Beschreibung des Vorschlags
Die Verbindung zwischen Lippstadt und Warstein bzw. Rüthen ist suboptimal und der Norden Lippstadts wird vom SPNV nicht angefahren. Hier könnte die bestehende Gleisinfrastruktur für den Personenverkehr genutzt werden. Damit bekommen Erwitte und Anröchte einen schnellen Anschluss an die Züge Richtung Hamm und Paderborn. (In dem Zusammenhang könnte man prüfen, ob die RB59 aus Dortmund über Soest bis Lippstadt verlängert wird, aber das ist nicht Teil dieses Vorschlags.) In Belecke wird der Zug geflügelt. Der vordere Fahrzeugteil verkehrt weiter Richtung Warstein, der hintere macht in Belecke am Busbahnhof (alternativ in Belecke-West) Kopf und fährt weiter bis Rüthen.

Was wäre denn daran ein Express? Es geht hier doch wohl eher um eine Regionalbahn.
Prinzipiell finde ich die Idee aber gut.
Die Haltestellenabstände (z. B. Belecke – Rüthen ca. 8 km) sprechen für einen RE und ich hatte mich an den RE18 (Maastricht – Aachen) erinnert gefühlt, aber klar, es kann auch eine RB sein.
An sich schön, nur was schwierig ist es wird kein Oberzentrum anschlossen. Das kann schwierig werden bei einer Finanzierung, man könnte allerdings überlegen Brillon-Hamm einzuführen und dadurch Verbindungen nach Brillon zu schaffen. Im Gebiet von Belecke würde ich eher einen Bahnhof errichten. Die Ortschaft Belecke hat nur 5000 Einwohner, daher würde ich eher das folgendes Betriebskonzept vorschlagen. Den Fahrtrichtungswechsel nach Brilon ink. der abkopplung nach Warstein in Belecke.
Ich weiß nicht, wie aufwändig eine Neubaustrecke nach Brilon wäre, allerdings besteht in Rüthen ein Anschluss an den Bus der Linie R71 Richtung Brilon Stadt Bahnhof. Man könnte die Taktung hier aneinander abstimmen.
Die alte Trasse scheint bis auf ein Industrie-Gelände in Brilon frei zu sein und wird überwiegend als Fahrradweg genutzt. Das könnte vielleicht klappen, allerdings liegt diese abseits der Orte und ist ca. 15km.
Die R71 verkehrt in diesem Bereich nur zeitweilig als Fahrradbus. Ein Bedarf scheint es dort nicht zu geben.
Auch in dem Gewerbegebiet scheint die Trasse, zumindest verfügbaren Luftbildern nach zu urteilen, frei zu sein. Sie führt zwar mitten durch, aber ist nicht überbaut worden.
Problematischer finde ich die ungünstige Lage des Bahnhofs Rüthen, der sich weit ab des Stadtzentrums befindet. Von daher scheint mir ein Abzweig von Bellecke bis Rüthen wenig sinnvoll, da sich vermutlich die meisten Rüthener in ein anderes Verkehrsmittel begeben würden, wenn sie den Bahnhof erreichen wollen. Dann könnten sie aber auch gleichz bis Bellecke fahren. Einzig bei einer Fortsetzung bis Brilon erscheint mir diese Strecke sinnvoll, wobei des Fehlen eines Anschlusses zu einem Oberzentrum tatsächlich auch noch ein Problem ist. Neben einer Weiterführung dieser Linie nach Hamm käme aber vielleicht auch Paderborn als Ziel in Frage.
Nach Hamm ist es ein bedeutender Umweg, der dann auch noch gezahlt werden muß. Da winkt jeder Autofahrer ab
Die Stichfahrt nach Belecke-West würde ich sein lassen, das kostet für alle Fahrgäste nach Rüthen nur unnötig viel Zeit.
Wo willst du den Fahrtrichtungswechsel denn dann durchführen? Hier hätte man zumindest den Vorteil, dass man einem Wohngebiet, das zuvor nicht einmal mit dem Bus bedient wurde, einen Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr ermöglicht.
Außerdem wird zwischen Belecke Bushof und Rüthen ohne Halt durchgefahren, einen Zeitverlust kann ich da nicht wirklich sehen. Das An- und Abkoppeln an der Weiche geht quasi automatisch, der Fahrtrichtungswechsel kostet einiges an mehr Zeit. Da der Zug dafür eh halten muss, bietet sich ein Haltepunkt am Gleisende an. Dann ist dort auch ein Fahrgastwechsel möglich.
Ich weiß nicht, wo wir uns gerade missverstehen, aber ich habe deinen Vorschlag so verstanden, dass der vordere Zugteil nach Warstein weiter fährt und der hintere erstmal nach Belecke West und dann dort wendet um über Belecke Bushof nach Rüthen. Wenn man davon ausgeht, dass der hintere Zugteil so erstmal 2 min warten muss, bis der vordere Zugteil weg ist, dann 2 min nach Belecke West fährt, 3 min zum Wenden braucht und 2 min zurück, bist du bei mindestens 9 min längerer Fahrzeit, als wenn man direkt nach dem Flügeln nach Rüthen weiter fahren würde, ich würde realistisch gesehen sogar eher von noch mehr ausgehen.
Du musst bedenken, dass es bei einem Flügeln sogar vorteilhaft ist, wenn beide Zugteile in unterschiedliche Richtungen fahren, da der zweite Zugteil nicht mehr warten muss, bis der erste weg ist.
Wie willst du denn direkt nach Rüthen weiterfahren? Du muss einen Fahrtrichtungswechsel vollziehen und der geht nur auf dem Stumpfgleis und da du halten muss, weil der Triebwagenführer bis nach vorne laufen muss, kannst du dort auch direkt Fahrgäste ein- und aussteigen lassen. Bis du wieder am Bushof bist, ist der vordere Zugteil schon lange auf der Höhe Puddelhammer.
Korrektur. Du hast Recht. Man kann natürlich auch die Fahrtrichtung am Bahnhof „Belecke Bushof“ wechseln, sofern die Kapazität dies zulässt. Je nach dem wie man die Umläufe plant, hätte man ansonsten dort einen Engpass.
Wieso hätte man dort einen Engpass? Der Zug steht dort doch eh?
Die Flügelung nach Rüthen (Brilon) macht keinen Sinn – da wird die Nachfrage zu gering sein. Auch die parallel verlaufene B516 ist nur mäßig frequentiert.
Größtes Problem ist der Abschnitt Belecke-Warstein, wo nahezu jede Grundstückseinfahrt die Schienen queren muss. In Erwitte ist es nicht viel besser. Daher lässt sich die Strecke nicht so einfach für zeitgemäße Geschwindigkeiten ertüchtigen, was das wirtschaftliche Haupthindernis sein wird.
Eine Reaktivierung Lippstadt-Warstein wäre zudem nur dann auch hinsichtlich der Fahrgastzahlen effizient, wenn man die Strecke weiterführt nach Meschede. Die parallel verlaufende B55 ist eine wichtige Verkehrsachse von OWL ins Sauerland/Siegerland, weshalb auch auf der Schiene gute Fahrgastzahlen zu erwarten wären. Vom Gleisende Der Warsteiner Brauerei bis nach Meschede sind es zwar nur 9,4km Luftlinie, allerdings muss der Arnsberger Wald (560m u.NN) überwunden werden, das sind >300 Höhenmeter auf und ab.
Insgesamt zu viele Hürden, weshalb eine Reaktivierung dieser Strecke vorerst nicht wirtschaftlich erscheint.
Technischen Bug entfernt
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