Beschreibung des Vorschlags
Mit diesem Vorschlag wollte ich mal eine alternative Tramanbindung für Solln vorstellen.
Die Grundidee ist, die bestehende Straßenbahn nach Grünwald zu nutzen und dann einen Abzweig nach Solln zu errichten. Der Vorteil gegenüber der von Ulrich Conrad vorgeschlagenen Strecke über Thalkirchen ist, dass allein bis Ostfriedhof knapp sechs Kilometer bestehende Strecke genutzt werden, die somit nicht neu errichtet werden müssen. Zudem könnte eine Führung westlich der Isar den Anschein erwecken, Parallelverkehr zur U3 darstellen zu wollen.
Die in Kauf zu nehmenden Nachteile sind dafür eine minimal längere Fahrzeit, zumindest ins Stadtzentrum, und die nicht ganz unaufwendige Isarquerung, die einen Teil des Kostenvorteils wieder auffrisst.
Dafür wird hinter der Wendeschleife an der Großhesseloher Brücke abgezweigt und neben die Bayrische Maximiliansbahn eingeschwenkt, sodann möglichst bald deren Höhenniveau erreicht. Parallel zur Großhesseloher Brücke entsteht ein zweites Brückenbauwerk für die Straßenbahn. Auf der Westseite lagen sogar schonmal (Eisenbahn-)Gleise, sodass der Platz für die Tram vorhanden ist. Ab der Einfädelung in den Bahnhof Solln wirds eng, hier entsteht eine Rampe, die die Eisenbahn überquert und sodann in die Herterichstraße einmündet. Soweit man das in Google Maps erkennen kann, sollte die Höhe der Straße dafür reichen.
Im weiteren Verlauf wird dem Straßenzug Herterichstraße – Liesl-Karlstadt-Straße – Neurieder Straße gefolgt. Endstation ist U3-Verknüpfungpunkt Fürstenried West. Ersetzt wird hauptsächlich der Buskorridor der Linie 134.
Die heute an der Großhesseloher Brücke endende Linie 15 wird auf die Neubaustrecke verlängert. In der Stoßzeit wird sie verstärkt von der 28, die über Ostfriedhof die Innenstadtanbindung sicherstellt. Dabei wird die 28 zwischen Ostfriedhof und Großhesseloher Brücke zur Expresslinie mit Halt ausschließlich am Wettersteinplatz und Klinikum Harlaching.

Das ist halt schon ein sehr peripherer und tangentialer Korridor. Die 134 fährt alle zwanzig Minuten (iirc Solobusse), was jetzt auch nicht nach dem ganz großen Verkehrsbedürfnis schreit.
Die Idee einer Isarquerung von Solln zur Menterschwaige hat sicher was, parallel zur Großhesseloher Brücke wird auch der einzig durchsetzbare (zu Recht) oberirdische Korridor sein. Aber für den Rest sehe ich das Potenzial nicht, auch, da der ersetzte Teil des 134 die Verbindung zur S-Bahn in Solln verliert.