[MH] Neues Linienkonzept 104/114

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Beschreibung des Vorschlags

Die Linie 104 ist eine der einstellungsgefährdeten Linien in Mühlheim/Ruhr. Sowohl der Abschnitt in Essen, aber auch der Abschnitt Stadtmitte und Hauptfriedhof stehen zur Debatte, – eigentlich die ganze Linie.

Ist klar, zwei Linien bis Hauptfriedhof sind zuviel des Guten. Um Kosten zu senken oder das Angebot zu verbessern, um neue Fahrgäste zu gewinnen, muss man aber etwas investieren, auch in Mühlheim.

Mit einem relativ kurzem und unkomplizierten zweigleisigen Neubauabschnitt mit Rasengleis von etwa 400 Meter durch die Reichspräsidentenstrasse, sowie dem Neubau der Haltestelle Wittausstrasse und eines Fahrradweges, bleiben die Investitionen überschaubar. Durch diesen kurzen Neubauabschnitt ensteht eine zweigleisige Ringstrecke südlich der Mühlheimer Stadtmitte mit relativ dichter Besiedlung. Der Streckenabschnitt in der östlichen Obere Saalandstrasse mit der Haltestelle Wittaustrasse kann stillgelegt werden. Optimal wäre es dann, den kurzen Streckenabschnitt in der westlichen Obere Saalandstrasse auf einem eigenem Gleiskörper nach nordwest zu verlegen. Damit bleibt der Strassenbahnverkehr von dem IV auf der B1 ungestört. Das wären dann noch mal etwa 150 doppelgleisige Neubaustrecke mit Rasengleis und ein Fahrstreifen ohne Schienen für die B1.

Das Betriebskonzept:

Linie 112 verberbleibt auf ihre bisherigen Stecke bis Hauptfriedhof. Die 112 ist damit die einzige Linie die dort endet. Ein durchaus akzeptables Angebot.

Linie 104 wird in die Linien 104 und 114 gesplittet. Alle Fahrten der Linien 104 und 114 beginnen an der Haltestelle Abzweig Aktienstrasse in Essen. Von dort geht es wie gehabt bis zur Haltestelle MH-Stadtmitte. Dort trennen sich die Linienwege. Ab Stadtmitte durchfährt die 104 die Ringstrecke gegen den Uhrzeigersinn bis sie wieder an der Haltestelle MH-Stadmitte gelangt. Die Linie 114 durchfährt den Ring mit dem Uhrzeigersinn.

Der Vorteil ist offensichtlich: Im Gegensatz zur heutigen 104 kann ein Kurs eingespart werden. Das Angebot wird sich für die meisten Fahrgäste nicht wesentlich verschlechtern. Die Fahrgäste, welche die Haltestellen an der Ringstrecke benutzen wollen, müssen halt überlegen, ob sie die 104 oder die 114 nehmen sollen. Die südlichsten Haltestellen werden weiterhin ein Angebot mit Abfahrten von etwa alle 15 Minuten erhalten, allerdings nur alle 30 Minuten in die gleiche Richtung.

Wenn man in Mühlheim aber wirklich etwas verbessern möchte, dann betreibt man die beiden Linien mit 5 Kurs, drei auf der Linie 104 und zwei auf der Linie 114. Die 114 muss aber dann bis zur Haltestelle MH-Nordstrasse zurückgenommen werden. Dies wäre heute schon möglich. Es gibt einen Gleiswechsel etwa halbe Strecke bis zur nächten Haltestelle in Richtung Essen. Die Haltestelle Nordstrasse ist die letzte Haltestelle auf Mühlheimer Stadtgebiet mit dichter Besiedelung. Zwischen Nordstrasse und MH-Stadtmittte ensteht dann ein 10′-Takt. Die Ringstrecke kann dann alle 20 Minuten in beide Richtungen befahren werden. Der Schwachpunkt ist allerdings das Umsetzen der 114  an der Nordstrasse. Hier bleibt gerade noch Zeit zum Umsetzen. Mit Ampelvorrangschaltung entlag der Gesamtstrecke liesse sich sicher noch ein paar Minuten herrausholen. Eine neue Umsetzanlage auf eigenem Gleiskörper und geänderter Strassenführung direkt nordöstlich der Haltstelle wird auch Zeit sparen, treibt aber die Kosten. Mit einem 10′-Takt bis Nordstrasse, ist der 20′-Takt bis Abzweig Aktienstrasse durchaus akzeptabel.

