17 Kommentare zu “NBS: Stuttgart-Zürich 3.0

  1. Diese Strecke finde ich zwar schon mal grundsätzlich sinnvoller als den Abschnitt Würzburg – Stuttgart, da mit Stuttgart eine Metropolregion als Zwischenstation mitgenommen wird, und nicht nur kleinere Großstädte wie Würzburg und Heilbronn, dennoch finde ich die Parallelität insgesamt zu hoch und es profitieren nur relativ wenige Relationen. Ich könnte mir eher vorstellen an die bestehende Bahnstrecken über Ulm und Ravensburg eine SFS nach Zürich anzuschließen, sodass auch München – Zürich profitiert. Da stellt sich halt nur immer die Frage, wie man den Bodensee umgeht bzw. quert. Ist ja gerade ein Vorschlag in der Richtung in Arbeit. Insgesamt wäre das natürlich ein Umweg, aber je höher die Geschwindigkeit ist, desto weniger spielt ein Umweg ja eine zeitlich eine Rolle.

    1. Das Problem an der ganzen Geschichte ist halt tatsächlich der Bodensee, Entweder muss man Drum herum, oder mittels schwimmender Brücke / schwimmenden Tunnel drüber bzw. drunter durch. Egal wie man das ganze dreht, das wird Teuer und zwar sau Teuer. Eine Beschleunigung der Relation Ulm-Friedrichshafen finde ich auch Sinnvoll, allerdings als separates Vorhaben, da ich von dort letztlich wider in Richtung Singen fahren muss, was im Prinzip der Strecke von Stuttgart nach Ulm entspricht. Die direkte Lösung wie hier ist deutlich kürzer, folglich günstiger und München-Zürich wird auch auf 2:30 beschleunigt. Alles andere würde ich eher über Lindau und Bregenz beschleunigen, da diese Städte das durchaus auch ganz gut vertragen könnten. Man stelle sich Vor: Bregenz-Salzburg über München schneller als direkt durch Österreich

  2. Ich bin generell kein Fan von Schnellstrecken wenn sie nicht punktuell und wirklich notwendig sind. Ich sehe es auch nicht notwendig eine Schnellfahrstrecke bis nach Winterthur von Stuttgart für ein paar ICE zu bauen, da ist die Strecke ziemlich unausgelastet. Außerdem gibt es überhaupt keine Verbindung zum bestehenden Netz, das sehe ich auch sehr kritisch. Du lässt ziemlich viele Ortschaften aus und es müsste schon ein sehr hohes Fahrgastpotential für die Relation Winterthur-Stuttgart geben um sowas zu rechtfertigen. Außerdem musst du schauen das auch Güterzüge die Strecke befahren können.

    Schnellfahrstrecken lassen immer viele Orte aus und führen daher oft zu Verschlechterungen in der Fläche (Nach Fertigstellung der SFS Rhein-Main-Köln wurden Koblenz und Mainz im Fernverkehr viel weniger angefahren, gleiches gilt etwa für Jena in Thüringen oder Bad Hersfeld oder Naumburg an der Saale in Thüringen.).

    Daraus folgt bei einer SFS muss ein sehr hohes Potential einer Punkt zu Punkt Verbindung vorliegen im Güter sowie Personenverkehr. Bei Autobahnen den „Vorbildern“ der SFS gibt es immerhin noch Abfahrten. Gerade der Zugverkehr lebt aber von seiner Erschließung der Fläche durch Haltepunkte.

    Es mag sinnvoll sein die Strecke zu beschleunigen hier und da ein paar Weichen zu bauen und den Taktfahrplan so zu erstellen, das sich die Züge nicht in die Quere kommen und an Bedarfsstellen ein drittes oder viertes Gleis. Eventuell auch kleine Neubaustrecken aber immer so das die wichtigsten Orte angefahren werden und Verknüfungen zu anderen Bahnstrecken entstehen.

    1. Naja die Strecke endet ja nur deswegen in Winterthur weil ja da dann der Brüttenertunnel anschliesst. Steht ja genauso in der Beschreibung. Und Abzweige zum Bestandsnetz bestehen ja auch genauso, das ist halt nur in der mymaps-Karte eingetragen (auf welche gross zu Beginn der Beschreibung hingewiesen wird).
      GV-Tauglichkeit ist keine Mindestanforderung für eine HGV-Trasse (siehe Japan, Frankreich, SFS KRM etc.).

