Beschreibung des Vorschlags
Zum Thema Fernbahn- und Regionalanschluss des Münchner Flughafens gab es schon diverse Vorschläge. Hier möchte ich eine ganz neue Idee ins Spiel bringen, wie man mit vergleichsweise wenig Aufwand eine sehr gute Kompromisslösung hätte, mit der diverse bisherige Probleme der vorgebrachten Lösungsvorschläge beseitigt werden könnten.
Bei meinem Vorschlag soll am Westrand des Flughafens zwischen der A92 und der B301 nördlich der Zentralallee ein neuer Fern- und Regionalbahnhof entstehen (je Richtung zwei Bahnsteiggleise für Fern- und Regionalzüge). Dieser soll im Norden mittels eine Verbindungsstrecke über die Isar nach Freising angeschlossen sein und im Süden an die bestehenden Strecken der S1 und S8.
Um den Transfer zu den Terminals 1 und 2 möglichst schnell zu schaffen, soll dortin ein schneller People Mover entstehen (z.B. Doppelmayr CableLiner o.Ä.). Hier wäre auch ein Halt an der bestehenden S-Bahnstation Besucherpark angedacht, so dass auch Angestellte des Flughafen und Besucher davon profitieren würden.
Damit wäre dieser neue Fern-/Regionalbahnhof zwar nicht direkt an den Terminals sondern man hat einen kurzen Transfer mit dem People Mover dorthin – aber dafür bekäme man damit zwei entscheidende Dinge unter einen Hut, die bei den bisherigen Vorschlägen nicht zu machen wären:
1. Freising oder Flughafen?: Bei den bisherigen Lösungen für eine wirklich bessere Bahnanbindung des Flughafens, ginge dies fast immer zu Lasten von Freising, weil die beiden Punkte so „dumm“ liegen, dass man fast nie beide hintereinander anfahren kann.
2. Kein langer Umweg: Durch die Lage des neuen Bahnhofs am Westrand des Flughafens, können ALLE durchgehende Züge München – Flughafen – (Freising) – Landshut – Norden/Nordosten (egal ob Fern- oder Regionalzüge) einfach „auf dem Weg“ an diesem neuen Bahnhof halten und hätten dafür nur vergleichsweise wenig Mehrstrecke zu fahren.
Der neue Fern- und Regionalbahnhof wäre freilich auch an eine NBS entlang der A92 aus Richtung München anschließbar, um deutlich schnellere Shuttles Hbf – MUC fahren zu können bzw. damit Regionalzüge auch schneller dorthin fahren könnten und danach weiter über Freising. Ebenso wären damit auch Regionalzüge bzw. direkte Flughafenzubringer über die Strecke der S8 (Ostkorridor) denkbar, die danach ebenfalls weiter über Freising fahren könnten. Da gäbe es viele Möglichkeiten, zu denen ich mir im Rahmen dieses Vorschlags noch mehr Gedanken machen werde. Und wenn man für die Zukunft mal eine IC-Linie z.B. München – Flughafen – Landshut – Regensburg – Nürnberg oder München – Flughafen – Landshut – Passau schaffen möchte, dann könnten auch diese Fernzüge an Flughafen halten und ihn so hervorragend dorthin anschließen.
Als Option für die Zukunft wäre es auch denkbar, südlich von Freising ab der Verbindungsstrecke eine NBS in Richtung der ABS Ingolstadt – München anzuschließen, mit der der Flughafen dann auch direkt nach Ingolstadt, Nürnberg und weiteren Städten angeschlossen werden könnte. Hierzu werde ich mir noch genauer Gedanken machen, welche Linien man über den Flughafen führen könnte.
Update 01.10.2019:
Folgende mögliche Bahnlinien könnte ich mir unter anderem über den neuen Fern-/Regionalbahnhof vorstellen (Zwischenhalte wäre freilich noch genauer zu bestimmen):
– IC(2) Nürnberg – Neumarkt – Regensburg – Landshut – Freising – Flughafen – München (über Westtrasse)
– IC(2) Passau – Plattling – Dingolfing – Landshut – Freising – Flughafen – München (über Westtrasse)
– ÜFEx Rosenheim – Grafing – Flughafen (über Osttrasse)
– Verlegung einer RE-Linie von der West- auf die Osttrasse mit Halt am neuen Flughafenfern-/Regionalbahnhof
Und falls dann später doch mal eine NBS-Spange zur ABS Ingolstadt-München gebaut würde, dann wäre hier z.B. eine stündliche ICE-Linie Nürnberg – Ingolstadt – Flughafen – München sowie ggf. ein um 30min. versetzter Verdichter ab Ingolstadt denkbar. Auch eine reine Tangenten-Linie Nürnberg – Ingolstadt – Flughafen – (Osttrasse) – Rosenheim (-Inntal) als Flughafenzubringer aus zwei Richtungen wäre so möglich.
