Beschreibung des Vorschlags
Inspiriert durch die verschiedenen Heckenexpresse (Köln-Paderborn und Köln-Holzminden) habe ich hier eine Beispiellinie entworfen, die verschiedene stillgelegte Strecken wieder reaktiviert. Weiterhin habe ich mir auch Verkehrsströme angeschaut, die vor der Errichtung der innerdeutsche Grenze stattfanden – die selbst heute noch dadurch eingeschränkt sind. Die reaktivierten Strecken haben eine Entwurfsgeschwindigkeit von 100km/h.
Ziel dieser Beispiellinie ist, abgehängte Klein- und Mittelzentren wieder zu erschließen, gleichzeitig aber auch Tagestourismus zwischen Großstädten und Umland zurück auf die Schiene zu holen. Um gute Angebote zu schaffen, ist es wichtig, hier vertaktet in die Knoten zu fahren.
Magdeburg 0 – Oschersleben 30 – Börßum 60 – Seesen 90 – Kreiensen 105 – Holzminden 135 – Scherfede 165 – Marsberg 180 – Wennemen 240 – Finnentrop 270 – Olpe 300 – Betzdorf 330 – Köln Hbf 390 – Ehrenfeld 395

Das ist länger als einige Fernlinien. Wer möchte sich in einem RE von Köln durch die Republik nach Magdeburg quälen, und welches Bundesland soll das eigentlich finanzieren?
Das ist eine Regionalexpress-Linie mit mehreren Unterwegshalten – wo erlaubt ist, aus- und einzusteigen. Niemand muss von sich von Magdeburg bis Köln quälen. Sie führt durch die Bundesländer Nordrhein-Westfahlen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, die – sofern es die Regionalisierung noch weiter bestehen sollte – sich die Kosten teilen. Berlin muss nicht bezahlen, dürfen den Zug aber gern benutzen.
Unglaublich lang, führt zum großen Teil über Strecken die nicht existieren, mehrere Wechsel von Elektrifiziert/Nicht elektrifiziert. Was soll das sein?
Das ist eine Regionalexpress-Linie von Magdeburg nach Köln über das Sauerland. Mit 85km/h Reisegeschwindigkeit liegt sie damit knapp unter der Richtlinie für die jeweilige Zugqualität, was aber dem Stadtexpress-Charakter auf den reaktivierten Linien zu Schulden kommt.
> Ziel dieser Beispiellinie ist, abgehängte Klein- und Mittelzentren wieder zu erschließen
Das ist ein unterstützenswertes Ziel, da bin ich ganz bei dir. Aber reichts da nicht, ins jeweils nächste Zentrum zu fahren? Das wäre fahrplantechnisch einfacher, weil nur ein oder zwei Taktknoten erreicht werden müssen, während du hier viele solcher Punkte eingebaut hast. Die einzusetzenden Fahrzeuge lassen sich dann auch besser anhand der lokalen Bedingungen (Kapazität, Infrastruktur, D- oder E-Traktion) aussuchen.
Von Magdeburg nach Köln wird sich damit sicher auch kaum einer quälen. Allein aus dem Grund halt ich so nen Durchläufer für nicht nötig.
In Anbetracht unserer Demografie wird es immer wichtiger, längerer Linien und damit weniger Umstiege zu erzeugen. Auf der Karte ist es natürlich übersichtlicher, einzelne Linien zu planen, aber ich denke, dass 2 sich kreuzende stündliche Linien weniger Fahrgäste haben als 4 zweistündlich kreuz-parallel-wechselnde Linien.
> In Anbetracht unserer Demografie
Ach, die Rentnerkarte. Naja, Fahrzeuge, deren Einstiegshöhe mit dem Bahnsteig zusammenpasst und möglichst viele bahnsteiggleiche Übergänge nützen da im Zweifelsfall mehr Fahrgästen. Zugegeben haben wir uns mit unserem Bahnsteigmischmasch allerdings selber ein schönes Ei gelegt.
Letztlich gibts es nur ein Verkehrsmittel, mit dem sich nahezu jeder erschlossene Punkt der Welt umsteigefrei erreichen lässt. Und das ist das Auto. Öffentlicher Verkehr ist halt immer so ein Kompromissding, wo man zusehen muss, dass man trotzdem möglichst vielen Reisenden eine gute Alternative bietet. Den Heckeneilzug auf einer durchgehend sehr wahrscheinlich kaum nachgefragten Linie seh ich dabei nicht so an vorderster Front.
> dass 2 sich kreuzende stündliche Linien weniger Fahrgäste haben als 4 zweistündlich kreuz-parallel-wechselnde Linien
Häh?
