Reaktivierung Deggendorf-Kalteneck

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11 Kommentare zu “Reaktivierung Deggendorf-Kalteneck

    1. Das mit den Zügen nach Passau sehe ich genauso! Ein Flügelkonzept Deggendorf/Freyung wäre denkbar. Die Ilztalbahn ist ja auch im Personenverkehr an Wochenenden und Feiertagen bedient. Auch die Infrastruktur zwischen Deggendorf und Hengersberg ist noch durch Güterverkehr vorhanden. Der restliche Teil ist meines Wissens ein Radweg, also wäre die Trasse nicht überbaut.

      1. Ich habe mir jetzt die Zeit genommen die Trasse genauer anzusehen. In Eging ist das Bahnhofsgelände doch überbaut worden. Der Radweg verläuft dort sehr eckig, da muss man sich etwas einfallen lassen, das sollte aber gehen. Ansonsten müsste nur noch in Tittling ein Parkplatz beseitigt werden, für den sich aber auch ein anderer Platz in der Nähe finden ließe. Alles in allem ist die Strecke wunderbar erhalten, und es dürfte keinen besonders großen technischen Aufwand bereiten sie wieder aufzubauen. So ein Radweg ist doch ein iealer Platzhalter.

  1. Es ist schade um diese Bahnlinie, keine Frage. Aber man sollte doch bitte berücksichtigen, dass diese Bahn niemand mehr braucht. Man würde von Deggendorf nach Passau deutlich über eine Stunde brauchen- da ist man mit Umsteigen in Plattling wesentlich schneller, von einer Fahrt über die A3 ganz zu schweigen. Sinnvoller scheint es mir da, einen verbesserten Busverkehr, der auf die Regionalzentren Passau und Deggendorf ausgerichtet ist, anzubieten.

    Nicht, dass es im Bayerischen Wald nicht auch sinnvolle Reaktivierungsbemühungen gäbe, so soll analog zur Ilztalbahn die alte Granitbahn (Passau-Hauzenberg) wieder reaktiviert und im Museumsbetrieb befahren werden- für die Hauzenberger Gegend, die ja anders als der Vorwald (der ja durch die vorgeschlagene Linie Deggendorf-Kalteneck erschlossen wird) sehr schlecht angebunden ist, wäre das mit Sicherheit ein großer Gewinn. Daneben wäre es sehr wichtig, die Bahnlinie von Freyung nach Neumühle in Tschechien wiederaufzubauen, um endlich wieder grenzüberschreitenden Verkehr zwischen dem Passauerland und Böhmen anbieten zu können.

    1. Von Deggendorf aus mag diese Verbindung nach Passau unnötig sein, von den Orten zwischen Deggendorf und Kalteneck jedoch nicht. Du vergleichst die Fahrzeit ab Deggendorf, übersiehst dabei jedoch, dass mancher erst nach Deggendorf kommen müsste. Schon aus Hengersberg wäre es wohl kaum attraktiver mit dem Bus erst nach Deggendorf zu fahren, um dann über Plattling nach Passau zu gelangen. Auch Deggendorf würde wesentlich besser erreichbar werden, Autofahrer könnten den ÖPNV für sich entdecken, was der Umwelt zu Gute käme und die Städte (auch Deggendorf) entlasten würde. Mit Bussen ist das nicht erreichbar.

      Eine Reaktivierung der Granitbahn nach Hauzenberg würde ich natürlich auch begrüßen, wenngleich eine Verbesserung der Anbindung Hauzenbergs mit einer nur gelegentlich fahrenden Museumsbahn natürlich nicht erreichbar wäre. Man könnte ein paar Touristen anlocken, aber mehr nicht. Wenn aber das Gleis erstmal liegt, wäre jedoch ein planmäßiger täglicher Verkehr auch denkbar.

      Eine ehemalige Bahnstrecke von Freyung nach Neumühle suche ich jedoch vergeblich. Ich nehme an, du meinst die Strecke von Waldkirchen nach Haidmühle / Neuthal? Das wäre sicher auch sinnvoll. Gestalte doch einfach mal einen Vorschlag mit deiner Idee.

