Beschreibung des Vorschlags
Sowohl die U-Bahn als auch die S-Bahn in München sind auf das Zentrum (Hbf, Marienplatz, Sendlinger Tor) ausgerichtet. Ich finde, dass auch im übrigen Stadtbereich genügend Relationen sind, welche genügend Fahrgastpotential aufweisen, um eine rentable U-Bahnlinie darzustellen. Daher schlage ich eine neue U10 vor, welche von der Münchner Freiheit aus über den Rotkreuzplatz und Donnersbergerbrücke zum Harras führt.
Auf dem Abschnitt Münchner Freiheit-Rotkreuzplatz verkehren Tram und Metro-Busse überlagernd mindestens im 5 Minuten Takt, überwiegend sogar im 3 Minuten Takt (bis Ackermannbogen). Diese Busse sind oft überfüllt, obwohl dort bereits Buszüge zum Einsatz kommen. Im weiteren Verlauf verkehrt bisher alle 3 Minuten zwischen Rotkreuzplatz und Heimeranplatz, ebenfalls oft mit Buszügen. Der Abschnitt Heimeranplatz-Harras wird zwar schon von der S-Bahn befahren, muss jedoch auch von Bussen im 2-3 Minuten Takt verdichtet werden. Somit ist auf der gesamten Strecke eine ausreichende Nachfrage für einen U-Bahnbetrieb vorhanden.
Nach Verwirklichung der U-Bahnstrecke wird die Tramlinie 12 verkürzt und der Abschnitt vom Rotkreuzplatz bis zum Scheidplatz nicht mehr befahren, bzw. abschnittsweise von anderen Linien. Der Bus 53 entfällt fas komplett. Lediglich vom Harras aus südwärts verkehrt er. Jedoch nur noch als Stadtbus. Die Linien 63 und 153 werden verküzt und beginnen am Heimeranplatz und fahren nur noch im Süden.
Die Linie soll folgende Stationen besitzen:
Münchner Freiheit (U3,U6,Tram,Busse)-Kurfürstenplatz (Tram, Busse)-Hohenzollernplatz (U2, U8)-Nordbad (Tram, Busse)-Schwere Reiter Straße-Leonrodplatz (Tram)-Albrechtstraße-Rotkreuzplatz (U1, U7, Tram, Busse)-Donnersbergerstraße (Tram, Busse)-Donnersbergerbrücke (S1,S2,S3,S4,S6,S7,S8,Busse)-Trappentreustraße (Tram, Busse)-Gollierplatz-Heimeranplatz (S7,U4,U5,Busse)-Untersendling (Busse)-Hansapark (Busse)-Harras (S7,U6,Busse)
Wendemöglichkeiten befinden sich alle paar Stationen und ein Übergang zum restlichen U-Bahn Netz in der Münchner-Freiheit. Dort kann man ohne Rangieren problemlos zur U6 gelangen und auf kurzer Strecke zum Betriebshof gelangen.
Ich schlage folgenden Betrieb vor:
Die U10 fährt von 6 bis 23 Uhr durchgehend im 5 Minuten Takt auf dem ganzen Abschnitt. Zur Randverkehrszeit (4-6; sonntags; 23-1 Uhr abschnittsweise im 10 Minuten Takt. In den übrigen Zeiten verkehrt nahezu auf komplettem Streckenabschnitt die tägliche Nacht Buslinie.
Durch dieses Vorhaben können die Busspuren für den Straßenverkehr genutzt werden und Busse stehen nicht mehr im Stau und blockieren die bereits überlasteten Straßen (v.a. Mittlerer Ring). Darüber hinaus verkürzt sich die Fahrzeit, sodass man zwischen Münchner Freiheit und Harras über die neue Strecke 22 Minuten braucht (=6 Umläufe). Diese Trasse soll übrigens kein Konkurrenz Angebot zur bestehenden U6 darstellen, sondern diese nur entlasten und neue Querverbindungen darstellen. Im übrigen ist der Abschnitt Heimeranplatz-Harras nur optional. Außerdam kann die Trasse evtl. nach Thalkirchen im Süden und ab Rotkreuzplatz zum Westfriedhof (Gern) angeknüpft werden und so noch mehr Tangentallinien schaffen.

