Neue Stationen Bremen – Verden (Aller)

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Beschreibung des Vorschlags

Moin!
In diesem Vorschlag möchte ich mein zukünftiges Stationskonzept für die (Regio-)S-Bahn-Strecke von Bremen nach Verden vorstellen, bzw. für den Abschnitt Bremen-Föhrenstraße – Verden (Aller). Der Fokus liegt auf einer nachvollziehbaren Herleitung der Stationsstandorte sowie deren Begründung anhand relevanter Rahmenbedingungen.

Aktuelle Situation
Aktuell hält die RS1 zwischen Bremen und Verden 6-mal. Somit liegt der durchschnittliche Stationsabstand bei 5 Kilometern, was für ein dicht besiedeltes Gebiet mit über 150.000 Einwohnern unterdurchschnittlich ist. Einige größere Ortschaften entlang der Strecke besitzen daher keine schnelle und gute Verbindung ins naheliegende und für Pendler (ca. 15.000) bedeutende Bremen. Auch könnte man die Situation im südöstlichen Bremen selber deutlich verbessern, da eine Fahrt ins Bremer Stadtzentrum selbst von dort über eine halbe Stunde dauern kann.

Neue Stationen
Daher schlage ich 6 neue Stationen entlang der Strecke vor.

Bremen-Sebaldsbrück: Dieser Halt dient als Ersatz für die Stilllegung des heutigen HP Sebaldsbrück vor. Dabei wird Sebaldsbrück ähnlich gut wie heute angebunden, allerdings das Industriegebiet rund um das Mercedes-Benz-Werk besser. Teile davon wären fußläufig zu erreichen. Direkt über dem HP könnten die Buslinien 29 & 44 halten, wodurch auch der Umstieg zum Bus kürzer wäre als zuvor. Der Umstieg zur Straßenbahn würde nicht wegfallen, da dieser sich nur zur Föhrenstraße verlagert.

Bremen-Arbergen: Diesen Halt erachte ich für sinnvoll, da er das bisher eher vernachlässigte Arbergen anbindet. Aus nahezu allen Teilen Bremens, wenn man HB-Nord hinweg schaut, kommt man mit dem ÖPNV direkt ins Zentrum. Aus Arbergen nicht. Aus diesem 6.000-Einwohner-Ort ist immer ein Umstieg in Mahndorf oder am Weserwehr nötig, sodass 20 bis 40 Minuten für eine Fahrt einzuplanen sind. Mit einem direkten RS-Halt wären es keine 10 Minuten.

Uphusen: Dieser Ortsteil von Achim hat 4.000 Einwohner. Obwohl es direkt an der Landesgrenze liegt benötigt der durchaus unregelmäßig fahrende Regionalbus 35 Minuten nach Bremen. Da Uphusen circa halb so viele Einwohner wie Achim-Baden hat, sind mit 500-600 täglichen Fahrgästen zu rechnen.

Uesen: Uesen selber hat „nur“ 4.000 Einwohner. Viel bedeutender sind allerdings die Gewerbegebiete nahe dieses Haltepunktes. Dort sind weit über 2.000 Arbeitskräfte beschäftigt und somit ein großer Teil der Einpendler.

Daverden: Zwischen Etelsen und Langwedel gibt es 2 mögliche Standorte für neue Haltepunkte. In Cluvenhagen und Daverden. Ich habe mich allerdings gegen Cluvenhagen entschieden. Zum einen, weil der Ort nur 2.500 Einwohner hat und zum anderen, weil das naheliegende Etelsen nur 900 tägliche Fahrgäste zählt. Ein HP Cluvenhagen würde nicht nur neue Fahrgäste anziehen, sondern auch solche aus Etelsen. Aus diesen beiden Gründen würde sich mMn ein HP Cluvenhagen nicht lohnen, wenn man auch bedenkt, dass jeder Halt die Fahrt für die Einwohner der Kreisstadt Verden unattraktiver macht. Der Standort Daverden: Dort sieht es etwas anders aus. Daverden hat etwas mehr Einwohner als Cluvenhagen, wobei sich diese auf ein kleineres Gebiet verteilen. Langwedel, von wo aus heutige Fahrgäste auf den HP Daverden „umsteigen“ würden zählt 1.300 tägliche Fahrgäste, weshalb von über 500 Fahrgästen in Daverden auszugehen ist.

Dauelsen: Im Norden von Verden (6.000 Einwohner) wären sicherlich auch 2 neue Haltepunkte vorstellbar. Ich habe mich allerdings für einen zentralen Haltepunkt an der wichtigsten Verkehrsachse innerhalb Verdens. Dadurch wäre dieser ideal an das Busnetz angeschlossen, wodurch große Teile der 6.000 Einwohner erreicht werden, wenn auch nicht fußläufig. Trotzdem verkürzen sich die Fahrtzeiten von einer Stunde auf 40 Minuten.

Auswirkungen
Die Fahrtzeit zwischen Bremen und Verden würde sich ~7 Minuten auf 40 Minuten verlängern, von Achim um ~3 Minuten auf ~19 Minuten.
Um den neuen HP Sebaldsbrück müssten 2 Rangier-/Abstellgleise verlegt werden, damit Platz für die 2 Außenbahnsteige vorhanden ist.

Ähnliche Vorschläge
Dieser Vorschlag verfolgt die gleiche Idee. Allerdings im Gesamtkonzept einer S-Bahn Bremen. Mein Vorschlag verfolgt einen analytischen Ansatz, bei dem Stationsstandorte anhand konkreter struktureller, sowie verkehrlicher Kriterien begründet werden, anstatt sie lediglich konzeptionell zu benennen. Davon abgesehen unterscheidet sich die Herangehensweise, die Standortwahl und die Beachtung der Begebenheiten.
Ähnlich ist es bei diesem Vorschlag.