      1. Da rede ich nicht nur von der Verbindung Deggendorf-Passau. von Hengersberg aus brauch man übrigens immer noch sehr, sehr lange bis Passau mit dieser Linie, mit dem Auto aber keine halbe Stunde. Ganz nebenbei, von den Hauptorten an dieser Strecke, nämlich Tittling und Eging, gibt es Busverbindungen nach Passau, die durchaus annehmbar sind. Von Hengersberg aus kann man auch umsteigefrei mit dem Bus nach Passau gelangen oder alternativ mit Umsteigen in Osterhofen. Alles wesentlich schneller als das Rumgezockel durch den Vorwald auf dieser Bahn.

        1. Also zum Einen habe ich die Linie jetzt mal beendet. Leider habe ich keine E-Mail erhalten, dass dieser Vorschlag kommentiert wurde und melde mich daher erst jetzt.

          Also Ulrich muss ich beipflichten, dass die Bahn nicht für Durchreisende Passau-Deggendorf, sondern auch für die an der Bahnlinie liegenden Städte und Dörfer wiederaufgebaut werden soll. Ich verstehe die Logik auch nicht, weil sonst müsste man nahezu jede RB kannibalisieren, weil der RE die Endpunkte möglicherweise schneller verbindet.

          Das Rumgezuckel sehe ich auch als Problem, vor allem, weil die Ilztalbahn sehr ungünstig trassiert wurde. Bedeutende Orte (wie Salzweg, Büchlberg, Hutthurn) werden nicht erreicht, obwohl die Strecke damit auch viel kürzer wäre, da diese Orte eher Richtung Waldkirchen liegen.

          Tommy, es hört sich an, als hättest du eine persönliche Beziehung zur Region. Dein Wissen über den dortigen Verkehr ist schon bereichernd.

          Allerdings sind Busse nicht wirklich eine Alternative zur Bahn. Stadtbusverkehr wird ja noch rege genutzt, aber, wenn ich an die leeren Überlandbusse denke (meistens auch noch Gelenkbusse!) durchfährt mich ein Schauern aufgrund der immensen Kosten, die so etwas verursacht. Selbst Schnellbusse sind nicht annähernd so beliebt wie Regionalzüge. Das Problem ist halt, dass Busse, da sie auch den Verkehrsträger Straße benutzen, nicht wirklich schneller oder umweltfreundlicher als Autos wirken, die sowieso auf dem Land jeder hat. Den Direktbus von Hengersberg nach Passau habe ich jetzt nicht gefunden.

          Die Strecke könnte man einfach für höhere Geschwindigkeiten ausbauen.  So bei 100 km/h könnte man vlcht. eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 60-70 km/h erreichen und die ganze Strecke in etwa einer Stunde fahren. Ab Hengersberg,gut, 50min. Die Städte Passau und Hengersberg sind natürlich auch direkt mit der A3 verbunden. Das ist natürlich klar, dass eine RB da langsamer ist. Ab Schöllnach sollte das aber relativ ausgeglichen sein. Vor allem im Berufsverkehr wäre die RB die bessere Alternative.

          Wenn man in Deggendorf jetzt noch eine halbe Stunde versetzt führe, wäre auch das Potenzial der Gesamtstrecke vielleicht genutzt. Allerdings gäbe es schlechte Anschlüsse zur Waldbahn.

           

          1. Dort fahren keine Gelenkbusse, und sollten die Busse, die dort tatsächlich fahren, halb leer sein, so liegt das allenfalls an den hohen Tarifen der VLP (Verkehrsgemeinschaft Landkreis Passau, in deren Gebiet die Strecke größtenteils verläuft). Der Bus, der Passau und Hengersberg direkt verbindet hört auf den Namen 6147. Die regulär schnellste Verbindung Passau-Hengersberg verläuft aber über Osterhofen (mit Umstieg zum Donau-Isar-Express).