>Durch dieses Vorhaben können die Busspuren für den Straßenverkehr genutzt werden und Busse stehen nicht mehr im Stau und blockieren die bereits überlasteten Straßen (v.a. Mittlerer Ring).
Willkommen zurück in den 70ern! Es lebe die autogerechte Stadt, wrummwrumm!
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Ernsthaft, was? Die wichtige und gut ausgebaute 12er-Tram für eine U-Bahn zu opfern wäre absolutes Gift, da so auch West- und Nordtangente kaum mehr umsetzbar werden. Und ja, ersetzen nicht ergänzen – dein Haltestellenabstand ist für ne Voll-U-Bahn teils absurd dicht, z.b. Heimeranplatz (was eh sauteuer wird, da man in die dritte Ebene unter zwei Bestandstunnel muss) – Gollierplatz oder Donnersberger – Trappentreustraße.
Außerdem verstehe ich nicht, warum du nicht den Audi Dome mitnimmst (sondern in der Gegend zweimal im Niemandsland hälst). Warum der 62-Nord überflüssig wird verstehe ich nicht, und mit dem 53 streichst du auch ersatzlos die letzte Verbindung Harras – Aidenbachstraße.
„Der Bus 53 entfällt fast komplett. Lediglich vom Harras aus südwärts verkehrt er.“ Die Herabsetzung zum Stadtbus führt keinesfalls zu Taktverschlechterungen. Dies ist nur durch die kurze Streckenlänge bedingt. Somit bleibt Harras-Aidenbachstraße bestehen.
Das mit dem Wegfall der Busspuren und der Nutzung dieser als zustzliche Straße ist wohl bei dem Mittleren Ring naheliegend. Ich glaube kaum, dass man die Straße verschmälert oder durch Begrünung ersetzt. Das einzige was ich mir vorstellen klnnte wäre eine Bahnstrecke nach Felsmoching dort zu legen.
Den Audi Dome kann man von mir aus auch anbinden. Finde es sowiso besser, die ganze Strecke am Heimeranplatz bereits enden zu lassen.
Wenn dadurch die Nachfrage der U-Bahn nicht unrentabel gemacht wird, kann man auch die 12er bestehen lassen. Jedoch finde ich nicht, dass diese `gut ausgebaut` ist. Zweiteiler und enge Kurven und auf der Straße liegender Betrieb klingt für mich alles andere als gut ausgebaut. Die Querverbindungen werden ja nicht komolett abgeschafft. Es muss lediglich einmal umgestiegen werden. Außerdem nutzen die Wenigsten die 12er auf komoletter Strecke sondern wechseln am Rotkreuzplatz.
Ich habe zudem nichts von der Überflüssigkeit des 62er sondern nur vom parallel verkehrenden 63er behauptet.
Wie wäre es den nördlichen Teil etwa 500m Richtung Innenstadt zu verschieben?
Also etwa Donnersberger Brücke-Maillingerstraße-Hochschule-Josephsplatz-Kürfürstenplatz. Dann würde man Achsen bedienen, die nicht schon von der Straßenbahn bedient werden und müsste auch keine bestehenden Strecken stilllegen.
Der westliche Ast gefällt mir gut. Jede bestehende Achse geht da bisher nur in Ost-West Richtung.
Da kommt man im Norden schnell mit der U9 ins Gehege, die eine Achse Hauptbahnhof – Pinakotheken – Giselastraße oder Münchner Freiheit befahren wird. Wäre aber schon eher möglich, nur halt auch was für die ferne Zukunft.
Ja wäre eine gute Option, v.a. daher, dass dadurch auch der Bahnhof am Rotkreuzplatz nicht i solcher Kurvenlage befindet.
Eine derartige Verbindung wäre durchaus wünschenswert, wird aber vorerst nicht realisiert werden, da es bereits Baupläne für eine ähnliche Relation gibt: die Tramwesttangente und die Tramnordtangente, die beide bereits in Planung sind, zusammen mit der Ringbahn samt Flughafenanbindung, die im Koalitionsvertrag steht.
(zukünftig solltest du bei U-Bahn-Haltestellen auch keine Haltestellenabstände von unter 500 m wählen, es sind ja schließlich keine Ustrabs sondern echte U-Bahnen. Meist liegen die Haltestellen so 700-900 Meter auseinander)