4 Kommentare zu “Braunschweig: Neubaustrecke Hbf – Europaplatz

  1. Einen Bahnhof dichter an die Innenstadt zu bauen ist natürlich eigentlich immer gut. Hat der Bahnhof ein paar zu viele Probleme?

    – Der Bahnhof liegt dichter an der Innenstadt als der Hauptbahnhof, aber nicht in der Innenstadt selber. Und am Europaplatz müsste in eine Straßenbahn umgestiegen werden, um ins genaue Zentrum (Rathaus) zu fahren. Die gewonnene Zeit ist für mich auf manchen Relationen eine deutliche Verbesserung, auf anderen nur eine kleine.

    – Warum nur ein Gleis/Bahnsteig? Wenn schon gebaut wird, dann muss für die nächsten 50 Jahre gebaut werden. Du selber willst vier Züge die Stunde fahren, das kann gar nicht funktionieren mit einem guten Puffer an Wendezeit für die bekannten DB-Probleme.

    – Wenn man schon bei der Wendezeit ist, brauchen die RB-Linien zusätzliche Bahnen für einen stabilen Betrieb, oder wird in Braunschweig genügend gewartet? Beim RB 40 (an: 41 ab: 16/35 min) sind es genügend, aber beim RB 47 (an: 54 ab: 03/9 min) ist es nicht genügend. Es würden also neue Züge benötigt.

    Insgesamt sind das zu viele Hindernisse für max. 14 min Zeitersparnis, welche die Kosten in meinen Augen zu hoch sind, verglichen mit dem geringen Nutzen des Neubaus.

  2. Von beiden Standorten aus sind es mit der Straßenbahn 4 Haltestellen zum Rathaus. Ja, der Fußweg ist von deinem neuen Standort etwas kürzer als vom Hbf. Aber dafür ist der Aufwand nicht gerechtfertigt, denke ich.

    1. Das stimmt, mein Gedanke war eher, dass der Bahnhof die westliche (und, sollte die westliche Innenstadtstrecke der Straßenbahn gebaut werden, auch die nördliche) Innenstadt und das westliche Ringgebiet schneller erschließen würde. Außerdem befinden sich in Gehweite des neuen Bahnhofs viele Büros.

  3. Wäre es baulich eine einfache Reaktivierung auf brachliegendem Gelände, würde ich sagen: Gut, machen wir! Aber nach aktuellem Stand muss sich die Trasse neben die Straße auf oder entlang von Gewerbegrundstücken quetschen, die alle ihre Zufahrt über das neue Bahngleis hätten. Hinzu kommen einige Kreuzungen mit öffentlichen Straßen, was das ganze kompliziert werden lässt (Überführungen: teuer; Bahnübergänge: grundsätzlich verboten).

    Einfacher wäre daher vermutlich eine Trassierung am östlichen Rand der Theodor-Heuss-Straße. Diese hat ja eine sehr großzügige Gestaltung, die man etwas komprimieren könnte, sodass man nicht so viel der Parkflächen in Anspruch nehmen müsste. Das mit dem Radius am südlichen Ende der Stichstrecke wird dann natürlich etwas enger, aber dürfte noch passen. Im Bereich der Volkswagenhalle hätte man auf jeden Fall noch Platz für Einrichtung der Haltestellenanlagen.

Einen Kommentar zu diesem Beitrag verfassen

E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren. Du kannst Benachrichtigungen auch aktivieren, ohne einen Kommentar zu verfassen. Klicke auf den Link und du erhältst eine E-Mail, um das Abonnement zu bestätigen: Abo ohne Kommentar.