      Allgemein zum Vorschlag:
      Wenn das so kommt wird ziemlich sicher kaum noch jemand mit dem eigenen KFZ von Stuttgart nach Zürich fahren, einfach weil es deutlich schneller geht. Auch die Verbindungskurven werden sicherlich die Akzeptanz in der Bevölkerung erhöhen und das KNV erhöhen. Trotzdem ist es natürlich fraglich ob das so wie es ist wirtschaftlich ist. Zu hoffen wäre es, damit würde man bei passendem Betriebsprogramm auf jeden Fall richtig viel erreichen. Für Stuttgart-Zürich wäre das jedenfalls wohl wirklich der Befreiungsschlag den es bräuchte – trotz gut ausbaubarer Strecken z.B. nach Friedrichshafen. Und wenn man die Strecke zwischen Augsburg und Ulm auch nochmals gescheit ausbaut könnte das sogar für eine Verbindung München-Zürich interessant werden.

    2. Ich will mich jetzt nicht zur Strecke äußern aber ohne SFS können wir eine Verkehrswende vergessen. Vor K-R/M SFS fuhr man mindestens eine Stunde länger aus dem Ruhrgebiet nach Frankfurt und die Menschen werden nur bereit sein das Auto stehen zu lassen wenn der Zug pünktlich und schnell ist denn das Auto ist einfach so unglaublich flexibel und bequem.

  3. Wäre es nicht angezeigt, bei so einem Projekt, das egal mit welcher Streckenführung überwiegend aus Brücken, Tunnels, Einschnitten oder Dämmen besteht, Tübingen direkt mit einzubinden, daß dieser elende Umweg zwischen Tübingen und Stuttgart endlich beseitigt wird.

    1. Hallo Flauschi,

      Ich habe lange überlegt wie ich das ganze Optimal löse, da auch ich der Meinung bin, dass Züge nach Tübingen und Reutlingen zu viel Zeit benötigen. Dennoch hatte ich mich letztendlich für diese Streckenführung entschieden, da ich somit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann. Zum einen muss sowieso ein Tunnel zur Gäubahn her, da diese sonst in S-Vaihingen enden würde und zum anderen braucht es zumindest bis Herrenberg auf lange Sicht einen Viergleisigen Ausbau der Bestandsstrecke. Folglich sind diese Projekte innerhalb der Schnellfahrstrecke direkt mit abgedeckt und fließen positiv in die Berechnung der Wirtschaftlichkeit dieser Strecke mit ein. Grundsätzlich besteht hier auch die Möglichkeit vom Fernbahnhof Eutingen im Gäu in Richtung Tübingen abzuzweigen und dann dort an die Bestandsstrecke anzuschließen, sowie mittels einer Neubaustrecke die Fahrzeit nach Stuttgart drastisch zu reduzieren. Topografisch passt das alles. Von Tübingen nach Stuttgart kannst du dir die Vorschläge in der Beschreibung anschauen, da findest du welche die sich mit der Streckenführung beschäftigen.

  4. Erstens; wieder mal eine phantastische Ausarbeitung. Ich freu mich immer wenn ich deine Ideen sehe.

    Aber ich muss zugeben eine SFS Stuttgart Zürich sollte fürs erste keine Priorität kriegen; da kenne ich deutlich mehr innerdeutsche Trassen die deutlich wichtiger wären und wo mehr Menschen profitieren würden.

    1. In Stuttgart fände ich eine Einbindung in den Ergänzungsbahnhof (der hoffentlich gebaut wird) sinnvoller als in den Tiefbahnhof. Also an der Linienführung über Böblingen habe ich nicht grundsätzlich etwas auszusetzen und die Anbindung für die kleineren Städte an der Strecke gefällt mir. Nur zum IRE Stuttgart-Zürich hätte ich noch eine Frage. Wie lange braucht der nämlich für die Strecke? Ist der überhaupt schneller als die heutigen ICs?

      1. Hallo Gsiberger99,

        Eine Einbindung der Schnellfahrstrecke direkt in einen Ergänzungsbahnhof, der wie du bereits erwähnt hast hoffentlich sehr bald in angriff genommen wird, über die Panoramastrecke der Gäubahn, die sowieso als Umfahrung im Störungsfall beibehalten werden soll (zumindest nach meiner Meinung), wäre auf jeden Fall möglich. Da die Fernverkehrszüge aber durchfahren sollen, wäre es unklug diese über die Langsamere Strecke zu schicken und im Hbf Kopf machen zu lassen. Ich mein, um das nicht mehr machen zu müssen wurde ja S21 überhaupt so geplant.

