Regionalverkehr auf dem Brenner-Nordzulauf

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Beschreibung des Vorschlags

Der Brenner-Nordzulauf ist zweifelsohne ein sehr wichtiges Projekt für den internationalen Fern- und Güterverkehr. Jedoch bleiben die Anliegergemeinden links liegen. Um diese anzubinden und damit durch auch die Akzeptanz für die Strecke zu fördern, schlage ich vor, einen Regionalverkehr auf dem Brenner-Nordzulauf mitzuplanen. 
Dies soll wie folgt geschehen:

  • Stephanskirchen: in einer eingleisige Verbindungskurve zur Bahnstrecke Rosenheim-Salzburg könnte man einen Bahnhof errichten. In diesem Zuge wäre auch eine zusätzliche Verbindungskurve für die RJX Richtung SZB vertretbar.
  • Lauterbach: Hier ist sowieso ein Überholbahnhof geplant. Da kann man relativ einfach einen Personenbahnhof daraus machen.
  • Samerberg: wenn beim Tunnel Steinkirchen mit einem Zwischenangriffsstollen gearbeitet wird, könnte man dort einen Tunnelbahnhof, vergleichbar mit dem Porta Alpina, errichten. Ein Schrägaufzug könnte diesen Bahnhof mit Törwang oder Grainbach verbinden.
  • Nußdorf: Bau eines Überholbahnhofs mit Bahnsteig in Troglage.
  • Kufstein, Kiefersfelden und Oberaudorf haben bereits einen Bahnhof. Hier wären keine großen Maßnahmen notwendig.

PRO:

  • Die Gemeinden Stephanskirchen, Rohrdorf, Samerberg und Nußdorf hätten einen attraktiven Anschluß an den ÖPNV, dieser fehlt bisher.
  • Mein Vorschlag ist billiger als die Verknüpfungsstelle im Wildbarren, eine vollständige Untertunnelung bei Lauterbach und die nördliche Innquerung im Tunnel (alles offizielle Forderungen der betroffenen Gemeinden)
  • Es gäbe einen zusätzlichen Überholbahnhof in Nußdorf
  • Eine Neustrukturierung der Regionalbusse ist möglich (weniger Verkehr Richtung Rosenheim Bahnhof, dafür bessere Verbindung zwischen kleinen Ortschaften)

CONTRA:

  • Der Vorschlag ist zweifelsohne teuer. Wenn man im Gegenzug das Wohlwollen der Anliegergemeinden erhält, könnte man sich aber (volkswirtschaftlich vermutlich noch teurere) verzögernde Klagen ersparen
  • Mein Vorschlag könnte in Stephanskirchen als Konkurrenz zum Projekt Chiemgau-Express gesehen werden und dessen Nutzen verringern.
  • Die Fahrzeit Rosenheim-Kufstein sollte weniger als 30min betragen, für eine gute Erreichbarkeit der Anschlusszüge. Das dürfte aber machbar sein.
  • In Oberaudorf, Kiefersfelden und Kufstein fahren kurz hintereinander zwei Regionalzüge in gleiche Richtung ab, dort könnten Fahrplankonflikte entstehen.

So könnte ein möglicher Fahrplan aussehen:

  • Der RB54 und RE5 fahren ganztags (abgesehen von Randzeiten) gekuppelt ohne Halt zwischen Rosenheim und München Ost.
  • Die neue Linie übernimmt ab Rosenheim die bisherige Halte des RB54, optimalerweise gekoppelt mit dem Chiemgau-Express.

 

Das hier ist mein erster Vorschlag, bin offen für jegliche Verbesserungsvorschläge:)

Metadaten zu diesem Vorschlag

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7 Kommentare zu “Regionalverkehr auf dem Brenner-Nordzulauf

  1. Ganz unabhängig von der Sinnhaftigkeit von dem ganzen: Nimbys blockieren auch Öffi-Projekte, von denen sie direkt profitieren würden. Es gibt absolut keine Garantie, dass man sich damit Klagen spart und irgendwas schneller geht.

  2. Auf keinen Fall sollte man sowas machen. Das schränkt die Trasse in ihrer Kapazität, Schnelligkeit und Zuverlässigkeit massiv ein, das lohnt sich hinten und vorne nicht für die paar kleinen Dörfer.

