PB: Betriebskonzept Uni-Ring

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Beschreibung des Vorschlags

Hiermit schlage ich ein Betriebskonzept für eine neue, zweigleisige und elektrifizierte Ringstrecke zwischen dem Paderborner Hauptbahnhof und der Universität Paderborn vor. Die Maßnahme verfolgt zwei zentrale verkehrliche Ziele:

  1. Entlastung des Paderborner Hauptbahnhofs, dessen Kapazität durch lediglich fünf Bahnsteiggleise begrenzt ist. Durch die neue Ringstrecke können Regionallinien ihre Wendezeiten außerhalb des Hauptbahnhofs durchführen und die Gleisbelegungen dort erheblich reduziert werden.

  2. Verbesserung der SPNV-Erschließung der Universität Paderborn durch einen attraktiven und taktstabilen Betrieb, einschließlich eines 15-Minuten-Takts in der Hauptverkehrszeit.

Die Ringstrecke stärkt damit sowohl die betriebliche Robustheit des Gesamtnetzes im Raum Paderborn als auch die direkte Anbindung eines der wichtigsten Verkehrsziele der Stadt.

1. Andere Vorschläge

Vorschlag von Geomaus007 : Idee und Haltepunkte identisch, Zweigleisigkeit wäre für die Unistrecke besser um Trassenkonflikte zu vermeiden. Ich bevorzuge die Anbindung der Uni ohne TramTrain Prinzip, nur Regionallinien. Der Vorteil an diesem Vorschlag dass aus viele Orte um Paderborn (Kreiensen, Detmold, Höxter, Altenbeken) stündlich, Bielefeld/Hövelhof und Bad Lippspringe sogar im T30 an die Uni angebunden werden.

2. Betriebskonzept

Vor allem zu Stoßzeiten (HVZ) soll die Uni in einen näheren 15-Minuten Takt angefahren werden. Auf der Strecke PB-Mönkeloh-Uni ist mit den Zeiten des D-Taktes nur schwer einen geraden 15 Minuten Takt  zu formen. Würde man die Abfahrt der S72 auslassen, würde es eine 20 Minuten Lücke zwischen der S74 und S83 geben. Die RE 82 kann auch zwischen Paderborn Hbf und Universität durchfahren um den RE Charakter zu bewahren. Normalerweise würde die RE 82 um 9:09 ankommen, 41 (!) Minuten warten und dann umkehren. Die Ringstrecke würde die Wartezeiten am schon so kleinen Bahnhof (5 Gleise) verringern und mehr Kapazitäten bieten.

Die S83 ist eine neue Linie, die von Bad Lippspringe über Marienloh, Stadtheide nach Paderborn im T30 verkehrt. Außerhalb der Stoßzeiten (u.a Sonn-und Feiertags) , sollen auf der Strecke Paderborn – Mönkeloh – Uni nur die S83 im T30 verkehren und auf der Strecke Paderborn – Uni – Mönkeloh nur die RE 74.

3. Fahrplan

 

RE 82 

S83 

S74 

S72 

S83 

Paderborn Hbf 

9:09 

9:24 

9:35 

9:49 

9:54 

PB-Frankfurter Weg 

9:12 

9:27 

9:38 

9:52 

9:57 

PB-Mönkeloh 

9:14 

9:29 

9:40 

9:54 

9:59 

PB-Technologiepark 

9:16 

9:31 

9:42 

9:56 

10:01 

PB-Universität 

9:17 

9:32 

9:43 

9:57 

10:02 

PB-Hbf Ankunft 

9:21 

9:36 

9:47 

10:01 

10:06 

PB-Hbf Abfahrt 

9:50 

9:41 

9:54 

10:12 

10:11

 

 

 

