Beschreibung des Vorschlags
Neckarweihingen gehört mit 7300 Ew zu den größten äußeren Stadtteilen Ludwigsburgs und ist der größte jenseits des Neckars. Außerdem entstehen dort gerade weitere 175 Wohnungen.
So ist es nicht verwunderlich, dass dieser mit 10 Bussen/h (HVZ: 12/h) in Richtung Innenstadt angebunden ist. Nun plant man in Ludwigsburg bekanntermaßen ein Straßenbahnnetz (den Wikipedia-Artikel kann ich nicht empfehlen), wovon eine Linie im 3. Bauabschnitt (der aber noch nicht sicher feststeht) unweit entfernt am Schlösslefeld enden soll. Da Neckarweihingen somit straßenbahnwürdig ist, schlage ich vor diese über den Neckar zu verlängern.
Die Streckenführung ist aber aufgrund der Topografie nicht ganz einfach. Zunächst muss die Strecke schnell viel Höhe verlieren, was ohne eine künstliche Verlängerung zu steil wäre, deshalb die Schleife. Anschließend überquert sie den Neckar und verläuft entlang der L1100 am Bebauungsrand, wo mit bisschen Quetschen eine Bahnkörper in Seitenlage möglich sein sollte. Ich habe mich gegen eine Führung durch den Ortskern entschieden, auch wenn sie mehr Potential böte, da dies auch in Oßweil vorgesehen war, nach großen Protesten aber wieder korrigiert wurde. Außerdem wäre nur ein straßenbündiger Bahnkörper in der engen Hauptstraße möglich.
Auf Höhe des Studetenrings biegt die Bahn in das Wohngebiet ein, dafür müssen einige Garagen abgerissen werden. Nur auf diesem 300m kurzen Abschnitt bis zur Immanuel-Dornfeld-Straße wäre ein straßenbündiger Abschnitt notwendig.
Nun könnte man die Linie hier zentral in der Bebauung enden lassen. Man könnte aber auch eingleisig am Friedhof vorbei, um ihn herum fahren und am neuen Wohngebiet enden lassen, wo auch die Mehrfamilienhäuser an der Hohenrainstraße angebunden werden können. Problematisch wäre aber die hohe Steigung, weshalb man eventuell auf dem Feld mehr ausholen müsste.
Auch beim Busverkehr gäbe es enorme Einsparpotentiale. Allein die Einkürzung vom 421 spart rund 4 Fahrzeuge. Je nach dem wie hart man bei den Einsparungen ist, könnte man noch den 430 bis Neckarweihingen kürzen, mit Anschluss auf die Tram (spart ein Fahrzeug, würde aber einen T15 bieten. Da muss man schauen, ob T20 direkt oder T15 mit Umstieg attraktiver ist). Auch der 429 wäre so nicht mehr erforderlich und könnte bis Bietigheimer/Heilbronner Straße eingeführt werden (2 Fahrzeuge weniger).
Zu beachten ist aber, dass dann aber noch irgendwas die Marbacher Straße (z. B. eine Stichfahrt des 427 (+1 Fahrzeug)) und die Hermann-Hesse-Straße (Quatiersbus?) bedient werden muss.
Im Rahmen eines völlig anderen Tramnetzes brachte DerGalaktische diesen Vorschlag ein, ich möchte mich aber an bestehenden Planunhen orientieren, da solch neue Ideen das Projekt unnötig verzögern. Meine Verlängerung hingegen kann problemlos auch nach der Errichtung des Systems angegangen werden.

Da man in Ludwigsburg eben keine Stadtbahn, wie in Stuttgart, baut, sondern eine Straßenbahn, wäre eine Führung durch die Hauptstraße durchaus möglich und wäre auch viel besser, da Neckarweihingen weitaus besser erschlossen werden würde. Der Endpunkt sollte dann am Scholppenäcker liegen, was ausreichen würde und deutlich relistischer scheint.
Das System Stadtbahn hat gar nichts mit den Fahrzeugen zu tun, sondern mit dem Ausbauzustand des Netzes. In LB ist „Stadtbahn“ aber nur ein Marketinggag, weshalb ich in der Beschreibung explizit von einem Straßenbahnnetz sprach.
Wenn eine Führung durch enge Ortskerne möglich ist, warum setzt man das dann in Oßweil nicht um, sondern prüft auch eine Trasse am Rand der Bebauung?
Eine solche kompromisslose Lösung für die Tram bringt nur noch mehr Gegner, die das Projekt dann mit einem Volksentscheid zum Kippen bringen.
Bei einem Ende an der Immanuel-Dornfeld-Straße liegt das Wohngebiet an der Hohenrainstraße außerhalb eines 500m-Radius, und das bei diesen Steigungen. Eine Weiterführung würde zudem Potential für weitere Neubaugebiete aufzeigen.