            Ein Ausbau der Bahn auf höhere Geschwindigkeiten dürfte an vielen Stellen an der kurvigen Trassierung scheitern. Von anderen Problemen, etwa dass der Radweg äußerst beliebt ist und das sicher Protest gibt, wenn der wegfallen würde, ganz zu schweigen…

            Die Bahn konkurriert auf der einen Hälfte mit der A3, die zwar tatsächlich viel befahren ist, aber in diesem Abschnitt keinesfalls überlastet (zudem kann man dort auch auf die B8 ausweichen). In der anderen Hälfte konkurriert sie mit der kreuzungsfrei ausgebauten B85. Es wäre ohne Probleme möglich, einen schnellen Busverkehr einzurichten, der im Stundentakt Passau, Tittling, Eging, Schöllnach und Deggendorf über die B85 verbindet oder Passau, Vilshofen, Hengersberg und Deggendorf über B8 und A3.

            Man sollte also mal die Kirche im Dorf lassen. So viele Leute, dass man die mit Bussen nicht wirtschaftlich transportiert bekommt, wohnen dort nicht. Jeder Bahnverkehr durch den Vorwald steht in einem Konkurrenzverhältnis zur parallel verlaufenden A3 (die nicht zu schlagen ist was Fahrtzeit betrifft). Selbst mit dem aktuellen Busnetz ist man schneller an seinem Ziel als mit dieser Bahn.

            Natürlich ist im ländlichen Raum (und da rede ich nicht nur von Niederbayern) oft der ÖPNV schlecht und absolut ausbaufähig. Aber da braucht es flexible Konzepte, und keine Streckenreaktivierungen um jeden Preis.

  2. Das mit den Gelenkbussen und leeren Bussen wahren Erfahrungen von mir in einem ähnlich ländlichen Raum wie dort!

    Ja also entweder könnte man Neigetechnik einsetzen oder man trassiert neu, was wahrscheinlich volkswirtschaftlich nicht förderfähig, also sinnlos sein wird. Ich weiß nicht wie viel Platz an manchen Stellen da ist, aber man könnte Radweg und Bahnstrecke auch nebeneinander bauen. Es entstünde damit ein sehr zukunftsfähiges Bahn+Rad-Konzept, wie es dies auch auf der Ilztalbahn gibt. Als flexibles Konzept schlägst du also einfach einen Schnellbus vor?

    Nun möchte ich mich noch zur Reaktivierung nach Hauzenberg äußern. Diese sehe ich eher kritisch, weil auf dem Weg dorthin keine großen Ortschaften liegen. Allein Hauzenberg würde einen SPNV-Anschluss nötig machen, aber die Stadt hat auch nur 12.000 Einwohner. Deshalb halte ich diese Reaktivierung nicht für sinnvoll. Die Einbindung in Passau Hbf. gestaltet sich auch sehr schwierig. Dort würde ein Bus über die St 2132 und B 388 vollkommen ausreichen und wäre die bessere Alternative.

    1. Ich stimme hier allem zu, wobei ich aber auch noch darauf aufmerksam machen möchte, dass eine Buslinie noch lange kein Ersatz für eine Bahn sein kann. Wie oft fährt denn der Bus dort? Dreimal am Tag? Nur im Schülerverkehr? Mit solchen Angeboten wird man wohl kaum einen Autofahrer hinter dem Steuer vorlocken können. Im Gegenteil, man sorgt dafür, dass jeder Anwohner der Region ein Auto braucht! Mit einem regelmäßig, also möglichst stündlich fahrenden Zug könnten aber zahlreiche Pendler nach Passau auf den Zug umsteigen, da sie so viel bequemer und stressfreier am Ziel ankämen. Es wäre keine Parkplatzsuche erforderlich, man könnte die Fahrzeit nutzen, um die Zeitung zu lesen oder auf dem Laptop sonstwas zu machen. Busse sind da einfach keine Alternative, sondern eine Zumutung. Versuche mal im Bus eine Zeitung zu lesen. Das wackelt meist viel zu sehr.

      Nur mit Schienenverkehr kann man wirkliche Verbesserungen erreichen!

      1. Hier muss ich nochmal ausdrücklich meine Zustimmung verlauten lassen. Ganz meiner Meinung!

        Ich fahre übrigens täglich 2 Stunden Bus, also sollte ich auch darüber urteilen können. Ich gehöre leider nicht zu denen, die mit der Bahn pendeln (dürfen/können). Ein Stundentakt gefällt mir. Wenn die Strecke Erfolg hätte, könnte man über HVZ-Verstärker nachdenken.

         

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