12 Kommentare zu “ÖPNV-Offensive Ingolstadt: Übersicht

  1. Ich könnte diesen Kommentar unter jeden deiner Vorschläge schreiben, aber mache es mal hier nur einmal: die Beschreibung bei allen Vorschlägen ist recht dürftig: warum genau die hier vorgeschlagenen Strecken und keine anderen? Soll das ganze als Tram-Train auch über Bahnstrecken fahren oder als reine Stadtbahn? Wie soll das ganze wirtschaftlich sein wenn zwar viele Orte, aber auch nur relativ kleine angebunden werden? Sollte man nicht lieber auf eine S-Bahn setzen bei den weiten Strecken, genug Bahnstrecken um zum Hauptbahnhof zu kommen hat man ja?

    1. Man erschließt hier die meisten Orte und das jeweils im Zentrum. Gerade in Beilngries Gänge es nicht, Kipfenberg sieht eng aus. Daher eine Stadtbahn, da Sie da wo es geht eigenen Gleiskörper hat und in den Orten wo es nicht geht auf der Straße. Die Verläufe orientieren sich alle an alten Bahnstrecken, und oder an nachfragestarken Buslinien. S-Bahn geht nicht, da mit drei Gleise zwischen Ingolstadt Nord und Ingolstadt HBF nichts mehr geht. Erweiterung kannst vergessen da links und rechts so gut wie alles zugebaut ist. Außerdem löst es das Problem nicht, das die Bahnhöfe weit weg von der Altstadt sind. Alternativ wäre eine U-Bahn, ist aber bei der Größe zu teuer.

  2. Du möchtest überall einen T15 mit 60m langen Fahrzeugen anbieten.
    Wie sieht denn das bisherige Angebot auf den entsprechenden Strecken aus?
    Wenn z.B. eine Buslinie heute nur stündlich fährt, ist eine Vervierfachung von sowohl Takt als auch Fahrzeuglänge etwas übertrieben.
    Eine Stadtbahn ist bei den von dir gewählten Trassierungen und Haltestellenabständen auch eher mit einem Bus als einer S-Bahn vergleichbar.

    Alle vier Linien teilen sich in Ingolstadt einen einzigen Korridor, dort würden also 16 Bahnen pro Stunde verkehren. Auch dies erscheint mir etwas zu viel. Gibt es da wirklich eine so hohe Nachfrage?

    1. Die Haltestellenabstände habe ich ersteinmal relativ kurz gemacht, um vielen Leuten ein kurzen Weg zur Bahn zu geben, da kann ich natürlich es überarbeiten. (500m mindestens?) Die 60m habe ich gewählt, da hier viele Fahrräder mitgenommen werden gerade in der Stadt drinnen oder dann außerhalb bei Tourismus braucht man den Platz für die Menge. Außerdem habe ich mich an Stuttgart orientiert, da sind es 40m Fahrzeuge die bei Bedarf als 80m gekoppelt fahren. Da finde ich 80m zu lang und 40 zu kurz. Der Takt ist natürlich nur angedacht, weil in der Stadt die Busse so weit fahren und bis Stammham, Eichstätt, Wettstetten und Manching auch so ein enger Takt ist. Bei meiner Ringlinie ist es halt schwer zu teilen, da sonst der Witz der Einglinie weg ist.

      1. Die Haltestellenabstände habe ich ersteinmal relativ kurz gemacht, um vielen Leuten ein kurzen Weg zur Bahn zu geben, da kann ich natürlich es überarbeiten.

        Diese Idee ist natürlich nicht verkehrt, man muss sich allerdings bewusst sein, dass dies auf Kosten der Reisezeit geht und die Stadtbahn dann immer mehr einem Bus als einer S-Bahn ähnelt.

        Außerdem habe ich mich an Stuttgart orientiert, da sind es 40m Fahrzeuge die bei Bedarf als 80m gekoppelt fahren. Da finde ich 80m zu lang und 40 zu kurz.

        Warum sind 40m zu kurz? Stuttgart ist ja bekannt ein wenig größer als Ingolstadt.
        Ich finde selbst 40m schon recht lang.