Wenn man zudem doch mal die Pasinger Kurve bauen würde, dann wäre auch eine Tangenten-Linie wie Passau – Landshut – Freising- Flughafen – (Westtrasse) – Pasing – Augsburg denkbar, was ja als Einzelstrecken eh schon als ÜFExe angedacht ist.

Ich hoffe ein Kommentar ist schon erlaubt, der Vorschlag sieht zumindest schon recht fertig aus.
Finde ich durchaus eine gute Idee, hatte ich auch schon überlegt in ähnlicher Form vorzuschlagen, hab dies aber aufgrund folgender Problematik nicht getan: Der Flughafen Fern-/Regiobahnhof liegt so sehr außerhalb des Flughafengeländes, dass kein Ziel fußläufig erreichbar ist und somit eh umgestiegen werden muss. Da geht der Sinn einer Direktverbindung wieder verloren. Und auch gegenüber Alternativen weist die Ausschleifung keinen großen Vorteil auf. Wäre es nicht z.B. ebenso gut, die Züge einfach in Freising halten zu lassen und dafür den von dir genannten People-Mover vom Freisinger Bahnhof bis zum Terminal zu führen? Dürfte kaum länger dauern und man hätte durch den Transport von in Freising arbeitenden Menschen auch eine kontinuierlichere Auslastung. Zudem müssten FV/RV-Züge nicht zweimal halten.
Klar sind Kommentare schon erlaubt ;-). Ich habe zur Zeit zwar etwas viel um die Ohren, wollte den Vorschlag aber endlich mal einbringen.
Sicher wäre dieser neue Fern-/Regionalbahnhof in seiner Lage am Westrand des Flughafens erstmal etwas entfernt von den Terminals. Aber ich vergleiche das Ganze mit dem Flughafenfernbahnhof in Düsseldorf, der ja auch etwas entfernt liegt und per H-Bahn angeschlossen ist. So wäre es in etwa auch in München, nur dass ich hier explizit gerne ein schnelleres System als People Mover vorsehen würde.
Der Sinn dahinter wäre, dass man den neuen Bahnhof bereits als Teil des Flughafens wahrnimmt und so der Transfer zum Terminal bereits als Flughafen-internes Transportmittel gilt – ähnlich wie on Düsseldorf. Dies wäre aus meiner Sicht deutlich vorteilhafter als wie von dir vorgeschlagen einen People Mover aus Freising herfahren zu lassen, der dann ja zudem explizit die Züge über die Neufahrner Gegenkurve kanibalisieren würde. Das bekäme man deshalb also so sicher nicht durch.
Und einen Doppelhalt der Regionalzüge in Freising und am Flughafen sehe ich auf Grund des großen Potenzials als unproblematisch an. Zudem böte das Streckensystem ja auch den Vorteil, dass Freising dabei in Form von direkten Zügen über die S8-Strecke profitieren könnte und man so direkt mit Ismaning und Unterföhrung angeschlossen wäre. Da überwiegen für mich die Vorteile dann klar gegenüber den Nachteilen.
Aber in Düsseldorf hat man den Flughafen-Fernbahnhof in Randlage doch auch nur gebaut, weil da die Bahnstrecke verlief und man deshalb keine Extra-Schleife bauen und fahren muss. Auf München übertragen würde das Intertrains Vorschlag eines Halts in Freising entsprechen.
Ich frage mich auch warum man unbedingt einen People-Mover als separates Verkehrsmittel braucht. (Das erinnert mich stark an den Vorschlag eine Seilbahn zwischen K-Hbf und K-Deutz zu bauen.)
Warum nicht einfach die RE- und FV-Züge auf der Strecke München-Landshut in Neufahrn halten lassen und dann die S-Bahn nehmen? Auf der Strecke Neufahrn-Flughafen könnte man zusätzliche S-Bahnzüge im 5-min-Takt fahren lassen (zumindest wenn die höhenfreie Einfädelung am Flughafen und die Wendeanlage in Schwaigerloh fertig sind.) Das würde wesentlich weniger Bauten und Aufwand erfordern und wäre auch nicht unbequemer oder langsamer als der Umstieg in den People-Mover.
Sicherlich auch ein interessanter Vorschlag, wie man den Flughafen München an den SPNF/NV anschließen kpnnte. Wie schon Intertrian schreibt, hat man halt das Problem mit dem benötigten Umstieg am Flughafenbshnhof. Allerdings klnnte man auch einfach die Mini-U-Bahn vom Satelitenterminsl zum Temrinal 2 weiterführen üver Temrinal 1, Eingangsbereich, den besuchrrpsrk bis hin zum Flughafenbahnhof. Auf längerfristige Sicht sicherlich eine gute Idee. Noch dazu, dass man dadurch Freising nicht abhängt und auch für den Nord-Süd Korridor eine wendefriee Verbindung schafft, die auch für den Abzweig nach Ingolstadt sehr interessant wäre. Im Vergleich zu einem Nord-Süd Tunnel am Flugahfen sicherlich die sparsamere Variante. Auch gefföölt mir dei S8 nach Freising.
