Beschreibung des Vorschlags
Aktuell fährt der RE1 zwischen Hamburg und Rostock über Hagenow Land und der RE8 zwischen Berlin und Wismar über Ludwigslust.
Die Idee meines Vorschlags ist es, die beiden bestehenden Linien, RE1 und RE8, auf 200km/h schnelle Stadler Kiss umzustellen und den Hamburg-Berlin-Zugteil an die beiden Linien anzuhängen.
Der RE1 soll in Hagenow (Land) ge- und entkuppelt werden und der RE8 in Ludwigslust. Somit fährt der RE Hamburg-Berlin nur zwischen Hagenow (Land) und Ludwigslust selbstständig. Das heißt auch, dass der RE auf der überlasteten Strecke die Trassenkapazität eigentlich nicht mindert.
Der Zug fährt nur alle zwei Stunden, da der RE8 nur im T120 verkehrt. Sollte dieser auf einen Stundentakt wechseln, so sollte der RE zwischen Hamburg und Berlin auch stündlich verkehren. Die Fahrzeit beträgt etwas unter 4 Stunden. Der RE80 in Bayern (Würzburg-München) hat eine ähnliche Fahrzeit.
Änderungen am Bestand
Um ein Rangieren in Hagenow (Land) zu verhindern, müsste eine Verbindungskurve von der Strecke 6100 zur Strecke 6442 gebaut werden.
Manche Bahnsteige an denen die Doppeltraktion halten soll, müssten auf 210m verlängert werden oder der Halt müsste ausgelassen werden.
Außerdem müssten die Fahrzeiten des RE1 und RE8 aufeinander abgestimmt werden, sodass der Zugteil „Hamburg-Berlin“ ohne lange Wartezeit getauscht werden kann.
Der RE8 fährt in meinem Vorschlag in Berlin nicht über die Stadtbahn, sondern nutzt den City-Tunnel und anschließend die Dresdner Bahn bis zum BER.
Fahrzeiten
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An |
Ab |
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Hamburg Hbf |
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9:45 |
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ggf. Hamburg Berlin Tor |
9:48 |
9:50 |
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Hamburg Bergedorf |
9:59 |
10:00 |
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Schwarzenbek |
10:11 |
10:12 |
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Müssen |
10:17 |
10:18 |
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Büchen |
10:23 |
10:31 |
|
Schwanheide |
10:35 |
10:36 |
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Boizenburg (Elbe) |
10:40 |
10:41 |
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Brahlstorf |
10:47 |
10:48 |
|
Pritzier |
10:53 |
10:53 |
|
Hagenow Land (Zugteilung) |
10:59 |
11:08 |
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Ludwigslust (Zugvereinigung) |
11:23 |
11:32 |
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Grabow (Meckl) |
11:37 |
11:38 |
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Karstädt |
11:48 |
11:49 |
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Wittenberge |
11:58 |
12:03 |
|
Bad Wilsnack |
12:11 |
12:11 |
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Glöwen |
12:19 |
12:19 |
|
Breddin |
12:25 |
12:25 |
|
Neustadt (Dosse) |
12:34 |
12:35 |
|
Friesack (Mark) |
12:42 |
12:42 |
|
Paulinenaue |
12:49 |
12:50 |
|
Nauen |
12:57 |
13:01 |
|
Falkensee |
13:14 |
13:15 |
|
Berlin Spandau |
13:21 |
13:23 |
|
Berlin Hbf |
13:30 |
13:35 |
|
Berlin Potsdamer Platz |
13:37 |
13:38 |
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Berlin Südkreuz |
13:42 |
13:46 |
|
Berlin Flughafen BER |
13:58 |
|
Die Fahrzeiten stammen aus dem DB Navigator. Größtenteils vom RE1 und RE8, also von Zügen mit „nur“ 160km/h Höchstgeschwindigkeit. Dementsprechend dürfte die echte Fahrzeit etwas kürzer sein. Gerne könnte man auch auf ein paar kleinere Halte verzichten (z.B. Müssen, Schwanheide, Pritzier, Glöwen)
Ähnliche Vorschläge
Vincent Van Bardorp hat auch bereits einen T120 mit 200km/h Zügen auf der Strecke vorgeschlagen. Im Unterschied zu meinem Vorschlag, sieht er keine Doppeltraktion vor. Dementsprechend wird die Strecke weiter überlastet.

