Limburg: Seilbahn Bahnhof – ICE

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Beschreibung des Vorschlags

Hier geht es mir um eine Verknüpfung der in Limburg-Süd haltenden ICEs mit den Regionalzügen am Innenstadtbahnhof. Die bestehende Busverbindung mit ihren dünnen Takten ist hierfür ja nicht gerade attraktiv, so dass diese Umstiegsmöglichkeit weder angeboten noch genutzt wird. Ein Stetigförderer in Form einer Einseilumlaufbahn könnte hier durchaus doch noch zu einer halbwegs anständigen Verknüpfung führen. Fahrzeit für die 2,3km beträgt dann etwa 7 Minuten.

Mit der bestehenden ICE-Anbindung nach Köln und Frankfurt sowie dieser Seilbahn in die Innenstadt bestünde durchaus auch das Potential, das bisher kaum bebaute monofunktionale Gewerbegebiet am ICE-Bahnhof zu einem dicht bebauten urbanen Mischgebiet mit erheblicher Wohnnutzung weiterzuentwickeln (was Druck vom Wohnungsmarkt nähme und gleichzeitig die Auslastung der Seilbahn und des ICE-Halts steigerte).

Im Vorfeld habe ich auch folgende Alternativen betrachtet, die aber allesamt vor allem auch aus topografischen Gründen ausscheiden:
– Verlegung Limburg-Süd zu einem Turmbahnhof an der Lahnbrücke (großer Höhenunterschied, und Umsteigemöglichkeit nur zu Zügen der Lahntalbahn)
– Ausfädelungen aus der Schnellfahrstrecke zur direkten Anbindung von Limburg Bahnhof (topografisch kaum machbar und enorme Fahrzeitverluste für hier haltende ICEs)
– Verlegung der gesamten Schnellfahrstrecke nach Limburg hinein (extrem aufwändig und teuer, auch topografisch kaum machbar)
Allen Varianten gemein wäre außerdem, dass die bisher getätigten Investitionen in Gebäude und vor allem Infrastruktur am bestehenden ICE-Bahnhof komplett umsonst gewesen wären.

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10 Kommentare zu “Limburg: Seilbahn Bahnhof – ICE

  1. Grundsätzlich auch keine schlechte Idee. Topographisch gesehen wäre eine Seilbahn hier wirklich das Mittel der Wahl. Allerdings sehe ich das Aufkommen als ein wenig zu gering an. Nicht umsonst fährt der Bus ja eher selten. Hintergrund ist, dass zum einen die ankommenden und abfahrenden ICEs nur ein sehr stoßweises Aufkommen generieren und zum anderen der ICE-Bahnhof auch zu einem nicht unerheblichen Anteil durch das ländliche Umland genutzt wird, von wo aus die ICE-Fahrgäste vorzugsweise mit dem Auto kommen werden. Eine Anreise mit dem Zug oder Bus nach Limburg Hbf, Umstieg in die Seilbahn, dann in den ICE und womöglich in Frankfurt dann nochmal in die S-Bahn ist so unattraktiv, das dies wohl nur die wenigsten nutzen würden.

    1. Die zu erwartenden Nutzerzahlen sind tatsächlich die Achillesferse des ganzen Projekts. Bei einem Stetigförderer (Wartezeit auf die nächste Fahrt entfällt somit grundsätzlich) mit 7 Minuten Fahrzeit dürften sich aber im Gegensatz zu heute tatsächlich Umsteigeverknüpfungen zwischen ICE und Regionalverkehr ermöglichen lassen. Die Fahrgastzahlen wären also in jedem Fall höher als aktuell mit dem Bus.
      Klarheit würde eine Machbarkeitsstudie bringen, die dabei auf jeden Fall auch das Szenario einer umfangreichen Bebauung mit Wohn- und Mischnutzungen im Umfeld des ICE-Bahnhofs berücksichtigen sollte.

