9 Kommentare zu “RB Tabarz/Friedrichroda-Waltershausen-Eisenach/Gotha

  1. Vorhandene Haltepunkte zwischen Gotha und Eisenach stilllegen, die Thüringerwaldbahn stilllegen, was sind denn das für Vorschläge??

    Du hast ja Recht damit, dass die Strecke Fröttstädt – Friedrichroda nicht besonders attraktiv ist. Mich wundert auch, dass sie überhaupt noch betrieben wird, noch dazu in Konkurrenz zur Thüringerwaldbahn, doch ich sehe eher die Straßenbahn als Sieger, denn sie erschließt ein größeres Gebiet und führt bis in die Gothaer Innenstadt. Das macht sie attraktiv.

    Die Eisenbahn könnte ebenfalls attraktiver werden, indem man sie über Fröttstädt hinaus nach Gotha oder Eisenach verlängert. Das kann auch über eine Spitzkehre geschehen. Auch eine Verlängerung nach Georgenthal wäre denkbar, um neues Fahrgastpotenzial zu erreichen. Die Fortsetzung zu einer bedeutenderen Stadt (Gotha oder Eisenach) wäre aber unverzichtbar.

    Ich halte aber gar nichts davon die Thüringerwalbahn mit viel Aufwand durch eine regelspurige Eisenbahn zue rsetzen, die das Stadtzentrum von Gotha dann nicht mehr erreicht. Gegenüber dem aktuellen Angebot würdest du mit viel Aufwand eine erhebliche Verschlechterung für die Fahrgäste schaffen, nur um eine eigentlich unnötige Strecke ein bisschen attraktiver zu machen. Okay, die Nebenbahn wäre dann attraktiver, der ÖPNV insgesamt aber deutlich schlechter.

    1. Ja für einen modernen Nahverkehr muss man Opfer geben. Ich denke dennoch, dass es für mehr Fahrgäste sorgen würde. Dein erster Vorwurf bezieht sich übrigens auf einen anderen Vorschlag.

      Die Straßenbahn benötigt man aber eine Stunde von Tabarz nach Gotha. Eine Straßenbahn sollte auch eher den innerstädtischen Verkehren vorbehalten sein. Viel Aufwand sehe ich nicht so. Der ÖPNV wäre doch nicht deutlich schlechter. Wie kommt man denn heutzutage z.B. von Tabarz nach Eisenach?? Die Thüringerwaldbahn ist vielleicht für Straßenbahnnostalgiker und Touristen etwas. Man muss wirklich nicht an allem festhalten. Wo wären wir wohl heute, wenn wir an alten Dingen so stark festhalten würden. In der Geschichte ist schon viel abgerissen und neugebaut worden. Man kann meinetwegen die Straßenbahn von Gotha auch nach Berlin verlängern, damit man umsteigefrei ins Berliner Stadtzentrum kommt [Ironie]!

      1. Den anderen Vorschlag hast du aber verlinkt.

        Warum sollte man von Tabarz nach Eisenach kommen können, aber von den zu streichenden Halten an der Hauptstrecke nicht mehr? Da finde ich es sinnvoller die Haltepunkte zu lassen, wo sie sind. Ja, das bezieht sich wieder auf den anderen Vorschlag, doch die hängen ja irgendwie zusammen.

        Einen meiner Ansicht nach sinnvolleren Vorschlag habe ich hier entworfen.

        1. Natürlich habe ihn verlinkt, aber der Vorschlag der Stilllegung der Haltepunkte ist im anderen Vorschlag enthalten. Sie hängen zusammen, aber trotzdem würde ich es hier bei der Diskussion um die dargestellte Strecke belassen! Bad Tabarz hat 4.000 Einwohner und eine große touristische Bedeutung als Kneipp-Heilbad am Großen Inselsberg im Thüringer Wald mit zwei Reha-Kliniken…

           

    2. > dass die Strecke Fröttstädt – Friedrichroda nicht besonders attraktiv ist.
      Trotz aller Unattraktivität, nur heiße Luft fährt dort nicht durch die Gegend. Das eine Regiozäpfchen ist zwar für alle Lebenslagen groß genug, aber durchaus auch mal gut besetzt.