  3. Teuer ist noch harmlos ausgedrückt. Solche Bahnhöfe sind allenfalls als Abfallprodukt von Überholbahnhöfen denkbar wie etwa in Merklingen oder Kinding. Dort erhält man für relativ wenig Mehraufwand eine völlig neue Anbindung bisher im Schatten liegender Bereiche. Die absoluten Fahrgastzahlen wachsen aber auch hier nicht in den Himmel.

    1. Kleine Korrektur: Merklingen ist kein Abfallprodukt, sondern war ein ausdrücklicher Wunsch des Landes Baden-Württemberg (das dafür dann auch gezahlt hat). Als Überholbahnhof wäre der mit 200 Metern auch komplett ungeeignet.

  4. Ich verstehe deinen Gedankengang aber diese Käffer dafür auch noch zu belohnen, dass sie den Brenner-Nordzulauf (gemeinsam mit der Bayerischen Staatsregierung) verzögern, halte ich für falsch.

  5. Wie in anderen Kommentaren bereits angemerkt, dürfte der verkehrliche Nutzen recht gering sein. Die Gemeinden Rohrdorf und Samerberg sind so dünn besiedelt, dass man eh mit dem Auto zum Bahnhof müsste, da machen die fünf extra Kilometer zum linken Inn-Ufer kaum einen Unterschied; bei Nußdorf geht es gerade einmal um 3000 Einwohner und die wohnen bereits in Fahrrad-Distanz zu einem bestehenden Bahnhof; und alle anderen Orte sind eh schon an die bestehende Strecke angebunden (ok, Stephanskirchen nicht, aber das könnte man billiger lösen).

    Auch lässt sich nichts einsparen: Die Verknüpfungsstelle in Kirnstein ist ja nicht für den Regionalverkehr da, sondern um flexible Wegführungen zu ermöglichen. Der Überholbahnhof in Lauterbach wird so oder so oberirdisch sein, da sich Güter- und Personenzüge im Tunnel nicht begegnen dürfen (und daher auch nicht überholen können). Und bei der nördlichen Innquerung im Tunnel meine ich mich zu erinnern, dass die Bahn das schon untersucht hatte und nicht einfach aus Kostengründen verworfen hatte (kann mich aber auch falsch erinnern).

    Ansonsten dürfte der vorgeschlagene Tunnelbahnhof in Samerberg ziemlich teuer werden – nicht ohne Grund ist aus Porta Alpina bis heute nichts geworden.

     

    1. Porta Alpina hätte sogar noch den Vorteil das sie sowieso da war, der Mehraufwand wäre begrenzt gewesen, trotzdem hat es die Schweiz es NICHT gemacht.

      Hier im Konzept soll ein gänzlich neuer Tunnelbahnhof errichtet werden zusätzlich alles obwohl man nur wenige km weiter sowieso einen oberirdischen Bahnhof vorschlägt,

      bzw Nußdorf will man den Tunnel aufmachen für einen Bahnhof, quasi den Ort neu verlärmen für einen teuren Bahnhof wo man extra gekämpft hat den Inn NICHT mit Brücke zu queren und alles in den Tunnel zu legen.

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      Der Vorschlag ist einfach total wahnsinnig, für Milliard-E-N irgendwelche Regionalbahnhöfe bauen die kaum wer nutzen wird weil nur einzelne Häuser in deren Nähe sind.

      .

      Bzw ist die ganze neue Brennerachse von München bis Verona so gebaut bzw in bau bzw geplant das es 0 Bahnhöfe gibt, aus gutem Grund, es geht hautpsächlich um Güterfernverkehr, ein bischen um Personenfernverkehr, beide Anliegen brauchen KEINE Bahnhöfe, will ein Fernverkehrszug halten muss dieser auf die Bestandsstrecke wechseln um einen Bestandsbahnhof anzufahren, man will den Verkehr aus den Dörfern nehmen und an ihnen vorbeischleusen, die Menschen entlang der Achse ENTLASTEN

      (den Durchschnitt, es gibt viele Gewinner die entlastet werden, aber wie bei jeder neuen Infrastruktur auch Betroffene die verlieren, so ist das Leben nunmal, das Leben ist Änderung und nicht für jeden Einzelfall ist sie positiv, unsere Gesellschaft funktioniert nur wenn wir sie weiterentwickeln)

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