Beschreibung des Vorschlags
Im Bereich Schöneiche, Rüdersdorf und Woltersdorf gibt es keinen Nachtverkehr. Die nächstgelegenen Halte mit Nachtservice sind die Bahnhöfe der S3 am Wochenende. Ich schlage hier zwei Nachtbuslinien vor:
N47 S Erkner – Woltersdorf – Schöneiche – S Rahnsdorf
N48 S Erkner – Woltersdorf – Alt-Rüdersdorf
N47 und N48 fahren wochenends jeweils im 60′-Takt, um 30min versetzt, so dass zwischen Erkner und Woltersdorf Rathaus ein 30′-Takt besteht. Je Linie braucht es einen Kurs, der mit einem Kleinbus oder Midibus besetzt werden kann. Sie haben in Erkner und Rahnsdorf Anschluss an die S3 aus und nach Berlin. Etwa 35000 Anwohner profitieren.
Fahrplan N47:
S Erkner ab35 (S3 an30)
Woltersdorf Rathaus 40
Schöneiche Dorfaue 50
S Rahnsdorf 58 (S3 an54 ab01)
Schöneiche Dorfaue 06
Woltersdorf Rathaus 16
S Erkner an21 (S3 ab25)
Fahrplan N48:
S Erkner ab05 (S3 an00)
Woltersdorf Rathaus 10
Woltersdorf Vogelsdorfer Platz 13
Rüdersdorf Marktplatz 19
Rüdersdorf Brückenstr. 22
Rüdersdorf Schulzenhöhe 30
Rüdersdorf Marktplatz 36
Woltersdorf Vogelsdorfer Platz 42
Woltersdorf Rathaus 45
S Erkner an50 (S3 ab55)

„Im Bereich Schöneiche, Rüdersdorf und Woltersdorf gibt es keinen Nachtverkehr.“
Na, sowas aber auch! Das sind ja nun auch nicht gerade Metropolen. Wo gibt es schon Nachtverkehr auf Dörfern?
Im Münsterland gibt es einen ziemlich ausgedehnten regionalen Nachtverkehr.
Von welchen Dörfern redest du bitte? Das sind drei Kleinstädte. Schöneiche hat 13000, Woltersdorf 8500, Rüdersdorf in der Kernstadt etwa 10000, Tendenz jeweils steigend.
N61, N68, N69 fahren in viel kleinere Orte, und das sogar täglich. Im Speckgürtel fährt N12 durch Kleinmachnow und Stahnsdorf, ebenfalls täglich, und erreicht dabei ungefähr so viele Einwohner, wie meine Linien. N15 fährt wochenends stündlich ins deutlich kleinere Groß Glienicke (5000 EW).
Keiner der drei Orte gilt als Stadt. Es sind amtsfreie Gemeinden. 😉
Ich finde die Idee gar nicht so schlecht. Nur weil die Orte außerhalb der Stadtgrenze liegen, haben sie trotzdem Potenzial für Nachtverkehr. Das benachbarte Rahnsdorf hat auch nur Nachtverkehr mit den Linien N61 (und auch N65), weil es noch ein Ortsteil von Berlin ist. Schmöckwitz (N68), Müggelheim (N69) oder auch Konradshöhe/Tegelort (N22) im Nordwesten Berlins haben zudem auch ein deutlich kleineres Einzugsgebiet als Schöneiche, Woltersdorf und Rüdersdorf. Zudem gibt es auch im Umland ein Beispiel mit Nachtverkehr in kleineren Orten: die Linie N36 fährt seit Oktober 2020 vom BER Terminal 1-2 über Schulzendorf, Wildau und KW nach Mittenwalde (die Kernstadt Mittenwalde und der vom Nachtbus durchfahrene Ortsteil Ragow zusammen haben gerade mal 4.400 Einwohner). Von daher halte ich Nachtverkehr in Woltersdorf, Schöneiche und Rüdersdorf auch für gerechtfertigt.
Ob ein 30-Minuten-Takt auf dem Abschnitt S Erkner-Woltersdorf wirklich nötig ist, weiß ich nicht. Vielleicht würde es auch ausreichen, wenn N47 nur von S Rahnsdorf nach Woltersdorf, Vogelsdorfer Platz fährt. Dann könnte N48 auch die Schleife über den Vogelsdorfer Platz weglassen, was für die Rüdersdorfer eine Fahrzeitverkürzung ergeben würde. Alle 60 Minuten von Woltersdorf nach Erkner ist glaube ich auch ausreichend und von Schöneiche ist man sowieso über S Rahnsdorf schneller an der S3 als über Erkner.
