Beschreibung des Vorschlags
Seit 2010 verkehren zwischen Landeck-Zams und Bludenz auf der Arlbergbahn keine Regionalzüge mehr. Das ist nicht nur kundenfeindlich für die Bewohner der betroffenen Gemeinden, sondern generell für Fahrgäste in Tirol und Vorarlberg – sie werden für die Fahrt von einem Bundesland ins andere zum teureren Fernverkehrstarif gezwungen, wenn man nicht Bus fahren möchte.
So wenig Menschen leben nun auch nicht an der Strecke, und sie ist touristisch wichtig. Trotz der Eingleisigkeit in vielen Abschnitten zwischen Landeck und Bludenz sollten sich Regionalzüge vom Platz her ausgehen – abgesehen von einigen einzelnen ICs und Güterverkehr gibt es als einzigen Taktzug einen stündlichen Railjet auf der Strecke. Überholungen sind kein Problem, einige Abschnitte sind zweigleisig und an vielen der alten Bahnhöfe liegen noch Ausweichgleise.
Um den Betrieb nicht unnötig kompliziert zu machen, möchte ich mich auf einen stündlichen Regionalverkehr zwischen Landeck-Zams und St. Anton (Arlberg) beschränken, der zweistündlich nach Bludenz verlängert wird (auf Vorarlberger Seite ist die Erschließungswirkung sehr gering). Es sollte so getaktet werden, dass in Landeck an Anschluss an den stündlichen REX nach Innsbruck besteht. Am Morgen können Züge von St. Anton nach Innsbruck durchgebunden werden – dafür ist Platz da, besagter REX verkehrt teilweise halbstündlich.
Landeck Stadt ist ein neuer Haltepunkt in der Doppelgemeinde Landeck-Zams, der der Stadtgebiet erschließt.
Am anderen Ende in Bludenz besteht dann Anschluss in das „S-Bahn“-Netz Vorarlbergs.

Sehr gute Idee! Aber wäre es nicht besser, den REX Landeck <-> Innsbruck gleich nach St. Anton/Bludenz zu verlängrern? Dem Umsteigezwang könnte man damit umgehen.
Der Laufweg wird ganz schön lang, ich weiß aber nicht, ob das ein Problem sein könnte. Auf der eingleisigen Strecke schon ein bisschen riskant, wenn sich die Verspätung bis Innsbruck fortpflanzt, und jeder entgegenkommende Zug warten müsste.
Eben. Eine Durchbindung nach Innsbruck wäre natürlich schön, aber es ist betrieblich am einfachsten, die Linie wirklich nur im „neuen“ Bereich Bludenz – St. Anton – Landeck fahren zu lassen.
Es gibt zwar (z.b. um St. Anton) zweigleisige Abschnitte und in den Bahnhöfen können Züge überholt werden (die Ausweichgleise liegen noch), aber man muss es eben mit dem Railjets, IC und Güterzügen koordinieren.
Teurer Fernverkehrstarif? Der Fernverkehr kostet so viel wie der Nahverkehr in Österreich 😉
Überdies sind die Fernzüge auch im Verbundtarif integriert. Die Auflassung der Halte dazwischen wurde ja deswegen gemacht, weil die Halte zu weit von den Orten entfernt sind und die Anbindung per Bus anscheinend Vorteile bringt in diesem schwer zu erschließenden Raum.
Kann aber auch sein, dass man sich geirrt hat, wenn du gegenteiliger Meinung bist. Die bedienten Orte sind tendenziell aber recht klein und wie gesagt sind die Bahnhöfe halt eher abseits.