> Öffentlicher Verkehr ist halt immer so ein Kompromissding, wo man zusehen muss, dass man trotzdem möglichst vielen Reisenden eine gute Alternative bietet
Ach, kommher … Ich schmeiß mal’n Fünfer ins Phrasenschwein! ^^
stündlich Linie 1 A-B und Linie 2 C-D mit Umstieg in E wird attraktiver durch zweistündlich gerade Stunde Linie 1 A-B mit Linie 2 C-D und ungerade Stunde Linie 3 A-D mit Linie 4 C-B. Ich habe weiterhin stündlichen Verkehr, erreiche aber in der anderen Stundenlage alle anderen Ziele ohne Umstieg.
Das Problem langer Linien ist, dass Verspätungen so durch ganz Deutschland geschleppt werden. Das ist beim Fernverkehr schon schlimm genug. Bei dieser Linie, die zwischen unelektrifizierten, eingleisigen (!) Nebenstrecken und mehrgleisigen Hauptstrecken mit schnellem Fernverkehr wechselt, wäre das besonders schlimm.
Falsch! Verspätungen sind das Problem, nicht die langen Linien. Und von daher sollte etwas gegen Verspätungsgründe getan werden: Fahrzeitreserven, Geschwindigkeitsreserven, Fahrgastleitung und -information, Platz-Türen-Verhältnis, geschultes und ausreichendes Leitpersonal.
Das ist aber definitiv teurer, als die Linie zu teilen. 😉
Natürlich sollten Verspätungen bekämpft werden, aber solange Verspätungen existieren, wird diese Linie eher zur Verspätungsquelle, auch für andere Linien.
wer billig kauft – kauft zwei mal, heißt in dem Fall: ist mein Zug verspätet, ist der andere weg. Das kann und darf nicht mehr die Lösung sein, wenn man Fahrgäste gewinnen und begeistern möchte!
Richtig. Daher sollten auch lange Linien, die noch mehr Verspätungen hervorrufen und vor allem durch halb Deutschland schleppen und auf viele weitere Züge übertragen könnten, vermieden werden!
Ich habe hier eine komplett andere Ansicht – akzeptiere das bitte.
Zwischen Magdeburg und Salzgitter ist die Führung extrem unrealistisch. Niemand käme auf die Idee, die alte Linie wiederufzubauen für einen RE, der nirgends hält. Stattdessen würde die Linie über Braunschweig geführt: Dort exstiert bereits eine zweigleisige Strecke und nebenbei würden auch noch mindestens eine Viertelmillion Menschen mehr angeschlossen. Zwischen Magdeburg und Braunschweig ist aber ein Parallelverkehr mit der RB Burg–Braunschweig unrealistisch, genauso ist zwischen Braunschweig und Seesen ein Parallelverkehr mit der RB Braunschweig–Herzberg unrealistisch, die hier wie ein RE durchsaust. Gut jetzt könnte man sagen, diese beiden Linienabschnitte werden Teil dieser neuen Linie, aber das wird mit dem Fahrplan schwierig, weil in Braunschweig aktuell etwa eine halbe Stunde Umsteigezeit besteht. Und das sind nur Schwierigkeiten im östlichen Bereich, im estlichen kenne ich mich nicht so aus. Man sieht, eine solche Linie ist extrem unrealistisch, lediglich Teile können sinnvoll sein.
Ich möchte aber mit dieser Linie neue Angebote machen und nicht bestehende verdichten – fährt parallel eine RB kann diese wieder öfters halten. Viele Stationen wurden gestrichen, die heute durchaus zumindest wieder als Bedarfshalt Fahrgäste generieren würden.
Hallo wäre nicht verkehrt nur müsste zumindest im Sauerland eine Strecke neugebaut werden
Also wenn schon, dann bitte auch noch in Boffzen (Anschluss Höxter) und Kirchen (Anschluss Richtung Siegen) halten.
Ne jetzt ernst, wtf. Über die Realtivierungen der Teilstrecken kann man ja diskutieren, über REs auf Teilstrecken (Betzdorf <-> Finnentrop (<-> Hagen), Kreiensen <-> Höxter (<-> Paderborn)) auch, aber das hier?
Schwierig wäre natürlich Teilstrecke Olpe Freundenberg da vieles zugebaut ist aber es würde ja eine Möglichkeit die evtl zu bauende Westanbindung des Kreises Olpe zwischen Attendorn und Meinerzhagen zu nutzen ( Prüfung erfolgt zurzeit )als andere wäre meiner Meinung nach im Sauerland schon möglich evtl müssten neue Fahrradwege gebaut werden da auf der ehemaligen Strecke zwischen Finnentrop und Wennemen zur Zeit ein Radweg ist
Wenn der Vorschlag nicht von 2017 wäre, hätte ich glatt gesagt, der Autor hatte Spaß am 9€-Ticket^^