches dieses oftmals komplett quert und die wichtigsten Städte verbindet (z.B. Niedersachsen, Thüringen, Brandenburg) mit oftmals sehr hohem Fahrgastaufkommen. In Sachsen würde ich eher die Verbindung Dresden – Leipzig als RE 1 bezeichnen, anstatt diese halbe S-Bahn.
Zudem ist der RE 1 in vielen Bundesländern das Topprodukt und der „Stolz des ganzen Bundeslandes“, welches dieses oftmals komplett quert und die wichtigsten Städte verbindet (z.B. Niedersachsen, Thüringen, Brandenburg) mit oftmals sehr hohem Fahrgastaufkommen.
Wo du schon Niedersachsen ansprichst, möchte ich wenigstens erwähnt haben, dass der RE 1 hier außerhalb der S-Bahn-Netze um Hannover und Bremen alle Halte bedient, und somit genau genommen eine Regionalbahn ist. Auch muss er als vermeidliches „Topprodukt“ zwischen Bremen und Norddeich hinter dem RE 56 (die beiden ergänzen sich gegenseitig zum Stundentakt) zurückstecken, der von der DB Fernverkehr (ja!) mit IC2-Garnituren betrieben wird.
Wollte das nur erwähnt haben, dein Kritik teile ich dennoch.
Ich möchte nur mal anmerken dass es in Sachsen bereits einen RE1 gibt. (Dresden-Wroclaw)
Lass die S2, so wie sie ist und nehmt weitere Züge. Sonst wird keiner froh.
Zwischen Dresden Flughafen und Dresden Hauptbahnhof verkehrt diese Linie alle 30 Minuten und ersetzt dabei die Fahrten der S2 komplett, hält aber wegen der Fahrt über die Ferngleise nicht in Freiberger Straße. Anschließend fährt diese Linie im Stundentakt weiter über Heidenau, Pirna, Königsstein nach Bad Schandau.
Verstehe ich das richtig, dass es einen stündlichen Zug geben soll, der in Dresden Hbf beginnt, in Dresden-Flughafen endet, mit einer Ausnahme alle Zwischenhalte bedient, und „Regional-Express“ heißt?
Ja.
Diese Idee gefällt mir auch ganz gut. Danke auch für die Erwähnung meines RE. Ich würde auch die S2 nicht ersetzen. Überlegen könnte man wenigstens eine S2 zum Flughafen zu ersetzen, was aber auch nicht sein muss. Der RE kann hier als zusätzliches Angebot gesehen werden. Wenn man eine S2 ersetzt, sollte diese weiterhin zwischen Pirna und Dresden-Neustadt fahren, um den Viertelstundentakt aufrecht zu erhalten.
Auch würde ich die S1 weiterhin bis Schöna fahren lassen. Nach Inbetriebnahme der SFS hat man ja sowieso genug Platz und kann da auch ein bisschen mehr Verkehr anbieten.