Viele Grüße

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2 Kommentare zu “Neue Stationen Bremen – Verden (Aller)

  1. Da sind ein paar interessante Ideen dabei, aber ich finde man sollte auch nicht zu inflationär mit neuen Halten umgehen, da sie ja auch immer eine Fahrzeitverlängerung bedeuten. Im Einzelnen:

    Sebaldsbrück: Das Potential im Umkreis ist nicht gering, allerdings hat man dort ja sowohl die Haltepunkt Hemelingen als auch die Straßenbahn in dem Bereich. Weniger erschlossen ist der Bereich in Höhe der Fußgängerbrücke. Dann könnte man den Halt auch mit Arbergen zusammenlegen.

    Arbergen*: Im Süden gutes Potenzial, im Norden nur grüne Wiese. Hier gäbe es definitiv noch Potenzial für weitere Siedlungsentwicklung, ansonsten wäre ein nach Osten verschobener Halt Sebaldsbrück (s.o.) die bessere Wahl.

    Uphusen*: Erscheint mir lohnenswert, insbesondere mit weiterer Siedlungsentwicklung.

    Uesen: Wäre ich eher nicht für, da die beiden angrenzenden Halte das Gebiet schon recht gut erschließen, hinzu kommt der parallel zur Bahn verlaufende Fahrradschnellweg für die Feinerschließung.

    Daverden: Finde ich zusammen mit Langwedel eine zu enge Haltstellendichte. Besser wäre wohl ein nach Westen verlegter Halt von Langwedel für das gesamte Siedlungsgebiet. Aber ob sich das lohnt…?

    Dauelsen: Könnte sich lohnen. Ich würde aber einen etwas nördlichen Standort favorisieren, in Höhe der Grundschule etwa. Dieser würde Dauelsen besser erschließen. Außer man baut noch einen weiteren Haltepunkt an der Bahnstrecke Verden – Rotenburg, dann wäre ein südlicher Standort besser.

    Allgemein: Wichtig wäre es definitiv, die Baumaßnahmen (abgesehen von Dauelsen) mit dem geplanten 3-4-gleisigen Ausbauten Langwedel – Bremen (https://www.hamburg-bremen-hannover.de/langwedel-bremen.html) abzustimmen und gemeinsam umzusetzen. Sonst ist da wahrscheinlich erstmal eine Weile Schicht im Schacht.

    *Wie ich gerade sehe: 2 der von dir angedachten Haltepunkte sind im Rahmen des dreigleisigen Ausbaus schon offiziell geplant oder werden erwogen.

    1. Danke für das ausführliche Feedback!

      Wie ich gerade sehe: 2 der von dir angedachten Haltepunkte sind im Rahmen des dreigleisigen Ausbaus schon offiziell geplant oder werden erwogen.

      Ja, genau. Das hätte ich eigentlich auch noch in der Beschreibung ergänzen können, dass es mir da aufgrund der Überlegungen vor allem um die genaue Ausarbeitung und weniger um den generellen Nutzen geht.

      aber ich finde man sollte auch nicht zu inflationär mit neuen Halten umgehen, da sie ja auch immer eine Fahrzeitverlängerung bedeuten.

      Finde ich auch richtig und wichtig. Das wollte ich mit dem einen Satz im Abschnitt Daverden etwas zum Ausdruck bringen. Diese 6 Halte empfinde ich persönlich noch als verkraftbar, wobei man im Einzelnen darüber definitiv diskutieren kann.

      Sebaldsbrück

      Sehe ich eigentlich ähnlich. Alleine im Sebaldsbrücker Vergleich wäre die Lage an der Fußgängerbrücke sicherlich ein wenig besser. Ich habe mich dann allerdings dagegen entschieden, da Arbergen quasi gar nicht angebunden wäre, ein weiterer Halt in Arbergen dann aber zu nah läge. Das Gebiet südlich des Brüggewegs ist zwar zur Zeit noch vom HP Hemelingen angebunden, wobei dieser aber in Zuge des Bahnhofs Föhrenstraße weiter nach Süden verlegt werden soll.

      Arbergen

      Mit der einseitigen Bebauung ist sicherlich das größte Argument gegen diese Station. Ich persönlich finde allerdings, dass der doch sehr dicht besiedelte Norden Arbergens das wieder ausgleicht. Und ob die 4.000 direkt angebundenen Einwohner, die mEn ausreichen für einen Haltepunkt, ausschließlich von Süden kommen oder nicht, ist dann ja im Endeffekt auch egal.

      Uesen

      Kann ich auf jeden Fall nachvollziehen. Die Wege nach Baden und Achim sind ja nicht wirklich lang. Mir ging es da wirklich um die reine Masse, die direkt angebunden werden würde und nicht, wie bei den anderen Stationen, aufgrund größerer Stationsabstände.

      Dauelsen

      Der Grund, warum ich mich für den Standort entschieden habe, ist, dass ich, wie du ja auch schon angemerkt hast, nicht mit neuen Stationen um mich werfen wollte und lieber dort, wo sich die Wege verschiedener Fahrgastquellen bündeln. Daher auch direkt an der Bundesstraße. Vor allem wollte ich auch den Norden der Verdener Mitte nicht vernachlässigen.

      Ein Halt auf der Strecke nach Rotenburg würde ich persönlich auch befürworten. Der würde Dauelsen noch mal etwas besser direkt anbinden, als auf Höhe der Grundschule.

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