Beschreibung des Vorschlags
Augsburg hat ca. 300.000 Einwohner und aktuell noch kein S-Bahn-System. Dies soll sich aber bald ändern. Jedoch schlage ich, als Alternative zu diesem S-Bahn-System, eine Zweisystembahn für Augsburg und die näher gelegenden Vororte vor, mit dem man ohne Umsteigen am Hauptbahnhof bis in die Innenstadt käme. Die Regionalstadtbahn würde in einem 30 Minuten Takt Augsburg mit seiner Agglomeration verbinden, welcher in der HVZ auf einen 15 Minuten Takt verdichtet wird (Wie es in den aktuellen Planungen für die S-Bahn vorgesehen ist) . Der 15′ Takt würde im Nordwesten durch zusätzliche Fahrten der Regionalstadtbahn realisiert werden, ansonsten durch Überlagerung mit Regionalzügen. Um die Verknüpfung von Straßen -und Eisenbahn zu realisieren müsste man am Augsburger Hauptbahnhof eine Verbindungskurve von den Eisenbahngleisen zu dem zukünftigen Straßenbahntunnel, unter dem Hauptbahnhof, bauen. Des weiteren bräuchte es in am Bahnhof Augsburg-Oberhausen eine Unterführung, die von dem Tunnel, in dem sich die Straße befindet, zu der Eisenbahn hoch führt. Die Straßenbahnstrecken Hauptbahnhof Königsplatz; Königsplatz-Bahnhof Oberhausen; Königsplatz-Rotes Tor müssten hierzu mit Dreischienengleis ausgebaut werden. Ich schlage Folgende Linien vor:
RSB 1 Meiring-Dinkelscherben
Zu dieser Linie:
In diesem Vorschlag geht es um die Linie 1 bzw. um die HVZ-Verstärkerlinie 11. Die RSB 1 verkehrt zwischen Meiring und Dinkelscherben und fährt zwischen dem Bahnhof Augsburg-Oberhausen und dem Augsburger Hauptbahnhof durch das Straßenbahnnetz. Zwischen Meiring und Gesserthausen bestände ein 30′-Takt und zwischen Gesserthausen und Dinkelscherben ein 60′-Takt, welcher durch Überlagerung mit dem RE München Hbf-Treuchtlingen/Ulm zu einem 30′-Takt werden würde. Durch die Linien RSB 1 und RSB 3 und die S 23X (Meiring-München Airport) würde die RB München Hbf-Donauwörth/Dinkelscherben entfallen. Durch den 30’Takt der RSB 1 zwischen Augsburg und Gesserthausen, würde es genügen, wenn der RE nur noch in Kutzenhausen, Neusäß und Dierdorf halten würde. Optional könnten Neusäß und Dierdorf nur im Wechsel bedient werden. Um einen 15′-Takt zwischen Augsburg und Gesserthausen zu realisieren, würde die Verstärkerlinien RSB 11 im Halbstundentakt zwischen Gesserthausen und Augsburg Rotes Tor, wo eine Wendemöglichkeit besteht, verkehren. Zwischen Augsburg Hbf und Schongau würde weiterhin die R11 verkehren, jedoch würde der RE München Hbf-Ulm/Treuchtlingen von Augsburg Hbf bis Meiring ohne Halt fahren. Außerhalb der HVZ beständ ein 15’/30’/15′-Takt (mit RSB 1 und R 11), welcher dadurch das der RE in der HVZ zusätzlich in Kissing und Meiring St.Afra hält zu einem 15′-Takt verdichtet werden würde. Zusätzlich schlage ich neu Halte in Augsburg-Bärenkeller und Vogelsang-Lettenbach vor.

Eine Regiotram für Augsburg? Das wird schwierig:
1. Die Straßenbahn hat eine andere Spurweite als die Bahn.
2. Die Strecke Ausburg-Dinkelscherben ist zwar nicht überlastet, aber doch stark ausgelastet, und hat durch die 2-3 stündlichen Fernzüge, die dort mit 200 km/h fahren, eine recht hohe Durcschnittsgescwindigkeit (wenn man alle Züge zusammenrechnet). Mit den Regiotrams, die sich mit 200 km/h schnellen Fernzügen so gar nicht mischen, wäre dieser Abschnitt sofort hoffnungslos überlastet.
3. Die RB Dinkelscherben-München durch eine Regiotram zu ersetzen, die durch die Augsburger Innenstadt tuckert, noch nicht mal den Hbf erreicht, und dann in Mering endet, würde das Angebot für den Westen Augsburg dramatisch verschlechtern anstatt es zu verbessern.
-> So, wie es momentan ist, unrealisierbar. Aber ist noch in Arbeit (auch wenns fertig aussieht).
Andere Spurweite würde in Augsburg Dreischienengleis bedeuten. Ohne Experte zu sein weiß ich nicht, ob so etwas an den komplizierten Gleiskreuzen am Königsplatz überhaupt baubar wäre.
Problem Zwei: Hoch- oder Niederflur? Hochflur wird in der Augsburger Innenstadt nicht durchsetzbar sein, Niederflur würde den Umbau vieler, vieler Bahnhöfe bedeuten die zur Zeit erst mühevoll auf 55/76cm gebracht werden.
Problem Drei: Nimmt man die Karlsruher Stadtbahnwagen als Beispiel, schaffen die 100 km/h. Nur fahren die größtenteils auf Bimmenbahn-Nebenstrecken, nicht auf wichtigen Hauptbahnachsen mit Vmax 200 und ICE-Taktverkehr. Selbst wenn wir optimistisch von 120 km/h ausgehen, wäre das immer noch langsamer als die 160 km/h des regulären Regionalverkehrs. Zwar sind Richtung Donauwörth und Dinkelscherben jeweils ein dreigleisiger Ausbau geplant, mit Regiotram müssten es warscheinlich vier werden.
Problen Vier: Wendekreise von Stadtbahnfahrzeugen. Könnte zumindest in diesem Vorschlag mit der Schleife am Leonhardsberg knapp werden.
ob so etwas an den komplizierten Gleiskreuzen am Königsplatz überhaupt baubar wäre.
Auf keinen Fall. außerdem wurde da kürzlich erst alles neu gemacht!!
In Augsburg wird derzeit ein Straßenbahntunnel unter dem Hbf gebaut, wodurch die Straßenbahnen direkt im Fußgängertunnel halten. Damit gibt es dann schon richtig kurze Umstiege zwischen RB/RE und Straßenbahn. Eine Regiotram ist also nicht zu rechtfertigen. Allein der Aufwand: Die ganzen Straßenbahnstrecken für die Normalspurzüge komplett umbauen, überlastete Strecken (Augsburg-Dinkelscherben, Augsburg-Donauwörth) umbauen…
Das macht keinen Sinn
Ich habe die drei Vorschläge noch einmal so überarbeitet, dass der Augsburg Hauptbahnhof mit angebunden wird und es weniger Abschnitte mit Dreischinengleis gibt.
Dass die Einfädelung mitten im Tunnel in dieser weiße möglich ist würde ich zumindest bezweifeln, vielleicht kann jemand mit besserer Ortskunde da mal was zu sagen.
Auch bleibt das Problem, dass das Anbindung der Leute aus dem Westen Augsburgs an den Hbf deutlich verschlechtert, da sie nur mehr eine sinnvolle stündliche Verbindung (den RE haben), denn dieser Innenstadtschwenk verlängert die Fahrzeit enorm (Zug braucht 2 Minuten, durch die Innenstadt sinds 3 km, also ich würde mal sagen, unter 9 Minuten wird das nix.