S84 

RE 74 

S84 

RE 74 

Paderborn Hbf 

9:07 

9:22 

9:37 

9:52 

PB-Universität 

9:11 

9:26 

9:41 

9:56 

PB-Technologiepark 

9:12 

9:27 

9:42 

9:57 

PB-Mönkeloh 

9:14 

9:29 

9:44 

9:59 

PB-Frankfurter Weg 

9:16 

9:31 

9:46 

10:01 

PB-Hbf Ankunft 

9:19 

9:34 

9:49 

10:04 

PB-Hbf Abfahrt 

9:23 

9:41 

9:53 

10:11

4. Fazit

Die vorgeschlagene Ringstrecke zwischen dem Paderborner Hauptbahnhof und der Universität stellt eine wirkungsvolle und zugleich zukunftsfähige Maßnahme zur Verbesserung der verkehrlichen Infrastruktur im Raum Paderborn dar. Durch die zweigleisige und elektrifizierte Ausführung wird nicht nur eine robuste, konfliktarme Betriebsführung ermöglicht, sondern auch die dringend benötigte Entlastung des stark ausgelasteten Hauptbahnhofs erreicht. Die Verlagerung von Wende und Aufenthaltszeiten auf den Ring schafft zusätzliche Kapazitäten auf den Bahnsteiggleisen und steigert die betriebliche Stabilität des gesamten Netzes.

Metadaten zu diesem Vorschlag

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8 Kommentare zu “PB: Betriebskonzept Uni-Ring

  1. Ich bevorzuge die Anbindung der Uni ohne TramTrain Prinzip, nur Regionallinien. Der Vorteil an diesem Vorschlag dass aus viele Orte um Paderborn (Kreiensen, Detmold, Höxter, Altenbeken) stündlich, Bielefeld/Hövelhof und Bad Lippspringe sogar im T30 an die Uni angebunden werden.

    Das Argument kann ich leider nicht ganz nachvollziehen. Mit meinem Tram-Train Vorschlag hätte man sogar noch einen dichteren Takt und dennoch eine Anbindung an das Umland. Kostenmäßig ist Tram-train auch vorteilhafter.

    VG Geomaus007

    1. Bei deinem Vorschlag gefällt mir allerdings dass es deutlich übersichtliche für die breite Masse ist anstatt irgendwelche Regionallinien wo nicht immer klar ist ob sie zur Uni fährt. Nur ist es auch so dass es viele Studenten aus Bielefeld an die Uni Paderborn müssen für Vorlesungen etc und bei Ausbildungen wie bei Bertelsmann man auch nach Paderborn müssen. Deine PB1/3 sind nur im Stadtgebiet (PB-West und Bad Lippspringe) direkt an die Uni angebunden. Und bau des Ringes wäre es einfach die REs und RBs die dort so oder so lange Stehzeiten haben für 16 Minuten am Gleis mehr Kapazität zu ermöglichen. Die PB1/3 würden ohne großen Ausbau des Hbfs für mehr Engpässe bei den 5 Gleisen sorgen.

  2. Wer soll diese Linie zur Anbindung der Universität nutzen? Studierende wohnen im Stadtgebiet und nicht in den unterwegs angebundenen Gewerbegebieten. Die Innenstadtbereiche um die Haltepunkte Kasseler Tor und Nord werden ja nur vor der langen Schleife angebunden, da dürften Bus/Fahrrad wohl schneller sein.

    Auch die Trassierung ist echt absurd, am Südring – einer Landstraße – wird der vor Lärm schützende Grünstreifen in deinem Vorschlag durch eine Bahnstrecke ersetzt, da werden sich die Menschen in den angrenzenden Wohngebieten wirklich freuen. Genehmigungsfäjig ist sows natürlich nicht. Außerdem müssen laut deiner Zeichnung zahlreiche Straßenverbindungen gekappt werden.

    1. Wer soll diese Linie zur Anbindung der Universität nutzen? Studierende wohnen im Stadtgebiet und nicht in den unterwegs angebundenen Gewerbegebieten.

      Vor allem aus Bielefeld ist das Interesse groß, ob bei Ausbildung, Studium oder Beruf. Viele Müssen nach Paderborn und viele auch zur Uni.

      Ich nehme mir mal raus den Kommentar von jtab2707 zu zitieren.

