Beschreibung des Vorschlags
Da die Straßenbahn-Westtangente in München vermutlich erst nach der Querung durch den englischen Garten realisiert werden wird (also nie) und man in München der U-Bahn gegenüber affiner ist als bspw. in Berlin, schlage ich diese Verlängerung vor.
Ausgehend von der Aufstellanlage Westendstraße schwenkt die Strecke der U4 zunächst nördlich zu einer neuen Station an der Agnes Bernauer Straße (Übergang zur Tram) um dann südlich weiterzuführen auf die Fürstenrieder Straße und am Laimer Platz die U5 im 90 Grad Winkel zu unterfahren. Die Strecke folgt dann der Fürstenrieder Straße via Kärntner Platz (Übergang Tram) bis zum U Bahnhof Holzapfelkreuth (Übergang zur U6). Denkbar wäre später eine Verlängerung bis zum Bahnhof Forstenrieder Allee (Übergang U3).

Es gibt eine so schöne, weit fortgeschrittene Planung für eine Straßenbahn vom Romanplatz zum Ratzingerplatz, die also weit mehr erreichen würde, als diese U-Bahn. Warum willst du eine so sinnvolle Strecke durch das Einbringen eines solchen U-Bahnvorschlags verhindern?
Mit dem Einbringen solcher Alternativen zu weit fortgeschrittenen Planungen erreicht man nur, dass gute Projekte blockiert werden, weil scheinbar neuer Diskussionesbedarf entsteht. Die Folge ist dann immr: Es wird nichts gebaut! 🙁
>und man in München der U-Bahn gegenüber affiner ist als bspw. in Berlin
Das mag vielleicht sein, mit Ausnahme der üblichen Verdächtigen (NIMBYs, weil „Parkplätze“ oder „Lärm“ und CSU, weil „muh Autos“) gibt es in München aber eine durchaus breite Zustimmung pro Tram und Fortbestand samt Ausbau steht außer Frage.
Diese U-Bahn-Verlängerung ist nicht nur um ein Vielfaches teurer als die geplante Tram-Westtangente, sie bietet auch weniger verkehrliche Vorteile. Weder der Romanplatz, noch der S-Bahn-Knoten Laim (wo auch die Expresslinien auf Stamm 2 halten werden) oder der Busknoten U Aidenbachstraße werden erreicht. Eine Möglichkeit zum Wiederaufbau des Waldfriedhof-Astes zum Lorettoplatz oder einer neuen Südwesttangente Harras – Gräfelfing besteht nicht. Der Metrobus 51 Romanplatz – Aidenbachstraße kann nicht ersetzt werden und muss weiterhin bestehen.
Und das Zeitargument lasse ich nicht gelten, da auch bei der U-Bahn mit der U5-West nach Pasing, U4-Ost nach Johanneskirchen und der U9-Spange als vierte Cityquerung einige deutlich wichtigere Projekte anstehen. Außerdem: weder am Laimer Platz, noch in Holzapfelkreuth ist eine Nord-Süd-Kreuzung planerisch berücksichtigt, von Bauvorleistungen ganz zu schweigen.
Währe es nicht praktischer wenn die Strecke weiter in das schlecht angebundene Solln verläuft?