Vorrausetzung wäre halt der Ausbau der S8 Strecke und ds Südrings oder der S1 Trasse, wenn mman sn auch dnd Abzweig nach Ingolstadt realisieren würde.
Die Mini-U-Bahn bzw. das PTS zwischen T2 und dem Satelliten liegt hinter den Sicherheitskontrollen und wäre deshalb garnicht für den Transfer zu dem Fern- und Regionalbvahnhof geeignet, wo ja auch unkontrollierte Personen mitfahren würden.
Und wie gesagt wäre diese Lösung mit dem etwas entfernten Bahnhof für die Fluggäste sicher nicht das Optimum – aber ich denke mir halt, was man angesichts der Faktenlage realistisch als Kompromisslösung machen kann und nicht was man gerne machen würde.
Das Problem ist, dass Fluggäste normalerweise viel Gepäck haben, das sie nicht unbedingt in einen weiteren Zug schleppen wollen. Jeder kennt doch die Leute, die im Zug nichtmal ihren eigenen Koffer richtig tragen können. Diese werden sich ein anderes Verkehrsmittel suchen, bei dem sie nicht umsteigen müssen.
Das befürchte ich auch und würde sich nur durch einen Citycheckin in München lösen lassen.
Wäre aber kontraproduktiv, denn was macht man mit den Leuten, die aus der anderen Richtung, also z.B. aus Landshut kommen?
Ich bin in Düsseldorf schonmal am Fernbahnhof angekommen und dann mit dem Koffer in der H-Bahn zum Terminal gefahren. Das ging sehr gut, auch weil vergleichsweise wenig Sitzplätze und damit viel freier Stellplatz am Boden da ist. Wichtig wäre es dafür eben, dass an den Haltestellen der Weg von und zu den People Movern überall barrierefrei wäre.
Landshut ist echt schwierig wenn man nicht gerade kopfmachen will…
Allgemein wäre da eine vollständig barrierefreie Lösung natürlich gut. Die Frage ist halt wie man das dann mit den ICEs macht, die sind das ja nicht.
Eigentlich finde ich das mit den 96cm Bahnsteigen gar nicht soo schlecht. Was mich stört sind die Treppenstufen, sie man im ICE runter muss, um am Bahnsteig zu sein. Da ja die unterste Stufe elektrisch ist und sich außerhalb des Zuges befindet, würde sich durch das Weggelassen der ausfahrbaren Stufe der Spalt nur minimal verbreitert . Alles in allem finde ich aldo gerade an Flughäfen, wo man viel Gepäck hat es gar nicht so nachteilig ICEs auch an 96cm Bahnsteigen halten zu lassen. Das soll jetzt nicht heißen, dass jch bei einem neuen FB 96cm Bahnsteige einbauen würde. Aber als Übergsngslösung fände ich 96cm Bahnsteige nicht hinderlich.
Das verstehe ich nicht. Wo soll die Verbesserung sein, wenn man die Trittstufen nicht ausklappt? Selbst wenn diese ausgeklappt wären, müsste man da ja nicht draufsteigen oder wie meinst du das?
Abgesehen davon wäre der Spalt mit etwa 20-30 cm schon beträchtlich.
Da dadurch die Höhe zeischen Bahnsteig und Fußbodenhöheü nur noch max. 25 cm beträgt spart man sich die ausfahrbare Trittstufe (bzw. die Höhe). Es ist dich besser, wnen man gleich auf dme Bahnsteig ist und seinen Koffer auch problemlos die eine Stufe herunterheben muss, wie wenn man noch eine Stufe dazwischen hat. Grob gesagt spart man sich die unterste Stufe ->geringerer zu überwindender Höhenuntercshied. Den Spalt würde ich nicht über 20cm beziffern. Der Abstand zwischen Bahnsteig und Zug ist ca. 9-10cm. Der Betrag des Abstandes zwischen Stufe und Zugäußerem leigt bei ca. 8 cm. Macht zusmammen 17-18cm. Persönlich finde ich es einfacher einen solchen Breitenunterschied überwinden zu müssen, als 40 cm Höhenunterscheid mit 2 Koffern in einer nicht mal 60cm breiten Tür zu überwinden.
Klar kann man die Trittstufeb noch ausklappen. Ist halt die Frage, ob die da noch hinpassen. Die wären dann ja unter der Bahnsteighöhe. Benutzen glaube ich kann man die dann nicht mehr :).
Ich war auch schon in Düsseldorf. Ich fande die Situation mit den Stationen Düsseldorf-Flughafen und Düsseldorf-Flughafen(Terminal) etwas unübersichtlich und hatte auch nicht das Gefühl, dass das jeder versteht. Außerdem muss man da seine Koffer ziemlich viele Treppen hoch und runeter schleppen. Man kann auch keinen Aufzug bauen, in den ein halber ICE reinpasst.
Du hast hier eine Lösung, die sicherlich ein paar Leute nutzen würden, aber die Politik dazu veranlasst 50 Jahre nichts zu tun, um die Situation für alle nutzbar zu machen.