Beschreibung des Vorschlags
Die RB69 verbindet ausschließlich Weinheim mit Fürth im Odenwald, was stets zu Umsteigezwängen für weiter Fahrende führt. Um eine umsteigefreie Verbindung nach Mannheim bieten zu können, schlage ich eine Umspurung der Strecke auf Meterspur und einen Anschluss an die SL5 nach Mannheim, die Strecke der ehem. OEG, vor. Aus Heidelberg kommende Züge dieser Linie würden dann verstärkt in Weinheim enden, wobei auch von dort aus eine Verbindung zum Bhf. errichtet werden sollte.
Ab Mörlenbach sollte auch die Strecke nach Wald Michelbach integriert werden, wodurch der Draisinenverkehr dort aufgegeben, bzw. woanders hin verlegt werden müsste.
Die Haltestellendichte habe ich vermehrt, um eine bessere Erreichbarkeit zur Strecke herzustellen. Kurze Wege sollen es helfen zu vermeiden, dass erst ins Auto gestiegen wird, was leicht dazu führen könnte, dass man dann auch gleich bis zum Fahrziel im Auto bleibt.
Der Betrieb bis in die Fußgängerzone von Mannheim sollte eine solche Attraktivität erzeugen, dass ein Stundentakt auf beiden Ästen realistisch erscheint. Natürlich könnten bei Bedarf auch direkte Züge nach Heidelberg geführt werden, doch mir scheint Mannheim das wichtigere Ziel zu sein.

Ich würde den südlichen Ast bis Aschbach verlängern, mit einem neuen Zwischenhalt am Igena-Industriepark.
Ich habe mit der Verlängerung nach Aschbach gezögert, weil Aschbach mit 1400 Einwohnern nicht gerade groß ist. Die örtlichen Gewerbeansiedlungen mögen aber zusammen mit dieser Zahl für ein annähernd ausreichendes Fahrgastaufkommen genügen. Als Zwischenhalte habe ich jedoch das Einkaufszentrum und den ehem. Bahnhof Wald Michelbach gewählt, weil von dort auch Straßen zu den abgelegeneren Bereichen des Ortes führen, nach Kuhklingen und in das Ulfenbachtal.
Klingt gut!
Die Idee finde ich grundsätzlich gut, wenn auch eine Wirtschaftlichkeit angesichts der wenigen Einwohner schwierig zu erzielen wäre. Ich kenne die Strecke nicht, aber meinst du es wäre wirklich sinnvoll eine bestehende Strecke komplett auf Meterspur umzubauen, wenn man doch die funktionierende Infrastruktur bereits hat?
Den Umstieg in Weinheim sehe ich nicht als so problematisch an, solange er nicht zu lange dauert. Könnte man nicht erstmal die Haltestellen so wie du sie eingezeichnet hast verdichten und die Strecke vielleicht elektrifizieren?
Und wieso verlängerst du die Strecke in Wald-Michelbach nicht bis nach Aschbach?
Ich bin gerade bei der Suche nach dieser Strecke auf eine Führerstandsmitfahrt gestoßen. Vielleicht sollte man die Strecke doch zu Gunsten einer etwas höheren Geschwindigkeit ausbauen…..
Die Einwohnerzahlen finde ich gar nicht so schlecht. Wald Michelbach hat 10.600 Einwohner, Mörlenbach 10.000, Rimbach fast 8600, Fürth fast 10.500 und Birkenau gut 9900 Einwohner. Das macht zusammen fast 50.000 Einwohner! Das davon nicht alle unmittelbar an der Strecke wohnen, spielt hier keine so große Rolle, weil man auf dem Land eher weite Wege zu einer Haltestelle gewohnt ist, als in der Großstadt. Man kann hier eher von P+R-Verkehren ausgehen, egal ob mit dem Auto oder dem Fahrrad, sodass auch Fahrgäste aus dem weiteren Umfeld der Haltestellen zu erwarten wären, wenn eine gute Verbindung nach Mannheim geboten wird. Eine Verbindung nur bis Weinheim reicht dazu nicht aus, da man dann, wenn man dort umsteigen müsste, auch gleich mit dem Auto bis Weinheim fahren könnte.
Die Umspurung einer vorhandenen Strecke ist immer dann sinnvoll, wenn die Spurweite einer Strecke nicht geeignet ist, um einen durchgehenden Verkehr zu wichtigen Zielen zu ermöglichen. Die Umspurung einer Normalspurstrecke auf Meterspur kann daher in diesem Fall durchaus sinnvoll sein. Ich erinnere daran, dass so etwas vor nicht allzu langer Zeit auch zwischen Quedlinburg und Gernrode gemacht wurde. Natürlich muss hier nun eine Elektrifizierung der Strecke mit dem Umbau einher gehen.
Eine Verlängerung bis Aschbach habe ich hinzu gefügt.
Die Streckenhöchstgeschwindigkeiten darf natürlich nicht von Langsamfahrstrecken geprägt sein, sondern muss ein vernünftiges Tempo ermöglichen, wie es hier angemessen wäre. Das halte ich für selbstverständlich.
Ok alles klar, mit der Argumentation kann sich ein Ausbau wirklich lohnen. Mit knapp 50.000 Einw. auf der Strecke hätte ich echt nicht gerechnet..