Zumindest für N47 wären Kleinbusse angebracht, da das Wenden am S Bhf. Rahnsdorf nicht so einfach ist. Denkbar wäre natürlich auch, die Berliner Nachtlinie N61 in Abstimmung und Teilfinanzierung durch Brandenburg/LOS nach Woltersdorf zu verlängern. Allerdings glaube ich, dass dies zu kompliziert von Fahrzeiten und Abstimmungen wäre, daher halte ich zwei separate Linien auch für sinnvoller.
Kann man auch so machen. Allerdings hätte N47 dann nur noch zu jedem 2. S3-Zug Anschluss. Danke für den Kommentar.
Ich sehe absolut keinen Sinn darin, dort neue Verbdinungen und sogar Haltestellen für Wochenendlinien aufzustellen. Sollte es dort auch nur annähernd einen Bedarf geben, dann sind die vorhandenen Linien 87 und 88 zu nutzen.
Warum sollte die Straßenbahn nachts fahren? Schon abends ist die Nachfrage gering. Kleine Busse sind wirtschaftlicher. Sogar in Potsdam fährt nachts die Tram nicht.
Die meisten Haltestellen stehen bereits, die neuen Halte auf Woltersdorfer Str./Schönebecker Weg werden demnächst sowieso gebaut, wegen der 420-Umgestaltung.
Du hast dir die Fahrzeuge auf der 87 schon mal angeschaut? Da fahren keine 40m-Züge! Auch in Potsdam gab es jahrelang einen erfolgreichen Nachtverkehr mit Straßenbahnen. Die Stadt hat das dann aber kaputtgespart und so wird Potsdam mit großteils unattraktiven Nachtlinien erschlossen, die alles mitnehmen und so elendig lange unterwegs sind.
Aber auf 88 fahren 28m-Züge, und für 87 werden bald neue angeschafft. Warum zu große teure Fahrzeuge auf Verschleiss fahren, statt bedarfsgerecht kleine Busse einzusetzen? Zudem bräuchte man mehr Fahrzeuge, 3 für jeweils einen Stundentakt. Bei meinem Vorschlag zwei, und das bei attraktiverem Angebot.
Cottbus, Frankfurt/Oder, Brandenburg/Havel – alle ohne Straßenbahnnachtverkehr, aber die Woltersdorfer Bimmelbahn?
Ja, ich würde die Bestellerentgelder lieber bei den Straßenbahnbetrieben sehen. Hat der Busbetrieb derzeit überhaupt passende Fahrzeuge im Fuhrpark? Die 88 könnte nachts mit einem Zug verkehren, 57 Minuten Fahrzeit passen, mit Ablösung für die zweite Nachthälfte natürlich.
Mit Wendezeiten eher 59min, also praktisch keine Reserve. Und man hätte in Friedrichshagen keinen guten Anschluss zur S3 (an 19 49, ab 06 36).
Reserven sind dort im Fahrplan schon eingebaut.
Nun ist ja an wesentlich wichtiger als ab und man hätte auch noch die Fahrgäste vom N65er (13/43 aus der Stadt, 14/44 in die Stadt + Fußweg) dabei.
Wo sollen da Reserven sein? Auch während des Stundentakts sonntagmorgens dauern die Fahrten 28 bzw. 29 Minuten ohne Wende (die in Alt-Rüdersdorf lärmvermeidend besonders langsam gefahren wird).
Ein guter Anschluss nach Berlin ist wichtig für Pendler, und gehört zum Standard der 88, ohne welchen sie weniger attraktiv erschiene.
Der 60 Minuten-Takt klappt am Samstag- und Sonntagmorgen bereits heute problemlos, warum also nicht in den Nachtstunden davor?
Berlin besteht doch nicht nur aus der S3. Es ist doch nicht attraktiv, nach Köpenick mehrmals umsteigen zu müssen.
Man müsste dann von 0 bis 7 Uhr durchfahren mit nur 1min Reserve je Umlauf – keine seriöse Planung.
Aber vorher klappt das? Ob man nun sechs, sieben oder drei, vier Stunden so fährt – wo ist der Unterschied? Möchtest du der SRS unseriöse Planungen vorwerfen? Die SRS zeigt doch jeden Tag, dass sie es kann.
Wenn man über 7h ohne Pause durchfährt, kann man Verspätungen nicht mehr einholen, sie sammeln sich an. Die Straßenbahnen lassen auch Siedlungen aus (Fichtenau, Schulzenhöhe, Lerchenfeld), die meine Nachtbusse bedienen. Daher bleibe ich bei meinem Vorschlag.