      Beispiel Uni: Derzeit verkehren dort 8 Stadtlinien und um die 4 Regiobuslinien. Der Takt in der HVZ liegt bei teilweise unter 5 min in Richtung HBF. Die Busse sind Hoffnungslos überfüllt.

      Dabei geht es die Uni an einen SPNV an die Umgehenden Orte direkt anzubinden. Zu den Studenten im Stadtgebiet wäre es überhaupt erstmal eine Entlastung wenn man innerhalb von 4 Minuten vom Bf dorthin kommt.

      Die Innenstadtbereiche um die Haltepunkte Kasseler Tor und Nord werden ja nur vor der langen Schleife angebunden, da dürften Bus/Fahrrad wohl schneller sein.

      Dann ist das eben so. Ein Stadttunnel wäre sinnlos.

      Auch die Trassierung ist echt absurd, am Südring – einer Landstraße – wird der vor Lärm schützende Grünstreifen in deinem Vorschlag durch eine Bahnstrecke ersetzt, da werden sich die Menschen in den angrenzenden Wohngebieten wirklich freuen. Genehmigungsfäjig ist sows natürlich nicht. Außerdem müssen laut deiner Zeichnung zahlreiche Straßenverbindungen gekappt werden.

      Ich verstehe daran nicht was absurd sein soll. Es ist die billigste Methode außerhalb einer Straßenbahn die Universität an den SPNV anzubinden. Für solche Projekte die der Allgemeinheit dienen muss da eine Lösung mit dem Lärmschutz gefunden werden. Auch bei einem Minimalstufe des Vorschlags – und zwar nur die Strecke Uni – Hbf würde dort die Strecke gebaut werden.  Zu den Zeichnung ist es mein Fehler da es nicht richtig gekennzeichnet ist, dort sollen Überführungen gebaut werden und keine Straße soll unterbrochen werden.

      1. Vor allem aus Bielefeld ist das Interesse groß, ob bei Ausbildung, Studium oder Beruf. Viele Müssen nach Paderborn und viele auch zur Uni.

        Wer sollte nach Bielefeld ziehen, um nicht vor Ort an der größeren Uni, sondern der kleineren Uni Paderborn zu studieren? Es kann individuelle Gründe dafür geben (man wohnt bereits in Bielefeld und kann vor Ort nicht das gewünschte Fach studieren), der Normalfall ist es aber sicherlich nicht. Von ca. 16.000 Studierenden in Paderborn wohnen ja allein ca. 1.750 in den Wohnheimen.

        Beispiel Uni: Derzeit verkehren dort 8 Stadtlinien und um die 4 Regiobuslinien. Der Takt in der HVZ liegt bei teilweise unter 5 min in Richtung HBF. Die Busse sind Hoffnungslos überfüllt.

        Das mit dem Takt von teilweise unter 5 Minuten stimmt halt so nicht wirklich. Die Linie 100 bedient die Relation Hbf – Uni alle 15 Minuten mit drei bzw. einer Zusatzfahrt (je nach Richtung) zu Vorlesungszeiten. Die 100 verkehrt auch erst ab kurz vor 8, was sich den Betriebszeiten der Uni anpasst. Es ist aber ein T15, kein T5.

        Vom Westerntor (Zentrum) aus verkehren die Linien 1 und 4 als normale Stadtlinien zum Südring, jeweils im T30, also auch hier insgesamt ein T15. Außerdem verkehren die Linien 6 und 14 als normale Stadtlinien zur Ostseite der Uni, auch jeweils im T30, allerdings mit schlechter Ergänzung, also kein echter T15 zusammen. Damit haben wir 4 Stadtlinien und eine reine Unilinie.

        Dann gibt es noch die Ringlinie 10/20, ebenfalls im T30, und das Ruftaxi Linie 46, was wir hier genau so wie die drei täglichen Fahrten der 9 und die zwei Fahrten im Schulverkehr der 42 und 48 vernachlässigen können.

