Beschreibung des Vorschlags
In der Münchner Innenstadt stellt die Isar keine größere Barriere dar, im Süden der Stadt gibt es aber kaum noch Verbindungen von Ost nach West.
Daher habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, im Süden der Stadt noch einmal mit dem ÖPNV die Isar zu queren.
Fündig wurde ich mit der U1, die im Moment am Mangfallplatz endet. Verlängert man sie über das Klinikum Harlaching hinaus, entsteht im Süden der Stadt eine Verbindung bis zum Bahnhof Solln, der U3 und der zukünftigen Tram Westtangente. Dabei werden auch die Wohngebiete in Solln und Obersendling besser erschlossen.
Trassenverlauf
Zunächst wird die U1 um 2 km bis zum Klinikum Harlaching verlängert. Etwa auf halber Strecke könnte ein weiterer Halt entstehen.
Weiter geht es dann oberirdisch zunächst parallel zur Tramtrasse. Bis die U-Bahn schließlich zu einem Bogen ausholt, um dann parallel zur Bahntrasse verlaufen zu können. Hier ist ein weiterer Halt möglich, aber kein Muss. Direkt neben der Großhesseloher Brücke entsteht für die U-Bahn eine weitere Brücke. Von einem Mischverkehr auf der Brücke, wie von Matze314 vorgeschlagen, sehe ich ab, da die Brücke dann wirklich, wie von Hohenbrunn angemerkt, zu einem Nadelöhr werden würde.
Nach der Brücke geht es dann unterirdisch weiter. Am S-Bahnhof Solln entsteht eine neue Station. Eine weitere dann an der Hochhaussiedlung an der Plattlinger Str. Auf dem Weg zur Machtlfinger Straße ist dann ein weiterer Halt zentral in der Wohnsiedlung möglich. An der Machtlfinger Straße besteht dann Umsteigemöglichkeit zur U3 und der Tram Westtangente.
Mir ist bewusst, dass die Einwohnerdichte in dieser Gegend nicht besonders hoch ist. Dennoch gibt es hier auch dicht besiedelte Quartiere mit Hochhäusern – wie an der Plattlinger Str. oder die Parkstadt Solln.
Im Vordergrund steht hier aber generell die Tangente zur U3. In München ist jede Querverbindung, die die Innenstadt entlastet (in diesem Fall hauptsächlich das Sendlinger Tor), wichtig.
Man könnte sich eine Weiterführung der Trasse über die U3 hinaus Richtung Norden offen halten. Etwa zur U6 Westpark und dann zum Heimeranplatz.
Ergänzend habe ich noch einen Vorschlag erstellt, der die U1 in die andere Richtung direkt über eine neue Spange mit der U2 verbindet. Dadurch wird eine ganz neue Linie im Süden der Stadt möglich.
Streckenlänge einfach (Variante A): 8,4 km
Neue Stationen: 7
Ergänzend habe ich hier einen Vorschlag erstellt, der nun das Gebiet mit einer Tram erschließt. Theoretisch ergänzen sich die Vorschläge so, dass beide umsetzbar wären.
EDIT
Ich habe die Varianten B und C aus dem Vorschlag entfernt. Übrig bleibt Variante A (über Solln zur Machtlfinger Straße).
Aufgrund der Kritik, dass in den Wohngebieten in Solln eine U-Bahn zu überdimensioniert sei, habe ich eine Variante D hinzugefügt. Sie stellt quasi das Minimalziel meiner Idee dar: eine Tangente im Süden der Stadt über die Isar. Zwar wird der Bahnhof Solln nicht mehr tangiert, aber immerhin besteht eine Verbindung von U1 zur U3, wodurch auch die Idee hinter der „Giesinger Spange“ noch einen Sinn ergeben würde.
– in Kürze werde ich die Variante D in einen eigenen, neuen Vorschlag „umziehen“.

An sich eine sehr nette Idee, hast du dir überlegt über die großhesseloherbrücke zu fahren, das müsste deutlich günstiger sein:)
Also du meinst: Stromschiene drauf und dann Mischverkehr?
Warum nicht, billiger wäre es auf jeden Fall. Dann weiß ich nur noch nicht genau, wie/wo ich danach wieder ausfädeln soll.
Man kann auch mehrsystem U-Bahnen fahren lassen. Du kannst auch vor Solln ausgädeln und unterirdisch durch pullach durch. Aber da gibts sehr viele Einfamilienhäuser
Ich weiß nicht wie ihr euch des mit dem Mischverkehr vorstellt?
Man macht die Großhesselohe Brücke zu einem Nadelohr auf der Strecke München – Solln – Holzkirchen. Aktuell fahrt dort die BOB, der Meridian und Güterzüge wenn sie nach Rosenheim umgeleitet werden. Ich sehe da keinen Platz für eine U-Bahn die im 10 Minutentakt oder 5 Minutentakt zuverlässig verkehren kann.
Um erstmal auf die Brücke zu kommen muss man den Höhenunterschied überwinden und bei den knappen Ausfädelungen an beiden Enden der Brücke ist des sehr schwierig.
Ich finde die Variante D am Besten, da kurz->Kostengünstig und man auf das Bestandsnetz der U3 einfädelt und bis Fürstenried West fahren kann.
Eine U-Bahn finde ich ziemlich überdimensioniert, ich würde es eher erstmal mit einer Straßenbahn probieren.
Dass die Einwohnerdichte in Solln nicht besonders Hoch ist, kann ich nicht abstreiten. Hauptsächlich ging es mir nur um die Tangente. Aber dann dachte ich, „wenn die U-Bahn schonmal hier ist, kann man ja an den Hochhaussiedlungen auch noch halten“.
Wäre Variante D, die ich gerade hinzugefügt habe, eine alternative für dich?
Ich bin der Meinung, wenn man für eine Tangentialverbindung erst auf eine Tram umsteigen muss, hat man kaum noch Zeitgewinn und die Tangente verliert an Attraktivität. Daher bin ich großer Fan von U/S-Bahn-Tangenten. Auch wenn bei der Trasse weniger das durchfahrene Gebiet im Vordergrund steht, als mehr die Tangente ansich, die die Innenstadt entlastet.
Ich bin in München momentan (außer U9-Spange) eigentlich gegen eine U-Bahn, weil es sonst momentan keine anderen großen Achsen gibt. Die Stadt untersucht ja eine Strecke nach Solln, bis dahin würde ich die Strecke auch nur legen, jeweils zwei Buslinien und etwa zehn Minuten Zeitersparnis machen auch keine U-Bahn mit Anschluss zur U3. Ich bleibe höchstens bei der Straßenbahn.