Beschreibung des Vorschlags
Verlängerung der RB73 von Lemgo nach Rinteln. Die nötigen Streckenabschnitte sind zum Teil sogar noch vorhanden. Gerade Barntrup und Dörentrup würden von der Strecke profitieren. In Sachen Wirtschaftlichkeit ist es aber etwas problematisch, da man so zwei Dörfer mit zusammen 16000 Einwohnern zwar anschließt, jedoch 17,2 km Schienenstrecke reaktivieren muss. Bad Pyrmont nahe Barntrup hat aber gut 19000 Einwohner und liegt an einer Bahnstrecke, die schnelle Weiterfahrmöglichkeiten nach Hameln oder Altenbeken bietet. Daher halte ich es auch für zielführender hier eine weitere Neubaustrecke von Barntrup nach Bad Pyrmont vorzuschlagen. Die RB73 würde dann in Barntrup geflügelt werden.
Von Rinteln wäre eine Weiterführung über Bad Eilsen nach Stadthagen möglich.

Das erinnert mich mal wieder an zwei Vorschläge, die ich vor längerer Zeit gemacht hatte. Danals wollte ich die Extertalbahn als Zweisystembahn (BOStrab / EBO) reaktivieren und als Straßenbahn durch Rinteln führen. Außerdem dachte ich auch schon an die Reaktivierung der Strecke (Bielefeld -) Lemgo – Hameln, die ich allerdings nach Emmerthal geführt hatte, da die alte Trasse in Hameln verbaut wurde. 🙂
Was spricht deiner Meinung nach gegen eine Reaktivierung der Strecke über Aerzen.
Eine Führung von Barntrup in Richtung Bad Pyrmont ist sicherlich deutlich attraktiver als über Sonnenborn und Aerzen nach Hameln. Allerdings ist das Gelände dort ziemlich anspruchsvoll. Zwischen den Stationen Hagen und Hamborner Mühle beträgt die durchschnittliche Steigung bei Deiner Route 6,25%. Man könnte hier sicherlich noch eine Schleife nach Norden ziehen, aber weniger als 5% im Durchschnitt sehe ich hier nicht.
Aus meiner Sicht ist der andere Vorschlag über Aerzen realistischer.
Die Strecke ist in Aerzen und Berkel erheblich überbaut und eine sinnvolle Neutrassierung bietet sich nicht an. Es müsste zudem eine neue teure Weserbrücke in HM gebaut werden.
Eine Verbindung vom Kreis Lippe (350.000 Einw.) nach Hameln/Hannover wäre jedoch sinnvoll, da seit jeher hier gewachsene Verkehrsströme existieren (B1). Von daher wäre eine Trassierung Barntrup-Bad Pyrmont-Hameln trotz geologischer Hürden eine sinnvolle und günstigere Alternative (als über Aerzen), zumal das traditionelle Staatsbad PYR ein gestandener Tourismusort ist, auch wenn sein Glanz in den letzten 2 Jahrzehnten deutlich verblasst ist, wie in fast allen Kurorten.
Die Reaktivierung der Extertalbahn macht wirtschaftlich keinen Sinn, allein schon wegen der teuren Neutrassierung und Weserbrücke in Rinteln.
Es ist eine reine Lokalbahn, nur interessant für das Extertal mit gerade mal 11.000 Einwohnern. Auch die Möglichkeit einer Weiterführung Rinteln-Stadthagen macht keinen Sinn, da das Extertal (Kr. Lippe) keinen Bezug in die Region nordlich von Rinteln hat und umgekehrt. Man orientiert sich zum Einkauf nach Rinteln, Lemgo und insb. Hameln, was über die L432 schnell erreichbar ist.
Wenn, dann ist allein die Fortführung von Barntrup bis Ex-Bösingfeld in Erwägung zu ziehen, doch auch jene macht wenig Sinn, da die gut ausgebaute- und parallel zur Bahnlinie verlaufende Straße (L758) durch Extertal einen schnellen und deutlich günstigeren Busbetrieb ermöglicht.