Beschreibung des Vorschlags
Eine direkte RB Lübeck – Bad Segeberg – Neumünster wäre für Schleswig-Holstein toll, da man doch so die die zweit- und viertgrößten Städte in Schleswig-Holstein miteinander verbindet (Lübeck und Neumünster). Ulrich Conrad hat eine Eisenbahnlinie entlang der A20 vorgeschlagen, die ich auch für sinnig halten. Hier möchte ich jedoch als kostengünstige Alternative eine Nordostkurve bei Bad Oldesloe vorschlagen. Bad Oldesloe ist der Ort in Schleswig-Holstein, wo man zwischen den beiden Strecken umsteigen muss oder Züge für die Direktverbindung Lübeck – Bad Segeberg – Neumünster müssten dort Kopfmachen. Eine Nordostkurve für Bad Oldesloe erspart das Kopfmachen und macht so die Züge schneller.

Die Idee klingt zwar zunächst gut, bei genauerer Betrachtung stellen sich jedoch einige Probleme:
Auf der Relation ist aus meiner Sicht das Verkehrsbedürfnis in Richtung Hamburg wesentlich höher als in Richtung Lübeck. Entsprechend würde ein höherer Nachteil entstehen, wenn die RB82 in Richtung Lübeck umgeklappt werden würde. Entsprechend wäre eine zusätzliche Linie notwendig, um die Relation zu bedienen, was neben der Kurve zwei Ausweichstellen auf der Strecke erfordert, zusätzlich verdoppeln sich die Betriebskosten.
Gleichzeitig sollte diese Linie in Neumünster und Lübeck in die vorhandenen Taktknoten eingebunden werden, wodurch die RB 82 und die neue Linie im Blockabstand hintereinander fahren müssten.
Ich bevorzuge da eher Ulrichs Vorschlag mit Verlängerung nach Neumünster. Gleichzeitig würde die Strecke von Bad Segeberg und Bad Oldesloe elektrifiziert und die geplante S4 verlängert.
Warum willst du unbedingt die Lübecker Straße über-/unterqueren? Wenn man etwas nördlicher aus der Vogelfluglinie ausfädelt, ist die Kurve kaum länger und es bedarf keiner Brücke/keinem Tunnel.
Ansonsten finde ich die Relation Lübeck-Neumünster wichtig, eventuell lohnt sich aber doch das Wenden in Bad Oldesloe, um Wege zu bündeln (z.B. Zustieg der Hamburger in Bad Oldesloe in Richtung Bad Segeberg/Neumünster).