Beschreibung des Vorschlags
Die Franz-Josefs-Bahn verbindet Wien mit dem Waldviertel und ist durchaus für seine Verhältnisse eine gar nicht so schlecht ausgebaute Hauptstrecke. Doch man könnte mehr daraus machen, vor allem könnte mal die Strecke verbessert werden. Die Landschaft ist eher flach, leichte Hügel erheben sich, aber die sollten an sich kein Problem darstellen.
Seitdem ich bei der A5 gesehen hab, wie man bei vorhandenem Willen die Hügel einfach durchschneiden kann, denke ich, dass das bei vorhandenem Willen auch bei der Franz-Josefs-Bahn funktionieren sollte. Durch die Begradigungen der Strecke sowie Beschleunigungen bei den ohnehin geraden Abschnitten (was wohl auch die Auflassung einiger BÜs bedingt) wäre es möglich, eine höhere Höchstgeschwindigkeit anzusetzen, 160 könnte eine Zielmarke sein.
Bei Schwarzenau ist die Streckenführung eher kompliziert, weswegen es notwendig wird, den Bahnhof um 90° zu drehen.
Vom Betriebskonzept her würde ich tatsächlich einen Stundentakt bis Ceske Velenice und – je nach Lage in Tschechien – einen Zweistundentakt nach Budweis anstreben, indem man die REXe aus Wien mit den Os‘ nach Budweis durchbindet. So würde sich eine attraktivere Verbindung von Wien nach Budweis ergeben und das Waldviertel besser erschlossen sein.
Da braucht’s keine Waldviertelautobahn, die so rumgeistert in den Medien…

Ich bin ein ziemlicher Fan von Linienverbesserungen, die es meiner Meinung nach viel zu selten gibt. Eine bisschen detaillierte Ausarbeitung wäre jedoch wünschenswert, da sind ein paar arge Knicke drin.
Ansonsten ist eine Linienverbesserung halt vor allem sinnvoll, wenn sie eine durchgehend höhere Geschwindigkeit ermöglicht. Die Kurven bei Göpfritz oder Schwarzenau machen jedoch nicht so den Eindruck, dass es sich lohnt die Trasse so weiträumig zu verschwenken. Was hältst du von einer Führung parallel zur recht geraden B2? Müsste halt nur der Bahnhof Schwarzenau verlegt werden. Und auch östlich von Göpfritz müsste man wohl ein bisschen was machen, denn auch wenn die Strecke dort recht grade ist, sind dort laut laut openrailwaymap nur 100-110 km/h möglich, was den restlichen Ausbau infragestellt.
Westlich von Sigmundsherberg würde ich noch bis hinter Kainreith auf der Bestandstrasse bleiben, die sieht recht grade aus. Östlich von Sigmundsherberg dagegen komplett neu trassieren mit 70-90 zieht man da den Schnitt recht weit runter, Klein-Meiseldorf wird eh nicht mehr angefahren.
Den östlichsten Abschnitt würde ich schon östlich von Limberg beginnen lassen – also wenn schon denn schon. Limberg kriegt dann einen Gemeinschaftsbahnhof mit Niederschleinz.
Fragt sich nur noch für wen das ganze. Für nen stündlichen REX ist das wohl ein bisschen zu viel Aufwand, auch wenn er dann durchgebunden wird. Vielleicht könnte man auch zwei verschiedene Produkte anbieten, z.B. nen stündlichen Regionalzug, der überall hält (man kann dann evt. sogar noch ein paar Bestandsstreckenabschnitte beibehalten) und nen zweistündlichen beschleunigten REX, der dann mit Mehrsystemzügen nach Budweis durchgebunden wird.