Beschreibung des Vorschlags
Angeregt durch den Vorschlag von Korbi zum Panzerwiesen-Express und aufbauend auf der bereits geplanten Verlängerung der Linie 23 durch das Entwicklungsgebiet der ehemaligen Bayernkaserne würde ich eine weitere Verlängerung der 23 zur direkten Anbindung der Großsiedlung Freimanner Heide bis zur U-Bahn-Station Fröttmaning (anstatt wie von offizieller Seite geplant bis zur U-Bahn „Am Hart“) vorschlagen. Sowohl die bestehende U6 (Station Kieferngarten als auch die geplante Straßenbahnlinie 24 über die Heidemannstraße erschließen das Gebiet nur peripher. Da die beiden umschließenden Ringstraßen Werner-Egk-Bogen und Carl-Orff-Bogen für eine zweigleisige Trasse zu schmal sind, würde ich an dieser Stelle eine jeweils eingleisige Führung im Uhrzeigersinn vorschlagen. Zudem würde die die Straßenbahn die momentan verkehrenden Buslinien 140 und 170 ersetzen.
Die Trassenführung südlich der Heidemannstraße bis zur momentanen Endhaltestelle der Linie 23 am Frankfurter Ring in Schwabing-Nord habe ich nicht eingezeichnet, da diese bereits von offizieller Seite geplant ist.

Wer also am Werner-Egk-Bogen wohnt und in die Innenstadt will, müsste dann erst in die Gegenrichtung nach Fröttmanning fahren, dann dort durch die Wendeschleife und dann wieder in die andere Richtung zurück, was die Fahrzeit sehr deutlich verlängern würde.
[…]
Gekürzt
~Intertrain
Das stimmt zwar. Ich denke aber mal, dass der Fußweg zur nächsten Haltestelle auf der Heidemannstraße noch länger dauert. Zusätzlich würden die Anwohner des nördlichen Teils der Grusonsiedlung von der Bahn profitieren, dort ist momentan noch nicht mal eine Bushaltestelle.
Außerdem ist die Straßenbahn ja auch nicht in erster Linie für die komplette Fahrt in die Innenstadt gedacht. Dorthin geht es mit der U-Bahn ja viel schneller.
Ein weiterer Nachteil deines Vorschlags als Alternative zur Verlängerung der Tram 23 und den Bau der neuen Tram 24, so wie es offiziell geplant ist, ist, dass es mit deinem Vorschlag auch weiterhin keine Querverbindung dort zwischen U6 und U2 geben würde.
Du fixierst dich bei deinem Vorschlag nur auf Nordsüd aber lässt Westost völlig außer acht. Aber genau diese Kombination aus beiden möchte man ja mit dem Stern aus Tram 23 und Tram 24 schaffen, wo man das gesamte Gebiet in drei Richtungen neu erschießen würde, was für die Bürger dort deutlich mehr bringt als nur eine weitere Nordsüdroute – dann halt nur per Tram.
Das entspricht nicht der Wahrheit. Das Konzept zur Verlängerung der Linie 23 beinhaltet auch eine Linie 24 – zwischen den (H) „Am Hart“ (U2) und „Kieferngarten“ (U6) – zusätzlich zur Linie 23. Die Linie 23 soll bloß ab Erreichen der Heidemannstraße zusätzlich zur 24 den Ostast Richtung „Kieferngarten“ übernehmen.
Ich hätte aber auch noch eine Alternative. Man könnte auf den letzten Streckenabschnitt bis „Fröttmaning“ verzichten und fährt dann nur den Ring um die Siedlung im Uhrzeigersinn. Das wäre aber meiner Meinung nach immer noch viel besser als das Konzept der Stadt München, weil so mehr Menschen mit der Straßenbahn erreicht würden.
In den „FAQ“ in dem Link zur Straßenbahn ist übrigens beschrieben, dass eine Verlängerung bis „Fröttmaning“ zwar geprüft, aber verworfen wurde. Ich wette, man hat aber nur die Führung ab „Kieferngarten“ direkt parallel zur U6 untersucht – was in der Tat unnötig wäre – und nicht die Anbindung der Siedlung „Freimanner Heide“.
Nein. Nach neuster Planung soll nur die 24 bis Kieferngarten fahren. Die 23 soll ab der Heidemannstraße Richtung Westen bis Am Hart fahren. Die Fahrgastprognosen für den Westabschnitt sind deutlich besser, so dass man dort einen 5-min-Takt aus Überlagerung von 23 und 24 gut gebrauchen kann.
Danke, das wollte ich auch schon schreiben. Und genau diese neue Planung, also die Tram 23 nicht zum Kieferngarten sondern nach Am Harte zu lassen plus sie mit der Tram 24 zwischen diesen beiden zu überlagern, macht auch deutlich mehr Sinn.
Offenbar hat joerg dieses Neuerung noch nicht mitbekommen – obwohl sie im „Panzerwiesen-Express“-Vorschlag verlinkt wurde, auf die er oben in der Beschreibung hinweist.
Die Linie 23 war ja in erster Linie zur Anbindung des Neubaugebiets „Bayernkaserne“ gedacht. Ob den Anwohnern damit geholfen ist, wenn man sie auf dem Weg zur U-Bahn erst einmal auf Sightseeing-Tour durch den halben Münchener Norden schickt, darf bezweifelt werden. Das Konzept schreit ja gerade danach, zusätzlich zur Straßenbahn hinterher noch eine mehrere hundert Millionen teure U-Bahn zu bauen, nur um den Zeitverlust in Grenzen zu halten.