        Die RE’s nach Singen werden um 15 Minuten beschleunigt,
        Die IRE’s nach Freudenstadt und Nagold um ja 20-25 Minuten
        Die IC’s nach Singen über Rottweil, Villingen und Donaueschingen in dem Fall wohl der IRE, werden um bis zu 46 Minuten beschleunigt. Aktuell variiert die Fahrzeit je nach Verbindung.
        Ein ICE nach Singen könnte die Fahrzeit sogar um 1:24h auf 45 Minuten Verkürzen.
        Folglich: Alles wird schneller.

  5. Eine Verbindung von Stuttgart nach Zürich halte ich für eine gute Idee, aber sie sollte auch den Flughafen mitbedienen können und auch die Großstadt Reutlingen, die vom Fernverkehr allzu sehr gemieden wird. Außerdem solte eine solche Linie auch dem RE-Verkehr aus Bereichen dienlich sein, die bisher eher schlecht an Stuttgart angebunden sind, wie etwa Hechingen, Balingen und Tuttlingen. Eine entsprechende Hochgeschwindigkeitsstrecke von Stuttgart nach Zürich hatte ich bereits vorgeschlagen. 😉
    Mit meiner Strecke schaffe ich übrigens Stuttgart – Zürich in 1:30 mit zwei Zwischenstopps und 250 km/h.

    1. Hallo Ulrich Conrad,

      Dein Vorschlag muss mir irgendwie durch die Lappen gegangen sein, ich habe Ihn jetzt oben in der Beschreibung ebenfalls verlinkt.

      Die Ecke Reutlingen, Tübingen ist tatsächlich ein kleines Sorgenkind. Alles was dort hin fährt braucht ewig und Fernverkehr verirrt sich schonmal garnicht dorthin. Dem entsprechend hatte auch ich mit einer Streckenführung über Tübingen respektive Reutlingen geliebäugelt, mich jedoch zu Gunsten einer Führung über Böblingen entschieden, da sich diese mit den Plänen eines Flughafentunnels sowie dem irgendwann dringend erforderlichen Viergleisigen Ausbau bis Herrenberg zusammen legen lässt. Deine Streckenvariante gefällt mir sehr gut, Du bindest südlich von Reutlingen Hechingen, Balingen, Tuttlingen, ich südlich von Böblingen Rottweil, Villingen und Donaueschingen indirekt an.

      Was mir jetzt so in den Sinn gekommen wäre, wäre eine Verknüpfung beider Ideen. Wenn wir deine Streckenführung wie geplant bis Balingen nehmen, ab Reutlingen mit 300 Kmh planen (Die von dir gewählten Kurvenradien geben das vielerorts her) und dann mit einer Geraden Richtung Autobahn bei Rottweil an meine Variante anknüpfen und diese dann in Richtung Zürich wählen, beschleunigt man alles. Lediglich das Thema Gäubahn bis Herrenberg hätte man dann noch immer nicht abgehakt, aber das wäre ja auch noch machbar. Direktzüge sollten dann in knapp einer Stunde immer noch drin sein.

  6. Was spricht gegen eine Verbindungskurve bei Herrenberg um endlich Tübingen mal besser an den Bahnverkehr anzuschließen? Klar werden die ICEs dort nicht halten, aber vielleicht lässt sich ja eine IC- oder RE-Verbindung einrichten, die u.a. Stuttgart besser mit Tübingen verbindet.

    1. Tübingen und Stuttgart, das ewig leidige Problem. Ich habe schon mal einen Vorschlag eingebracht. Direkt entlang der Bundesstraße durch den Schönbuch. Dieses läpppische Mittelgebirge kann doch kein Grund dafür sein, daß täglich Hunderte einen Riesenumweg fahren müssen

  7. Ihr Vorschlag gefällt mir sehr gut und ich hoffe, dass er eines Tages umgesetzt wird. Eigentlich würde eine Linie Stuttgart-Zürich in weniger als 60 Minuten meine Vorstellung von einem NBS SFS (≥350Km/h) von Lille-Luxemburg-Stuttgart sehr gut ergänzen und Züge von Zürich nach London St. Pancras in weniger als 4 Stunden ermöglichen, das wäre ein riesiger Erfolg!!

    https://www.railforums.co.uk/threads/new-high-speed-rail-320-400-km-h-proposal-between-lille-europe-luxembourg-and-bruchsal-germany.248867/

  8. Interessant. Speziell auch die dadufch international möglichen Relationen wie Stuttgart Mailand oder Genua. Allerdings überzeugt mich der Abschnitt bei Stuttgart nicht. Hier wäre es wirtschaftlicher an den geplanten Gäubahntunnel via Flughafen anzuschliessen. Alles andere wird unrealistidch und zu teuer. Auf Schweizer Seite würde ggf eine Linienfphrung via Schaffhausen und Zürich Flughafen auch Sinn machen. LG

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