Beschreibung des Vorschlags
Es ist bereits seit längerem geplant, die U5 der Münchener Ubahn bis nach Pasing zu verlängern. Der offizielle Plan sieht jedoch eine Streckenführung über ,,am Knie“ vor, welche jedoch fast die gleiche Strecke wie die SL19 hätte und dadurch keine neuen Gebiete erschließen würde. Deswegen hier eine Alternative von mir, mit welcher der Süden Pasings sowie die nahegelegenen Nachbargebiete besser angeschlossen wären. Alternativvorschläge für diese Strecke gibt es jedoch auch hier und hier.
Mein Vorschlag verläuft zunächst genau wie die offiziellen Planungen unter der Gotthardstraße. Allerdings verlässt meine Strecke hinter der Kreuzung mit der Willibaldstraße den Tunnel. Hier liegt auch die im ,,Stuttgarter Stil“ errichtete, also nach oben offene Station ,,Willibaldstraße“. Die Strecke führt nun ca. 1,5 Km oberirdisch, bevor sie wieder in eine zweigleisige, bergmännisch gegrabene Tunnelröhre eintaucht. Nach einer langen Rechtskurve wird der Bahnhof ,,Planegger Straße“ erreicht. Hier kann man gut zu den Buslinien umsteigen. Um die Möglichkeit eines Abzweigs in Richtung Westkreuz freizuhalten,wie zeruplal ihn im oben verlingten Vorschlag gezeigt hat, wird der Bahnhof dreigleisig ausgeführt, als Bauvorleistung für einen späteren Abzweig dorthin. Der Tunnel führt nun in einer weiteren zweigleisigen Röhre bis zum Pasinger Bahnhof. Dahinter befindet sich noch eine Kehranlage mit vier Gleisen.
Vorteile:
- Der Pasinger Süden, sowie die umliegenden Gemeinden werden besser an den SPNV angeschlossen
- Mögliche Kostensenkung durch teilweise oberirdische Streckenführung, sowie Troglage des Bahnhofes ,,Willibaldstraße“
- Keine Überlappung mit der Straßenbahn
Nachteile:
- Die Strecke ist ca. 1 Kilometer länger als die offiziel geplante, was eine Verlängerung der Reisezeit um ca. 2 Minuten bedeutet (bzw.
Edit:Ich habe nun, wie es Ulrich Conrad vorgeschlagen hat, noch eine weitere Station ,,Stroblstraße“ zwischen ,,Willibaldstraße“ und ,,Laimer Platz“ eingefügt. Da der Stadtbezirk Laim mit rund 10.000 Einw./km² zu den dichter bevölkerten Teilen Münchens gehört, macht es durchaus Sinn, die Stationsabstände hier etwas kleiner zu halten, auch wenn sich die Reisezeit dadurch um ca. eine weitere Minute erhöht.

Von den vorgeschlagenen Ideen einer U5-Verlängerung nach Pasing, gefällt mir diese am besten. Bemängeln möchte ich aber den zu großen Stationsabstand zwischen Laimer Platz und Mitterfeldstraße. Um nicht ein ganzes Wohngebiet vom ÖPNV abzukoppeln, wäre eine weitere Station an der Stroblstraße erforderlich. Es enstünde ein Stationsabstand von etwa 700 m, was durchaus üblich ist.
Die Verzweigungsstation an der Planegger Straße müsste auch anders aussehen. Die zusammenlaufenden Gleise müssten zunächst an beiden Seiten eines gemeinsamen Bahnsteigs liegen. Die Verzweigung der stadtauswärtsführenden Linien könnte hinter dem Bahnhof erfolgen, um mit drei Gleisen auszukommen. Das heißt: Die Bahnsteige wären richtig angeordnet, aber beide Gleise müssten eine Position weiter östlich liegen.
Gar nicht schlecht, dieser Vorschlag, wenn man davon absieht, dass ich eine U-Bahn zum Bahnhof Pasing, angesichts des Angebots von S-Bahn und Tram für völlig unsinnig halte.
Pasing mag redundant wirken, durch Stammstrecke und Tram – stimmt. Deswegen verstehe ich auch die MVG nicht, die eine verlängerte U5 über Willibaldplatz und Am Knie bauen will, also in direkter Konkurrenz zur Tram.
