Beschreibung des Vorschlags
Um die Linien U6 und U2 weiter zu entlasten und die herumgeisternde U26 obsolet zu machen, will ich eine alternative Straßenbahn-Radiante entlang der Ingolstädter Straße vorschlagen, einhergehend mit einer Umverteilung der Verkehrsflächen zugunsten des ÖPNV entlang dieser Achse. Sie wird nicht durchgehend befahren (siehe Linienkonzept). Die geplante Verbindung Kieferngarten – Am Hart ist bei der Planung berücksichtigt. Die Strecke wird bis in die Nachbarstadt Garching zum U-Bahnhof Hochbrück geführt. Dadurch wird Hochbrück hochwertig von innen erschlossen und besser an die benachbarte Landeshauptstadt angebunden.
Strecke:
Die Strecke soll durchgehend auf eigenem Gleiskörper verlaufen, entlang der Leopoldstraße und Ingolstädter Straße in Mittellage, ehe sie auf Höhe der Anton-Will-Straße an den Fahrbahnrand wechselt. Von dort verläuft die Strecke neben der Straße nach Hochbrück, wo die Straße entlang der Schleißheimer Straße wieder in der Fahrbahnmitte auf eigenem Gleiskörper geführt wird. Neben der Endstelle am Bahnhof Hochbrück wird eine Schleife an der Stadtgrenze beim FC Bayern Campus errichtet, damit die Stadt München das Angebot auf dem Stadtgebiet unabhängig von Garching gestalten kann. Gegenüber dem Bestand im Busnetz entfällt die Haltestelle Wilhelm-Hertz-Straße, in Hochbrück wird das Haltestellenangebot hingegen verdichtet, um mehr Querstraßen anzubinden.
Linienkonzept:
Die Strecke in Garching wird analog zur Linie 294 durch eine Linie Hochbrück – Am Hart bedient. Die Strecke an der Ingolstädter Straße soll durch zwei Linien sowohl an den Scheidplatz als auch an die Münchner Freiheit angebunden werden. Die Buslinien 140 und 141 entfallen und werden durch die Straßenbahn sowie die aufgewertete Linie 170 ersetzt.

Um die Linien U6 und U2 weiter zu entlasten und die herumgeisternde U26 obsolet zu machen, will ich eine alternative Straßenbahn-Radiante entlang der Ingolstädter Straße vorschlagen, einhergehend mit einer Umverteilung der Verkehrsflächen zugunsten des ÖPNV entlang dieser Achse.
Und wie soll das bitte die U2 entlasten? Die ist mit mind. 700m viel zu weit weg von deiner Straßenbahnstrecke, so dass es auch nur annährend einen Effekt hätte. Zudem braucht die U6 in diesem Außenbereich garkeine Entlastung, weil sie dort garnicht aus- bzw. überlastet ist. Das Problem ist der Bündelungsabschnitt mit den U3 zwischen Münchner Freiheit und Implerplatz. Da bringt diese Straßenbahnverlängerung also nichts.
Und die U26 steht garnicht mehr zur Debatte, eben weil sie v.a. die U2 wieder mehr belasten würde, weil dies der Bündelungsabschnitt mit der U1 garnicht mehr hergibt. Also warum schreubst du das hier überhaupt?
Eine Verlängerung der Tram 23 nach Norden bis nach Neuherberg ist hingegen aus meiner Sicht absolut sinnvoll, um den Bereich zwischen U2 und U6 besser per ÖPNV anzuschließen. Aber weiter bis Garching macht es absolut keinen Sinn, eben weil die U65 dort garkeine Entlastung braucht.
Wichtig ist, dass endlich die U9 kommt, damit der Bündlungsabschnitt der U3 und U6 endlich entflochten wird und so beide Linien taktdichter fahren können und v.a. alles entlang der U6 direkt und umsteigefrei an den Hauptbahnhof angeschlossen wird. Und mit der optionalen U2-Spange kann dann auch der Bündelungsbereich der U1 und U2 entflochten werden, was auf beiden Linien ebenfalls taktdichtere Verkehre bedeuten würde.
Ich kann der vorgeschlagenen Strecke und der Begründung nicht viel abgewinnen.
Deine Strecke kann man gut in 3 Abschnitte einteilen:
1. Der südliche Teil bis zur Heidemannstraße (hier siehst Du ja auch einen Bruch der Linien vor).
Diese Relation verdient unbedingt eine Straßenbahn – und die ist mit der Verlängerung der Linie 23 zur Bayernkaserne auch geplant! Allerdings etwas weiter östlich. Die östliche Linienführung macht durch das geplante neue Stadtviertel und den vorhandenen Abschnitt der 23 mehr Sinn als eine Streckenführung durch Leopoldstr./Ingolstädter Straße. Eine zweite parallele Strecke braucht man nicht (oder nur mit sehr geringer Priorität).
2. Der mittlere Abschnitt zwischen Heidemannstraße und Neuherberg.
Hier fehlt mir die Ortskenntnis. Auf der Karte sehe ich im Süden Wohnbebauung und etwas Gewerbe, ganz am Ende wieder Wohnbebauung und den großen Parkplatz des FC-Bayern-Campus, dazwischen zwei Kasernen. Das erscheint mir nicht übermäßig viel Verkehrsaufkommen. Meine Einschätzung: Wenn die Kasernen bleiben, kann man im neuen Ausbauplan in Kategorie C oder D aufnehmen. Falls eine der beiden Kasernen aufgegeben wird, ist der Abschnitt ein heißer Kandidat zur Erschließung des Neubauviertels.
3. Der nördliche Abschnitt
Der zieht sich ziemlich lang durchs Niemandsland bevor er Hochbrück erreicht. Da dürfte die vorhandene U-Bahn deutlich attraktiver sein.
Und nun zu Deiner Begründung:
Die U6 nach Hochbrück wird man kaum entlasten können (und braucht es dort im Norden auch nicht). Die U26 schwirrt noch in den Köpfen einiger CSUler rum, wäre aber eine Ost-West-Strecke. Mit einer Nord-Süd-Strecke kann man die kaum überflüssig machen. Die geplante Linie zwischen Kieferngarten und Am Hart ist das deutlich besser geeignet.