Das ist doch ganz klar eine Fernverkehrsaufgabe und keine Verbindung für das D-Ticket. Und überhaupt zwei Mal Flügeln oder Vereinen dürfte eine große Verspätungsanfälligkeit produzieren. Lieber den RE 1 Takt zwischen Büchern und HH auf eine halbe Stunde verdichten, aber das dürfte auch nicht so einfach möglich sein.
320km RE um Berlin und Hamburg zu verbinden? So lang werden selbst die Monster-RE-Linien NRWs nicht, und die fahren ja wenigstens noch durch dicht besiedeltes Gebiet, was die langen Linienläufe rechtfertigt. Das hier ist eindeutig keine Aufgabe des Nahverkehrs mehr.
Zudem wird in NRW auch nicht zweifach geflügelt.
320km RE um Berlin und Hamburg zu verbinden? So lang werden selbst die Monster-RE-Linien NRWs nicht, und die fahren ja wenigstens noch durch dicht besiedeltes Gebiet, was die langen Linienläufe rechtfertigt. Das hier ist eindeutig keine Aufgabe des Nahverkehrs mehr.
Es kommt drauf an, der HBX ist auch ein Nahverkehrszug.
Mit dem Vorschlag gibt es so einige Probleme.
Erstens sehe ich keinen Grund, warum man diese Linie überhaupt bräuchte. Ist die Nachfrage von Hagenow Land nach Wittenberge so groß, dass man hier eine umstiegsfreie Verbindung bräuchte? (Für die Verbindung von Hamburg nach Berlin gibt es den Fernverkehr.)
Zweitens liegen die Fahrpläne von RE1 und RE8 so ungünstig wie es nur geht auseinander: Von Büchen nach Wittenberge braucht ein RE etwa 90 Minuten. Dummerweise sind beides 00-Knoten, die die REs auch bedienen. Dein angekoppelter Zugteil müsste eine halbe Stunde lang in Ludwigslust rumstehen.
Drittens müssten nicht nur ein paar, sondern einige Bahnhöfe auf 210 Meter verlängert werden: Der RE8 fährt ab Ende des Jahres von Wismar nach Elsterwerda und an der Dresdner Bahn sind die kleineren Halte durchweg nur 170 Meter lang. Auslassen kann man die nicht, weil da sonst nichts fährt.
Ganz schön abgehoben. Ich vermisse den IRE Hamburg-Berlin.
Der IRE Hamburg-Berlin war auch Fernverkehr.
Im aktuellen Entwurf des mKoK 2026 und im Zielbild des Deutschlandtakts haben beide Linie zur Minute 30 einen Knoten sowohl in Ludwigslust als auch Hagenow Land. Sprich, wenn die Linien aufeinander abgestimmt werden müssten, muss eine der Linien komplett verschoben werden, wodurch wiederum an anderer Stelle Anschlüsse verloren gehen (der RE 8 ist z.B. in Wittenberge in den Nullknoten mit Anschluss an den FV eingebunden, der RE 1 v.a. von den Kapazitäten im Zulauf von Hamburg abhängig). Ehrlichgesagt ist das wahrscheinlich sogar schwieriger, als einfach dann z.B. zwischen Hamburg und Ludwigslust zweistündlich eine zusätzliche Leistung zu fahren (wodurch man auch die zusätzliche Infrastruktur in Hagenow Land sparen könnte). Aber für das Gesamtkonzept sehe ich überhaupt keinen Bedarf und die Ausschreibungen beider Linienteile haben aktuell komplett unterschiedliche Fahrzeugkonzepte. Durch den FV-NV-Anschluss in Wittenberge (Nullknoten) wäre die Linie auch z.B. für Durchreisende Hamburg – Nauen eher uninteressant.
Ist auch so mittelfristig vorgesehen mit Durchbindung auf den RE8 – Südast. Dann hätte man Finsterwalde – Hamburg umsteigfrei 🙂 aber betrieblich eher grenzwertig.
In diesem Fall bedeutet „mittelfristig“ hoffentlich: Zum Fahrplanwechsel im Dezember.