        Im regionalen Busverkehr halten die Linien S30, S85, R81 und 480 jeweils stündlich an der Ostseite der Uni. Das dürfte aber nicht primär der Anbindung der Uni dienen sondern schlichtweg dem Umstand geschuldet sein, dass die Uni eben auf dem Laufweg dieser Busse liegt.

        Zusammengefasst ist das Angebot von der Innenstadt aus also doppelt so stark wie vom Hbf aus, was die These bekräftigt, dass der Verkehrsstrom zur Uni eher aus der Innenstadt als aus dem mit Regionalbahnen angebundenen Umland kommt.

        Selbst wenn es aktuell eine Überlastung gibt, gibt es viele günstigere und sinnvollere Optionen als den Bau einer Bahnstrecke. Die Buslinie 100 könnte auf einen T10 oder sogar T7,5 verstärkt werden, damit sollte die Nachfrage eindeutig gedeckt werden können. Und wenn selbst das irgendwann in Zukunft nicht mehr reichen sollte, wäre eine Straßenbahn die günstigere Option, die sich zudem viel besser in die bestehende Struktur des innerstädtischen Verkehrs einfügen lässt.

        Dabei geht es die Uni an einen SPNV an die Umgehenden Orte direkt anzubinden. Zu den Studenten im Stadtgebiet wäre es überhaupt erstmal eine Entlastung wenn man innerhalb von 4 Minuten vom Bf dorthin kommt.

        Schon klar. Aber warum sollten die umliegenden Orte an die Uni angebunden werden müssen, wenn die Studierenden nicht dort, sondern in Paderborn selbst wohnen? Und am Hbf wohnen sie halt auch nicht, der dient bislang bestenfalls als Umsteigepunkt.

        Dann ist das eben so. Ein Stadttunnel wäre sinnlos.

        Klar wäre ein Innenstadttunnel völlig verrückt, aber das ändert nichts daran, dass dein Vorschlag ungeeignet ist, innerstädtische Verkehrsströme abzudecken. Die Alternative lautet nicht Innenstadttunnel sondern Bus oder maximal Straßenbahn.

        Ich verstehe daran nicht was absurd sein soll. Es ist die billigste Methode außerhalb einer Straßenbahn die Universität an den SPNV anzubinden.

        Der gesamte Vorschlag ist absurd. Warum braucht es eine SPNV-Anbindung? Warum reicht dann nicht die günstigere Straßenbahn? Man kann es auch anders formulieren, es ist die teuerste oberirdische Methode, die Universität anzubinden.

        Für solche Projekte die der Allgemeinheit dienen muss da eine Lösung mit dem Lärmschutz gefunden werden.

        Ja aber wie sieht die Lösung aus?

        Auch bei einem Minimalstufe des Vorschlags – und zwar nur die Strecke Uni – Hbf würde dort die Strecke gebaut werden.

        Weshalb auch das abzulehnen ist.

        Zu den Zeichnung ist es mein Fehler da es nicht richtig gekennzeichnet ist, dort sollen Überführungen gebaut werden und keine Straße soll unterbrochen werden.

        Dann solltest du Überführungen auch einzeichnen.

        1. Prinzipiell hast du recht und solch ein Stadtring ist bei zweiter Betrachtung nicht ganz sinnvoll. Da gehört eher eine Straßenbahn vom Hbf und Kasseler Tor für die Umsteiger aus Bielefeld hin.

  3. Warum denn ein Ring? Warum kein Pendelzug Hbf-Technologiepark? Da könnte man mit einem Fahrzeug einen 30 Minutentakt realisieren und hat weniger aufwändige Bauwerke. Und selbst dann ja noch den Streckenneubau. Vielleicht sollte man hier auf Tram-Train setzen und dieses Teilstück als erste Straßenbahnstrecke eines größeren Netztes planen.

    Denn mit den richtigen Anschlüssen von den Regionalzügen erreicht man hier schon das Maximum, denn wie bereits angemerkt nimmt der Vorschlag kaum nennenswerte innerstädtische ÖPNV Aufgaben ab.

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