Perfekt wird das Angebot allerdings erst mit einem 3. Kurs auf der 114, und damit einem 10′-Takt bis Abzweig Aktienstrasse. Damit darf man dem Stadtkämmerer in Mühlheim aber erst mal nicht mit auf den Nerven gehen.

In Randlagen fährt dann nur die 104 mit 3 Kursen, womit an der Ringstrecke ein 20′-Takt in einer Fahrtrichtung ensteht. Das ist durchaus ein besseres Angebot zu gleichen Kosten, verglichen mit dem 30′-Takt der heutigen 104.

 

 

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4 Kommentare zu “[MH] Neues Linienkonzept 104/114

  1. Zum Wenden an der Nordstraße: die einfachste Lösung dürfte es sein, einen zusätzlichen Gleiswechsel vor der Haltestelle Nordstraße (aus Richtung Mülheim) einzubauen, damit am Bahnsteig gewendet werden kann. Dies sollte optimalerweise an der stadtauswärtigen Bahnsteigkante geschehen, da so der MIV nicht verwirrt wird. Im Zweifelsfall kann man auch die betreffende Spur abmarkieren, wodurch noch eine Spur verbleiben würde.

    Ansonsten wäre ich dafür, den bestehenden Gleiswechsel zu nutzen und an der Grenze Borbeck am Bahnsteig zu wenden. Ggf. muss man schauen, ob man die Linie woanders noch beschleunigt kriegt, z. B. in dem man eine Station auslässt (bin ja nicht der erste mit der Idee …).

  2. Nordstrasse: An einen Gleiswechsel vor der Haltestelle Nordstrasse habe ich auch gedacht, aber dann wieder verworfen. Auf Grund des Autobahnanschlusses zur A40 wird es erheblichen Wiederstand gegen eine solche Lösung geben. Eine Strassenbahn wird beim Wenden etwa drei Minuten die Fahrbahn blockieren. Das Chaos ist in der HVZ absehbar.

    Haltestelle wegfallen lassen: Ja klar. Bei einem Ausbau mit Niederflurbahnsteigen bietet es sich an, die Haltestellen Wilhelm- und Troonstrasse durch eine neue gemeinsamme Haltestellenanlage zu ersetzen.

    Letztendlich sind meine Überlegungen zu den Fahrzeiten entlang der Neubaustrecke nur Schätzungen. Entscheiden wird sein, dass die Bahnen an den Kreuzung zum Werdener Weg und B1 mit absoluter Vorrangschaltung ohne Halt durchfahren können. Dann kann man vielleicht auch noch bis Grenze Borbeck durchfahren, und über den Gleiswechsel umsetzen. Bedarf dafür gint es nicht, dürfte aber kurz- und mittelfristig günstiger sein. Vor allem Bedarf es keiner Baumassnahmen an der Nordstrasse, und das zählt bei klammen Kassen.

  3. Wenn dann sollte der von dir zur Stilllegung geschilderte Abschnitt als Betriebsstrecke erhalten bleiben! Ansonsten kann es im gesamten Bereich zu Unzuverlässigkeiten kommen, sollte es Störungen geben

    1. Das lohnt in Mühlheim nicht, da im Süden noch so eine Betriebsstrecke zu erhalten. Ein Gleiswechsel an der Stiftsstrasse reicht aus. Bei dem Einsatz von Zweirichtungsfahrzeugen kann eben besser auf Betriebsstrecken und Schleifen verzichten.

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