Beschreibung des Vorschlags
Als betroffener „Vielfahrer“ auf der Linie 25 weiß ich wie oft die Züge nicht nur ausgebucht sind sondern auch überbucht.
Ob da ein weiterer Waggon als 13 teiliger ICE 4 das in Zukunft bewältigen kann, bezweifle ich jetzt einfach mal.
Eine aus meiner Sicht adäquate Lösung wäre eine Taktverdichtung, wie sie teils jetzt schon durch Verstärkerfahrten auf Teilabschnitten durchgeführt wird.
Grundgedanke ist folgender: Stündlich fährt der ICE das „Basisprogramm“ der Linie heißt:
Altona – HH Hbf – Harburg – Hannover – Göttingen – Kassel – Fulda – Würzburg – Nürnberg – Ingolstadt – München
Für alle anderen „Spinnereien“ ist der Zug in der anderen halben Stunde zuständig.
Möglichkeiten sind:
-ganze Züge oder Zugteile fahren nach oder über:
Bremen
Augsburg/Treuchtlingen
Wien
NRW
SH
-oder die Haltestruktur wird verändert z.B entfallen:
Fulda/Göttingen/Kassel/Ingolstadt/Würzburg
oder kommen die Halte in:
Uelzen/Celle/Lüneburg dazu.
So bleibt wenigstens immer ein Zug in der Stunde im starren Takt und bedient die Hauptrelation mit Vollzügen.
In der anderen halben Stunde können dann auch andere Vekehrsbedürfnisse abgedeckt werden. Sowas funktioniert auch mit einer NBS an der A7 oder halbwegs im Deutschlandtaktgefüge.

Finde ich im Ansatz absolut richtig. Einmal stündlich starr als Grundlinie durch, für die Spielereien gibts andere Züge. Hamburg – Wien ist da z.b. was durchaus logisches und ab Nürnberg in der gleichen Taktlage wie der Berolina fahrbar. Außerdem eine gute Verwahrung für die ICE-T.
Ist halt alles rein hypothetisch, solange zwischen HH und Hannover alles ausgebucht ist.
Eigentlich ganz sinnvoll, sofern die Züge tatsächlich durchgehend eine entsprechende Auslastung aufwarten (auch außerhalb der Tages- sowie Wochenspitzen), sonst ggf. auch nur zu diesen Zeiten auf einen Halbstundentakt verstärkt. Ist schließlich eine der wenigen (wenn nicht sogar die einzige?) Hauptrelation, wofür im D-Takt keine Verstärkung vorgesehen ist.
Das mit dem Grundangebot, welches dann in der anderen halben Stunde verstärkt wird, müsstest du aber nochmal genauer ausführen: Zu welchen Zeiten soll dieser Grundtakt fahren? Dann, wenn die heutigen bzw. zukünftig vorgesehenen Anschlussknoten erreicht werden? Das würde jedoch z.B. dazu führen, dass Fahrgäste aus Bremen immer die Anschlussknoten verpassen.
sofern die Züge tatsächlich durchgehend eine entsprechende Auslastung aufwarten
Die neue Auslastungsanzeige der DB-Auskunft verrät es dir. Einfach mal ab 17.4. (wenn in Hannover die Baustelle vorbei ist) Direktverbindungen Hamburg-Würzburg suchen. Was anderes als „hohe Auslastung erwartet“ oder „sehr hohe Auslastung erwartet“ existiert da nicht, ab 13 Uhr dann nur noch zweiteres.
Ist schließlich eine der wenigen (wenn nicht sogar die einzige?) Hauptrelation, wofür im D-Takt keine Verstärkung vorgesehen ist.
Mal ganz ehrlich, wenn man sich für jeden Vorschlag, der nicht dem D-Takt entspricht, jedes mal genau mit diesem Argument Zweifel dem Vorschlag gegenüber anhören muss, kann Linie Plus auch gleich den Betrieb einstellen. Dann kann man unter https://extern.linieplus.de/ einfach den Deutschlandtakt verlinken und gut ist.
Also ich habe außerhalb der Tages- sowie Wochenspitzen (d.h. auch nach dem Osterreiseverkehr, also ab dem 24.4.) in dem Abschnitt Fulda – Würzburg (der ja der einzige allein durch die Linie bediente darstellt) bisher hauptsächlich Verbindungen mit einer Auslastung über „normal“ und einzelnen mit „hoch“, aber keine mit „sehr hoch“ oder gar „außergewöhnlich hoch“ gesehen.
Es spricht aus meiner Sicht überhaupt nichts dagegen den Entwurf des D-Takts genauso wie alle anderen zukünftigen Fahrplanideen und Prognosen als Argument zu verwenden. Es ist ja kein Totschlagargument und soll selbstverständlich auch keins sein. Es ist jedoch ein Hinweis, welches wir nutzen können, um die Nachfrage zu bestimmen, schließlich sind dem D-Takt die Reisendenzahlenprognosen des Bundes hinterlegt – und anscheinend nicht so stark anwachsend, als dass sich aus Sicht des BMVI eine zweite Linie auf dieser Relation lohnt.
Weiterhin ist meinem obigen Kommentar ja auch durchaus zu entnehmen, dass ich der Idee keinesfalls grundsätzlich abgeneigt bin.
Das mit dem Grundangebot, welches dann in der anderen halben Stunde verstärkt wird, müsstest du aber nochmal genauer ausführen: Zu welchen Zeiten soll dieser Grundtakt fahren? Dann, wenn die heutigen bzw. zukünftig vorgesehenen Anschlussknoten erreicht werden? Das würde jedoch z.B. dazu führen, dass Fahrgäste aus Bremen immer die Anschlussknoten verpassen.
Sorry für die späte Antwort, aber in der Tat ist der Hauptast auch auf die bisher erreichten Knoten auszurichten, der Rest ist „nachrangig“.
Wobei eigentlich auch das nicht wirklich. Alle wichtigen Knoten haben ihre Anschlüsse spätestens zum Deutschlandtakt alle 30 Minuten (Hannover/Kassel/etc), da verliert man nur selten Anschlüsse.
Nochmal dazu: Ich kann den Gedanken verstehen, dass es eine Art Grundtakt geben soll und einen dazu versetzten Halbstundentakt mit „Spinnereien“. Dies halte ich aber aus mehreren Gründen für suboptimal. Es ist nämlich wenig sinnvoll mit dem anderen Zug diffuse Änderungen gegenüber dem Grundtakt zu haben, die den Zug teilweise beschleunigen (Entfall von Halten), ihn jedoch auch teilweise auszubremsen (Augsburg, div. Flügelungen,…). Besser wäre hier klar zwischen einem schnelleren und einem langsameren Angebot zu trennen. Zudem wäre ich nach wie vor dafür, Bremen in den Grundtakt mit aufzunehmen.