Beschreibung des Vorschlags
Dieser Vorschlag ist ein neues Kapitel der Never-Ending Story „Messeanbindung der Münchner S-Bahn“. Meines Wissens wird bisher eine Art Schleife der S2 favorisiert, ähnlich der Streckenführung am Flughafen Köln/Bonn. Auch eine sündhaft teure und meiner Meinung nach unnötige Tunnelverbindung bis zur U2 taucht immer wieder auf.
Mein Vorschlag stellt eine Neubaustrecke zwischen den bestehenden Ästen der S2 im Norden und der S6/S4 im Süden des Messegeländes dar. Voraussetzung wäre aber zumindest der viergleisige Ausbau der Strecke München Mühldorf, der aber kommen soll. Im Süden besitzt die S-Bahn bereits eigene Gleise.
Die Strecke beginnt mit einem Überwerfungsbauwerk hinter Riem, um die Zufahrt zum Containerbahnhof zu überqueren, und folgt dann dem Verlauf des heutigen Messeanschlussgleises. Dieses kann näher an der Messe an die neue Strecke angeschlossen werden. Die Trasse schwenkt dann nördlich parallel zur Paul-Henri-Spaak-Straße in ein Trogbauwerk ein. Ich halte dieses für nötig, um die Zufahrten zum nördlichen Messe-Freigelände zu erhalten. Sollten weniger Zufahrten möglich sein, kann das Trogbauwerk entsprechend kürzer sein. Im Trog befindet sich der neue S-Bahnhof Messe Nord. Dieser hat durch seine Lage am Nordeingang den Vorteil, dass U- und S-Bahn Passagiere sich am Messegelände schön verteilen.
Die Strecke erreicht dann den nächsten Bahnhof am Gewerbegebiet östlich der Messe und unter/überquert anschließend die gr0ße Straßenkreuzung. Nach einem Bogen in Richtung Süden verläuft die Trasse geradlinig an Salmdorf (Bahnhof) vorbei und schwenkt westlich des Bahnhofs Haar auf die S6/S4 Trasse. Hinter Haar befindet sich ein Wendegleis, an dem die Züge entweder wenden oder nach Grafing/Ebersberg weiterfahren können.
Ich freue mich über Kommentare!

Die Idee gefällt mir. Allerdings musst du bedenken, dass der Bahnhof an der Messe etwas weit außerhalb liegt.
Danke für den Kommentar. Natürlich liegt der Bahnhof nicht gerade nah an den Eingängen West und Ost, dafür aber quasi direkt am Eingang Nord mit direktem Zugang zu den Hallen C1-C4 und zum Freigelände (z.B. Bauma) Außerdem ist der Fußweg von der U-Bahn bis zum Eingang West bzw. Ost auch etwas länger.
Überzeugt mich leider nicht. Die Intention ist klar, und dass die Messestadt von der Mühldorfer Strecke schwer zu erreichen (Über-Eck-Umsteig S2->S4/6 Berg am Laim; S2->U2 Trudering) auch. Allerdings fürchte ich, dass die Spange abseits von Messezeiten kaum das für die entsprechenden Baukosten notwendige Passagieraufkommen sorgen wird, dafür ist das Gebiet zu wenig bebaut – und die Messestadt Nord ist anders als der Süden größtenteils Gewerbefläche. Zugegeben, wenn der Wachstum an der Isar weitergeht wie bisher wird sich das über kurz oder lang ändern, aber noch ist es nicht so.
Von einer S2-Spange halte ich auch nicht viel (ist afaik auch vom Tisch), die zweite Möglichkeit (U4 via Englschalking, Trabrennbahn und Riem zur Messestadt West) ist gar nicht so teuer – plant man jetzt, kann man in Daglfing noch teilweise oberirdisch bauen. Da die Linien aus Grafing mit Umstieg in Trudering schon jetzt gut in die Messestadt kommen (Regiohalt zu empfehlen), böte sich auch immer noch die Möglichkeit, die U2 nach Feldkirchen zu verlängern.