Warun man aber die U-Bahn verlängern will: Entlastung der Stammstrecke (mehr Fahrgäste, die schon in Pasing aus der S-Bahn aussteigen), Stärkung des Sekundärzentrums Pasing (Pasing wurder erst in den 1930ern eingemeindet, und hat noch heute ein klar erkennbares eigenes Zentrum) als wichtiger Bezugspunkt für den Münchner Westen, und eine Vorrbereitung für weite Verlängerungen. Will man nach Freiham, oder zum Schloss Blutenburg (Autofahrer auf der A8 mit P+R abfangen), so muss man eigentlich über Pasing fahren.
Ich habe jetzt eine weitere Station ,,Stroblstraße“ eingefügt, die wegen der hohen Bevölkerungsdichte Laims tatsächlich gerechtfertigt wäre. Die Gleislage an der Planegger Straße habe ich ebenfalls geändert. Den Sinn hinter dieser U-Bahnverlängerung hat zeruplal ja schon erläutert. 🙂
Hallo Bentli!
Deine Alternative finde ich sehr interessant. Die Vermeidung der Tram ist gut, und erschließt tatsächlich neu. Der lange oberirdische Teil macht auch Sinn.
Zwischen Mittelfeldstraße und Planegger Straße finde aber auch ich zu lang, den Umweg kann man aber auch teils vermeiden.
Alternativvorschlag:
Westlich Mittelfeldstraße übers Feld nach Nordwesten; nächste Station Benedikterstraße/Silberdistelstraße. Dann unter der Josef-Retzer-Straße weiter. Nächster Bahnhof auf Höhe Schererplatz/Klostergarten. Hier könnte auch die Linie nach Freiham ausfädeln.
Dann direkt zum Pasinger Bahnhof, allerdings möchte ich einen Bahnhof unter den Ferngleisen, und nicht unter dem Vorplatz vorschlagen. Damit hat auch der Pasinger Norden mehr davon.
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Danke fürs Berücksichtigen der Linie zum Westkreuz, ich würde es mir bei deinem Vorschlag aber sparen. Der Pasinger Süden ist längst nicht das wichtige Ziel, als die Pasinger Innenstadt oder der Bahnhof. Die meisten Freihamer und Neuaubinger würden wohl in Westkreuz in die S-Bahn umsteigen.
Hallo zeruplal,
Ich habe den Endpunkt in Pasing nun etwas nach Norden geschoben. Mein Grund für eine Streckenführung über Planegger Straße waren erstens die guten Umsteigemöglichkeiten zu gleich drei Buslinien, zum anderen die generell zentrale Lage an einer wichtigeren Kreuzung mit ein paar Geschäften. Auch die Anschlussstelle ,,Gräfeling“ an der A96, sowie die Hochschule München wären nicht weit. Eine Station an der Silberdistelstraße würde in einem bloßen Wohngebiet mit hauptsächlich Einfamilien- und Reihenhäusern liegen und abgesehen vom nahegelegen Max-Planck Gymnasium keine interresanten Objekte anschließen. Man könnte hier auch nur zur Linie 57 umsteigen. Eine Station am Shererplatz würde dann schon wieder sehr nah zur Haltestelle ,,Rathaus Pasing“ der SL19 liegen. Außerdem wäre sie recht nah zum Endbahnhof Pasing.
Gegenüber deiner Alternative erscheint mir die Variante von Bentli günstiger, die sie einen größeren Abstand zur Straßenbahn einhält und damit auch deren weitere Existenz sicherstellt. Außerdem ist zu erwarten, dass irgendwann auch das Gebiet um die Blumenauer Straße bebaut wird, sodass dort dann gleich ein guter U-Bahnanschluss vorhanden wäre. Eine Station östlich der Blumenauer Straße, wo noch freies Feld ist, sollte daher berücksichtigt werden, auch wenn ihre Fertigstellung zurückgestellt werden könnte, bis hier Bebauung entsteht. (Wenn da erst U-Bahn fährt, dürfte das nicht mehr lange dauern.)