        Bei meiner Ringlinie ist es halt schwer zu teilen, da sonst der Witz der Einglinie weg ist.

        Eine Ringlinie ist nunmal nicht immer die beste Wahl.

        1. Habe die Haltestellen nochmal überarbeitet.

          Die 60m sind vor allem für die hohe Fahrradmitnahme, das braucht natürlich viel Platz. Zumal mit der Länge kann man ausreichend Sitzplätze und Mehrzweckbereiche anbieten. Finde es persönlich sinnvoller ein solches System zu stark auslegen als zu niedrig, siehe S-Bahn München. Aber an der Fahrzeuglänge sollte es nicht scheitern.

          Die Ringlinie habe ich deshalb gewählt, um zwischen Beilngries und Eichstätt eine Linie zu haben, zwecks Tourismus im Altmühltal und Pendelaufkommen. Und zwischen Beilngries und Denkendorf Ingolstadt und für Beilngries eine schnelle Anbindung nach Ingolstadt und Denkendorf zu gewährleisten (Pendel nach Audi, Airbus, Klinikum)

          1. Die 60m sind vor allem für die hohe Fahrradmitnahme, das braucht natürlich viel Platz. 

            Wie viele hundert Fahrräder pro Stunde erwartest du denn?
            Und nochmal: Wie sieht denn das bestehende ÖPNV-Angebot in den jeweiligen Korridoren aus?
            Eine Straßenbahn ist ein Massentransportmittel, da muss erstmal eine entsprechende Nachfrage für vorliegen, damit es sinnvoll ist.
            Eine Touristenattraktion zu schaffen ist nicht der Sinn von LiniePlus.

            1. 40 pro Stunde und Richtung im Stadtbereich auf jedenfall. Es gibt bereits in Ingolstadt die Möglichkeit das Fahrrad im Bus mitzunehmen. Das kommt sehr gut an. Zu gut fast, den oft darf man es nicht mitnehmen, weil der Platz fehlt. Aktuell gibt es nur Busse als Angebot. Die meisten fahren in der Stadt selber im 10 Minuten Takt sind gut gefüllt. Nach Appertshofen gibt es ein 30 Minuten Takt mindestens, ab Denkendorf sehr ausgedünnt. In der Stadt sind trotz 5 Minuten Takt die Busse voll. Richtung Manching, Vohburg und Zuchering gibt es einen 30 Minuten Takt. Zusammengefasst gibt es aktuell dort wo meine Linien hinführt schon ein Bus in der Nähe, der entweder überfüllt, selten und durch die Staus Verspätung hat. Bei Glück trifft als Nutzer nur eines der drei Probleme auf, meistens eher zwei. Durch meine Linien soll dies gelöst werden. Die Touristenattraktion ist wahrscheinlich eher ein weiterer positiver Effekt.

              1. 40 Fahrräder pro Stunde und Richtung ergibt bei deinem T15 im Schnitt 10 Fahrräder pro Bahn.
                Als Begründung für 60m lange Bahnen ist dies ziemlich wenig.

                Wenn es außerhalb einen T30 mit Bussen gibt, wären 60m lange Straßenbahnen komplett überdimensioniert:
                Die Kapazität, die Gelenkbusse im T30 innerhalb von 13 Stunden schaffen, schaffen 60m Stadtbahnen im T15 innerhalb von einer Stunde.

  3. Die Diagnose daß Ingolstadt schlecht mit dem Nahverkehr erschlossen ist stimmt. Aber der Vorschlag schießt völlig über das Ziel hinaus und ist von der Ausführung völlig ungeeignet. Kilometerweit werden hier Wohnsiedlungen durchbrochen und weiter außerhalb kleine Dörfer mit Schienenverkehr beglückt. Völlig am Bedarf und der Machbarkeit vorbeit.

    Aber nochmal von vorn: Jedes solche  Projekt sollte den Grundfehler des Ist-Zustands beheben und zwar die mangelde Erreichbarkeit der City ohne Umsteigezwang. Von da aus kann man sich dann in bescheidenen Schritten dem Umland nähern. Welches System dabei herauskommt? Ich weiß es auch nicht.

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