      > … über Fröttstädt hinaus nach Gotha oder Eisenach verlängert. Das kann auch über eine Spitzkehre geschehen.
      Richtung Eisenach sehe ich da nich so den großen Bedarf. Richtung Gotha wäre das mit dem derzeitigen Gleisplan (Keilbahnhof!) äußerst (zeit)aufwändig: Halten, als Rangierfahrt ins Wendegleis, wenden, als Rangierfahrt zum Asig, weiter als Zugfahrt. Das dauert.

      1. Man hätte noch viel mehr Potenzial. Bad Tabarz hat 4.000 Einwohner, Friedrichroda 7.500, Waltershausen 13.000 und Hörselgau mit Fröttstädt noch einmal 1.500 Einwohner. Insgesamt hat man also 26.000 Einwohner direkt an der Strecke. Da sind die 200-300 Fahrgäste zwischen Friedrichroda und Waltershausen und die 400 Fahrgäste zwischen Waltershausen und Hörselgau doch zu wenig (Querschnittsbelastung laut NVP Thüringen)! Die Zahlen könnte man hiermit vervielfachen!

        Gotha und Eisenach sind beides die Zentren für die Region, Gotha etwas mehr aufgrund des Kreissitzes und der Nähe. Eine Spitzkehre wäre sehr aufwendig und würde die Kapazität der Strecke erheblich senken, wie du es schon beschrieben hast.

  2. Klar kannste die Strecke herrichten und auf Tempo 80 pimpen (noch mehr ist da Quatsch), aber wenn du hinterher an der Bevölkerung vorbeifährst, kannstes eigentlich auch bleiben lassen.

    Ich find Ulrichs Variante deutlich charmanter, weil sie einfach viel mehr Möglichkeiten bietet, direkt oder mit Umsteigen von A nach B zu kommen (vgl. mein Kommentar dort). Wenn man ein wenig Hand anlegt und außerdem zwischen Krankenhaus und Hbf ne Abkürzung einbaut (ebenfalls siehe Kommentar bei Ulrich), geht es dann auch deutlich flotter als die von dir genannte Stunde. Vielleicht sogar schneller als mit deinem Umweg über Fröttstädt.

    Die ganz große Notwendigkeit, über Fröttstädt hinaus in die Mittelzentren zu dieseln, seh ich hier auch nicht. Da ist die Linienführung schlicht zu umwegig, außerdem besteht in Fröttstädt ein sehr guter Übergang zu den Abelliohamstern in beide Richtungen.
    Von Bad(!) Tabarz nach Eisenach, um diese Frage noch schnell zu beantworten, kommt man übrigens umsteigefrei mit dem Bus – dauert etwas, aber es geht.

    1. Ich sehe es nicht so, dass die Züge an der Bevölkerung vorbeifahren würden. Sieh dir doch die Besiedlung und die Haltepunkte an. Besser geht es eigentlich nicht! Diese Variante enthält umsteigefreie Verbindungen von Bad Tabarz (seit drei Monaten Bad, ich weiß) und Friedrichroda nach Gotha und Eisenach. Waltershausen wäre das Drehkreuz. Umwegig ist die Linienführung nicht.

      Umsteigen in Fröttstädt ist keine Lösung. Der Bus fährt viermal am Tag, zweimal benötigt er eine Stunde, zweimal eineinhalb Stunden. Hier wären es ungefähr 35min, nach Gotha nur 30min, von Friedrichroda wären es nochmal min. 2min kürzer! Mit Streckenausbau würden sich die Fahrzeiten nochmal verkürzen. Eisenach wäre für den Tourismus im Norden des Thüringer Wald (Bad Tabarz+Friedrichroda) das Tor zum Fernverkehr in den Westen.

  3. wenn schon tabarz dran hängen soll, dann würde ich die züge in friedrichsroda kopf machen lassen und bei reinhardsbrunn nach tabarz abzweigen. aber das ist eigentlich nicht nötig – tram und zug müssen dort einfach nur abgestimmt aufeinander fahren.

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