6 Kommentare zu “München: U5-Verlängerung nach Pasing – Noch eine Alternative

  1. Von den vorgeschlagenen Ideen einer U5-Verlängerung nach Pasing, gefällt mir diese am besten. Bemängeln möchte ich aber den zu großen Stationsabstand zwischen Laimer Platz und Mitterfeldstraße. Um nicht ein ganzes Wohngebiet vom ÖPNV abzukoppeln, wäre eine weitere Station an der Stroblstraße erforderlich. Es enstünde ein Stationsabstand von etwa 700 m, was durchaus üblich ist.

    Die Verzweigungsstation an der Planegger Straße müsste auch anders aussehen. Die zusammenlaufenden Gleise müssten zunächst an beiden Seiten eines gemeinsamen Bahnsteigs liegen. Die Verzweigung der stadtauswärtsführenden Linien könnte hinter dem Bahnhof erfolgen, um mit drei Gleisen auszukommen. Das heißt: Die Bahnsteige wären richtig angeordnet, aber beide Gleise müssten eine Position weiter östlich liegen.

    Gar nicht schlecht, dieser Vorschlag, wenn man davon absieht, dass ich eine U-Bahn zum Bahnhof Pasing, angesichts des Angebots von S-Bahn und Tram für völlig unsinnig halte.

    1. Pasing mag redundant wirken, durch Stammstrecke und Tram – stimmt. Deswegen verstehe ich auch die MVG nicht, die eine verlängerte U5 über Willibaldplatz und Am Knie bauen will, also in direkter Konkurrenz zur Tram.

      Warun man aber die U-Bahn verlängern will: Entlastung der Stammstrecke (mehr Fahrgäste, die schon in Pasing aus der S-Bahn aussteigen), Stärkung des Sekundärzentrums Pasing (Pasing wurder erst in den 1930ern eingemeindet, und hat noch heute ein klar erkennbares eigenes Zentrum) als wichtiger Bezugspunkt für den Münchner Westen, und eine Vorrbereitung für weite Verlängerungen. Will man nach Freiham, oder zum Schloss Blutenburg (Autofahrer auf der A8 mit P+R abfangen), so muss man eigentlich über Pasing fahren.

    2. Ich habe jetzt eine weitere Station ,,Stroblstraße“ eingefügt, die wegen der hohen Bevölkerungsdichte Laims tatsächlich gerechtfertigt wäre. Die Gleislage an der Planegger Straße habe ich ebenfalls geändert. Den Sinn hinter dieser U-Bahnverlängerung hat zeruplal ja schon erläutert. 🙂

  2. Hallo Bentli!

    Deine Alternative finde ich sehr interessant. Die Vermeidung der Tram ist gut, und erschließt tatsächlich neu. Der lange oberirdische Teil macht auch Sinn.

    Zwischen Mittelfeldstraße und Planegger Straße finde aber auch ich zu lang, den Umweg kann man aber auch teils vermeiden.

    Alternativvorschlag:

    Westlich Mittelfeldstraße übers Feld nach Nordwesten; nächste Station Benedikterstraße/Silberdistelstraße. Dann unter der Josef-Retzer-Straße weiter. Nächster Bahnhof auf Höhe Schererplatz/Klostergarten. Hier könnte auch die Linie nach Freiham ausfädeln.

    Dann direkt zum Pasinger Bahnhof, allerdings möchte ich einen Bahnhof unter den Ferngleisen, und nicht unter dem Vorplatz vorschlagen. Damit hat auch der Pasinger Norden mehr davon.

    ——-

    Danke fürs Berücksichtigen der Linie zum Westkreuz, ich würde es mir bei deinem Vorschlag aber sparen. Der Pasinger Süden ist längst nicht das wichtige Ziel, als die Pasinger Innenstadt oder der Bahnhof. Die meisten Freihamer und Neuaubinger würden wohl in Westkreuz in die S-Bahn umsteigen.

    1. Hallo zeruplal,

      Ich habe den Endpunkt in Pasing nun etwas nach Norden geschoben. Mein Grund für eine Streckenführung über Planegger Straße waren erstens die guten Umsteigemöglichkeiten zu gleich drei Buslinien, zum anderen die generell zentrale Lage an einer wichtigeren Kreuzung mit ein paar Geschäften. Auch die Anschlussstelle ,,Gräfeling“ an der A96, sowie die Hochschule München wären nicht weit. Eine Station an der Silberdistelstraße würde in einem bloßen Wohngebiet mit hauptsächlich Einfamilien- und Reihenhäusern liegen und abgesehen vom nahegelegen Max-Planck Gymnasium keine interresanten Objekte anschließen. Man könnte hier auch nur zur Linie 57 umsteigen. Eine Station am Shererplatz würde dann schon wieder sehr nah zur Haltestelle ,,Rathaus Pasing“ der SL19 liegen. Außerdem wäre sie recht nah zum Endbahnhof Pasing.

    2. Gegenüber deiner Alternative erscheint mir die Variante von Bentli günstiger, die sie einen größeren Abstand zur Straßenbahn einhält und damit auch deren weitere Existenz sicherstellt. Außerdem ist zu erwarten, dass irgendwann auch das Gebiet um die Blumenauer Straße bebaut wird, sodass dort dann gleich ein guter U-Bahnanschluss vorhanden wäre. Eine Station östlich der Blumenauer Straße, wo noch freies Feld ist, sollte daher berücksichtigt werden, auch wenn ihre Fertigstellung zurückgestellt werden könnte, bis hier Bebauung entsteht. (Wenn da erst U-Bahn fährt, dürfte das nicht mehr lange dauern.)

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