Beschreibung des Vorschlags
Häufig hört man davon, dass in München ein Ring gebaut werden soll. Egal ob einen S-Bahnring, U-Bahnring oder Busring. Nie aber von einem Trambahn-Ring. Deshalb schlage ich hiermit einen Trambahnring (evtl. Liniennummer 11) vor. Dieser soll im 10 Minuten-Takt den Marienplatz und den Stadtkern Münchens auf engem Radius umrunden. Die Gleise bestehen alle schon. Für die Strecke, welche in rund 18 Minuten zu befahren ist, werden als je Richtung für einen 10-Minuten-Takt 2 Umläufe benötigt. Die 2 Minuten könnten als Puffer einmal auf den Stachus und einmal auf das Sendlinger Tor gelegt werden. Die neue Linie würde die Linien 19, 21 auf dem Abschnitt Lembachplatz-Maxmonumentum auf einen 3-4 Minuten-Takt verdichten. Zudem wird die Linie 16 ab dem Maxmonumentum zum 5 Minuten-Takt ergänzt. Ab dem Isartor zum 3-4 Minuten-Takt und von der Müllerstraße sogar zum 2,5 Minuten-Takt. Diese enge Zugfolge ist bei der U-Bahn auch möglich. Also warum nicht auch bei der Tram. Die Nachfrage müsste auf jeden Fall vorhanden sein. Der neue Tram-Ring könnte den innesten Ring bilden, gefolgt vom Busring und ganz außen vom S-Bahn-Ring.

Ring-Straßenbahnen haben ein Problem: wo ist die Bruchstelle? Fahrer müssen auch mal Pause machen, Schichtwechsel müssen stattfinden können, Verspätungen ausgeglichen werden. An deinen Strecken gibt es keinen Ort (nein, auch nicht die Schleife am Sendlinger Tor), wo eine Tram auch mal 10-15 Minuten parken kann. Oder hattest du dir da andere Gedanken gemacht?
Bei einem 10 Minuten Takt kann man die Züge ja drei Minuten nach der 16er fahren lassen. Also ab dem Maxmonumentum immer um 0. Wenn jetzt eine Tram mal Pause hat, kann sie dort in dem Kreisel enden und eine neue Tram im Außenkreis dafür eingesetzt werden. Die Tram kann dann ca. 7 Minuten warten und wieder im Kreisel umdrehen und zurück in Richtung Kammerspiele fahren. Vorraussetzung ist halt, dass dies in der Gegenrichtung auch passiert, um den 10 Minuten-Takt zu erhalten und sich nicht zu blockieren. Wenn es nur in einer Ruchtung passiert, kann diese von den Kammerspielen kommende Tram quer durch den Kreis durchfahren (Linie 19,21) und weiter zum Max-Weber-Platz und ins BW fahren lassen. Parallel dazu muss halt eine vom BW kommende Tram in den Kreisel fahren und dann im Außenring halten und weiter zum Isartor fahren. In der Gegenrichtung das Selbe.
Ringlinien können in Kleinstädten zur Feinerschließung dienen. In stauanfälligen Großstädten sind sie dazu weniger geeignet. In jedem Fall müssen sie den Hauptbahnhof anfahren, was diese Linie nicht tut.
In Großstädten liegt der eigentliche Sinn einer Ringlinie darin, Fahrgäste, die aus dem einen Vorort in den anderen fahren, aus dem überlasteten Zentrum zu halten. Der Ring muss dazu aber größer sein, als dieser. Bestes Beispiel hierfür ist der S-Bahn-Ring in Berlin.
Hierbei bin ich nicht deiner Meinung. Den Hauptbahnhof muss nicht jede Linie anfahren. Sie soll diesen ja entlasten. Stachus, Marienplatz, Sendlinger Tor, Isartor sind zusammen mindestens genauso wichtig wie der Hbf. Der Hbf stellt nur einen Umweg war und keinen Vorteil. Wer vom Hbf wo hin will, kann die bisherigen Linien nutzen.