Beschreibung des Vorschlags
Dieser Vorschlag von Langemann ließ in mir Gedanken zu einer Erweiterung der Naumburger Straßenbahn wach werden, die ich früher schon hatte. Naumburg ist zwar mit gut 32.000 Einwohnern viel zu klein, um einen neuen Straßenbahnbetrieb zu erhalten, aber es ist ja schon einer vorhanden, jedoch ein mit 2,9 km Streckenlänge viel zu kleiner, um ihn wirklich sinnvoll betreiben zu können. Eine angedachte Schließung des einstigen Ringes halte ich für wenig zweckmäßig, da eine Strecke zum Bahnhof genügt. Erweiterungen würden diesem Betrieb aber sicher helfen ein wirklich wichtiger Standfuß im ÖPNV der Stadt Naumburg zu werden.
Entsprchend einer Faustregel, nach der eine Stadt bis zu 25 km Strecke pro 100.000 Einwohner gebrauchen kann, wären das bei 32.000 Einwohnern 8 km. Das Netz könnte also um 5,1 km erweitert werden, ohne zu übertriebener Größe aufzublähen.
Diese Strecke ist nun etwa 2,27 km lang. Zusammen mit einer Linie nach Almrich, die ihrerseits etwa 3,01 km lang wäre, käme man so auf 5,13 km Neubaustrecke, wenn man korrekterweise einmal 150 m des gemeinsam befahrenen Abschnitts abzieht. Das Netz hätte dann eine Länge von 8,03 km, was für eine Einwohernzahl von 32.155 gerade noch angemessen wäre.
Diese Strecke enthält zwar einen recht steilen Abschnitt im Flemminger Weg, doch wäre dieser mit etwa 9 Prozent gerade noch zu bewältigen. Am Flemminger Weg würden zahlreiche Wohnblöcke bedient werden, Sportanlagen, die Montessorischule und vieles mehr.
Die Bedeutung dieser Linie würde sicher einen 20-min-Takt rechtfertigen, der zwischen Salztor und Bahnhof durch überlagerung mit der Linie nach Almrich zu einem 10-min-Takt verdichtet werden würde, wie er in der größenordnungsmäßig vergleichbaren Stadt Nordhausen üblich ist. An Wochenenden und abends würde ein 30-min-Takt genügen.
Einen ähnlichen, aber weiter ins Umland führenden Vorschlag hat Rororororo bereits erstellt. Dieser führt jedoch für meinen Geschmack zu weit ins Umland und ist zudem auf Grund starker Steigungen gar nicht umsetzbar.

Die Linie halte ich für eine sinnvolle Ergänzung, um den Straßenbahnbetrieb rentabler zu machen. Sie bietet sich auch geografisch am meisten an. Allerdings würde ich überlegen, die Strecke über die Weimarer- und Seminarstraße zu führen, um mehr Anwohner zu erreichen.
Von der Seminarstraße käme man aber nicht zum Flemminger Weg hinauf. Das wäre viel zu steil.
Stimmt, über die Gottlieb-Friedrich-Klopstock-Straße ginge nicht. Aber über Friedrich-Fröbel-Straße schon. Was hältst du davon?
Und wie erreicht man damit mehr Leute? Die Gegend läge doch im Einzugsbereich der Strecke nach Almrich.
De Strecke nach Almrich ist aber meiner Einschätzung nach zu schwach nachgefragt und deswegen weder realistisch noch wünschenswert. Man sollte daher die Nachfrage auf einer Linie bündeln.
Hab hier noch was aus dem Archiv gekramt und erkenne da ein paar Parallelen 😉
Entschuldige bitte, ich habe die Verlinkung nachgeholt.
Macht doch nix ?
Wie stehst du zur Anschaffung barrierefreier Fahrzeuge und Erhöhung der vmax auf 50 km/h? Wenn du einen 20-Minuten-Takt planst, würdest du geschätzt 3 Fahrzeuge auf der Strecke brauchen. Wäre ja in Ordnung, wenn zumindest 2 davon nicht historisch sind, und Barrierefreiheit bieten. Schließlich gibt es ab 2022 ein Mobilitätsgesetz!
Beides wäre sinnvoll. Für den 10-min-Takt, der sich durch die Überlagerung beider Linien ergäbe, wäre auch eine Wiedereinrichtung der Ausweiche am Jägerplatz nötig, wo die Züge der unterschiedlichen Linien sioch begegnen müssten. Am Theaterplatz würden jeweils die Gegenzüge der gleichen Linie sich kreuzen, hinter dem Salztor (hinter der Verzweigung) wieder die Züge der unterschiedlichen Linien, so dass dort keine Ausweiche erforderlich wäre. Weitere Ausweichen wären dann an beiden Strecken ungefähr auf Höhe der Gottlieb-Friedrich-Klopstock-Straße nötig.
Für den 30-min-Takt wäre dann noch eine Ausweiche am Salztor erforderlich, an denen die Gegenzüge der selben Linie kreuzen, während am Jägerplatz dann die Züge der anderen Linie kreuzen würden.