Beschreibung des Vorschlags
Ich weiß ja selbst, dass viele Argumente dagegen sprechen – aber wenn doch das Planungsverfahren der 96 eh ins Stocken kam …
… reiche ich hier einmal diese alternative Trassierung nach. Leicht verspätet.
Einordnung
Das auf der einen Seite viel gelobte Beteiligungsverfahren der VIP hat nun starken Gegenwind bekommen. Mit einigen Gerichtsverfahren – im wahrsten Sinne des Wortes – im Weg, ist der nun früheste Realisierungstermin 2029. Dass es nochmal Verzögerungen geben wird, ist dann quasi klar bzw. ist noch nicht einmal klar, ob sie dann überhaupt kommt. Zumal die Bezuschußung und Genehmigungsfähigkeit von Krampnitz stark davon abhängt, ob die TRAM dann dann da ist. Henne – Ei – Problem irgendwann.
Der größte bauliche Einwand an der offiziellen Trassierung ist ja die Engstelle der Insel Fahrland. Und das sowohl ob der Nähe und baulichen Konflikten zu Grundstücken ALS AUCH verkehrlich ob des ohnehin schon stauanfälligen Nadelöhrs der B2 von Nord kommend. Hier könnte eine Querung der Havel-Seen nach Nord-Ost Abhilfe schaffen.
Trassierung
wie gesehen nutzt nach der Amundsenstraße der neue Bogen die Inselspitze, um weg von der B2 erst den Kanal und dan den See-Zufluss zum Krampnitz-See zu queren. An dessen östlichster Ausbreitung kann dann hinter der „Straße nach Sacrow“ gegabelt werden. Die nord-westliche Trasse führt nach Krampnitz Ort (neuer Halt) um dann die B2 zu kreuzen und ab Krampnitz „Eingang“ wie eh schon geplant das Entwicklungsgebiet zu bedienen und später nach Fahrland und perspektivisch nach Marquardt geführt zu werden. die nord-östliche Trasse kann immer entlang der Grenze zum NSG Königswald bis GG geführt werden. Auch ob der Engstelle am Südende der Sacrower Landstraße schon gerne auch eingleisig. Entlang besagter Straße kann dann GG in mehreren Halten bedient werden und endlich die im Nahverkehrsplan ausgemachte Erschließungslücke im Süden GGs geschlossen werden. Davor habe ich noch einen HP am Strandbad platziert – die Effekte im Sommer dürften enorm sein. Ob dann nach der wohl Haupthaltestelle des Ortsteils „Am Birkenweg“ noch weiter nach Norden zur Waldsiedlung mit seinen Landesbehörden geführt wird oder nicht, da bin ich jetzt gerade leidenschaftslos. Spannend wäre, ob dort dann mit einer Stichzufahrt von der Berliner B2 die BVG Linien 135 dort halten bzw. die x34 dort enden können. Dann könnte man die 638 wirklich ganz streichen und hätte trotzdem klare Anschlussverbesserungen gegenüber dem heutigen Zustand.
Einwände
Dass der Vorschlag nun kleine Berücksichtigung mehr findet, scheint eh eindeutig. Solch ein Brückenkomplex am Jungfernsee baut sich auch nicht von alleine und ich kenne die NSG und FFH Richtlinien nicht, inwiefern Trassen dieser Art – sicherlich die schonendsten trotzdem – durch den Königswald geführt werden dürfen. Die Konzeption und Argumentation hier folgt ja schlicht aus den Standpunkten einer guten Anbindung im Norden und der Vermeidung des Nadelöhrs der Insel Fahrland.
Begündung
Ich weiß nicht, wieviel Nachfrage die Stationen in between wie Bassewitz und Heinrich Heine Allee generieren, tippe aber, dass die weiterhin durchführende 604 und evtl eine Variante des 697 dieser nachkommen werden können. DANN ergibt sich durch den Umweg durch den Wald für die Anbindung Krampnitz gegenüber der direkten Trassierung vielleicht gar nicht ein so großer Fahrzeitverlust, da hier weniger (sinnlos?) gehalten werden muss und schneller gefahren werden kann. Für die Anbindung an Groß Glienicke wäre diese Variante eh viel schneller und direkter. Zu bedenken gebe ich hier noch Synergie-Effekte und dadurch evtl auch Fördermittel. Nicht nur die TRAM wäre somit bevorteilt, sondern die Brücke würde auch Radwege immens verschönern und verbinden. Direkter Radverkehr aus GG und Sacrow wäre nun viel niedrigschwelliger und direkter, aber vor allem können Ufer-Radwege bis hin zum Havelradwanderweg und dem Europaradweg hier eine absolute Verbesserung für die Verbindung Pichelssee in Spandau bis Potsdam erfahren. Zumal die zu dieser Brücke hinführenden Ufer-Radwege teils ja schon fantastisch ausgebaut sind – die heute nötige Umfahrung des Krampnitz-Sees entlang der ätzenden B2 aber die Potentiale dieser Verbindung absolut torpediert.
Also wollte ich das nur mal hier angebracht haben. Mögen die Kommentare beginnen 🙂