      1. Wird am ICE-Bahnhof tatsächlich mal eine umfangreichere Ansiedlung von Wohnen und Gewerbe geplant, könnte ich mir die Seilbahn tatsächlich gut vorstellen. Ansonsten schätze ich die Nachfrage aktuell aber eher als recht gering ein, sodass die Bahn nur zur Stoßzeiten ausreichend ausgelastet wäre.

    2. Das sehe ich ähnlich, ein weiterer Umstieg in eine Seilbahn dürfte die Attraktivität nicht gerade fördern. Viel negativer wirkt sich aber meiner Ansicht nach das wirklich nur punktuelle Fahrgastaufkommen aus. Aktuell würden die Kabinen ja nur maximal zwei mal pro Stunde gefüllt werden, ansonsten würde kaum jemand nach Limburg-Süd oder zurück gondeln. Hier muss meiner Meinung nach wirklich eine Verknüpfung per Schiene hergestellt werden, das würde für die ganzen Anwohner östlich von Limburg auch zu kürzeren Reisezeiten als mit einer Seilbahn vom Hbf aus führen.

      1. Schienenverbindung wird es dort aber nie eine geben, Stichworte je nach Variante Topografie / Fahrzeitverluste. Den jetzigen ICE-Bahnhof wird man sicherlich auch nicht mehr anfassen. In der Seilbahn als Teil eines Stadtenwicklungsprojekts am bestehenden Bahnhof sehe ich daher insoweit die einzige halbwegs realistische Möglichkeit Regional- und Fernverkehr in Limburg zu verknüpfen. Gerade ÖPNV kann man sowieso fast nie losgelöst von städtebaulichen Fragen betrachten. Da in und um Frankfurt nach wie vor ein enormer Druck auf den Wohnungsmarkt herrscht, könnte man bei anständiger Planung ein solches Projekt auch durchaus zum Erfolg führen (halbe Stunde Fahrzeit bis Ffm Hbf ist immerhin schneller als von manchen S-Bahn-Stationen).

  2. Wenn – dann wäre das ein passendes Einsatzgebiet für eine Großraumgondel, ein Umlaufgondel wäre hier eher fehl am Platz. Jedoch sehe ich es als nicht gerade gut realisierbar an, in der Innenstadt eine solche Seilbahnstation zu errichten. Auch die im Weg stehenden Häuser sind ein Problem.

    1. Dem würde ich auch zustimmen. Es würde eine einzige Gondel reichen, die von der Innenstadt zum ICE-Bahnhof fährt und 1-2 Minuten vor dem ICE dort ankommt und 1-2 Minuten nach dem ICE wieder abfährt.

      1. Da hat Intertrain aber schon gut bemerkt, dass eine Gondel das Fahrgastaufkommen möglicherweise nicht aufnehmen könnte, oder wie groß soll die sein?

        Abgesehen davon weiß ich nicht, ob eine Fahrt pro Stunde die Infrastruktur rechtfertigt.

  3. Man könnte doch auch für Umsteiger im Tal einen neuen Bahnhof bauen und dann mittels Schrägseilaufzug die beiden Bereiche verbinden?

    Dann müsste man in Limburg fahrplanmäßig möglichst viele Züge von Westen kommendend durchbinden. Zumindest wenn zeitnah an Abbringer oder Zubringer zum ICE besteht.

  4. Ich kann mich hier den meisten Vorredner mit den Bedenken bezüglich des zeitlich punktuellen Fahrgastaufkommens anschließen. Viel negativer als die ansonsten wohl meist leere Seilbahn sind daran aber die entstehenden Warteschlangen vor der Seilbahn nach einer Zugankunft. Da ist doch die maximale Frustration vorprogrammiert, wenn dadurch Anschlusszüge verpasst werden. Gerade wenn ein verspäteter Zug ankommt und viele auf einmal in Sorge um ihren Anschluss so schnell wie möglich in die Seilbahn wollen, käme man da auch kaum um Ordner und Sicherheitspersonal herum.

    Für den im jüngsten Kommentar angeregten Schrägaufzug gilt selbstredend das gleiche.

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