Beschreibung des Vorschlags
Momentan ist die Jahnallee, welche als B87 gewidmet ist und so in die Zuständigkeit des neuen Fernstraßenbundesamtes fallen wird, eine sehr stark befahrene Trasse, welche für alle Verkehrsmittel als westlicher Hauptzubringer zum Innenstadtring dient. Zusätzlich wird in Abschnitten der Straßenraum als Parkplatz genutzt, was die eigentlich vierspurige Straße weiter verengt. Dadurch entstehen immer wieder gefährliche Situationen zwischen den verschiedenen Teilnehmern, was leider schon öfter tödlich ausgegangen ist.
Aktuell wurde das Dauerparken zwar eingeschränkt, aber eine nachhaltige Lösung ist das noch nicht, da der Anlieferverkehr dennoch für Fahrbahnverengungen sorgt. Um aber die Lage zukünftig für alle Beteiligten sicherer und angenehmer zu gestalten, schlage ich hier eine Tunnellösung vor. Diese wurde bereits ein paar Mal von diversen Gremien diskutiert, allerdings meist in der Art, das die Straßenbahn versenkt werden soll – was ich als absolut kontraproduktiv empfinde, da dies den KfZ-Verkehr noch stärker beschleunigen würde und am Waldplatz auch die Abbiegemöglichkeiten der Straßenbahn erheblich einschränken würde. Daher favorisiere ich das genaue Gegenteil:
Die Engpassbeseitigung erfolgt, indem der Durchgangsverkehr zwischen den Haltestellen Waldplatz und Leibnizstraße unterirdisch geführt und die Innere Jahnallee zwischen Friedrich-Ebert-/Waldstraße und Leibniz-/Thomasiusstraße für eben diesen gesperrt wird. Dafür werden jeweils die Rampen parallel zu den Haltestellen errichtet, um in einer Einzelröhre mit 3 Spuren – 2 stadtauswärts, 1 stadteinwärts – den Bereich zu durchmessen. Oberirdisch erhält man so die Möglichkeit, die Jahnalle optisch und funktional deutlich aufzuwerten, indem u.a. die Straßenbahn Rasengleise erhält und die bisher baumlose Häuserschlucht begrünt wird. Auch erlaubt dies eine Beschleunigung der Straßenbahn, welche in diesem Abschnitt mehrere Linien bündelt und der allgemeine Betrieb massiv profitiert, weil einer der Hauptgründe für Verpätungen auf den westlichen Linien wegfällt.
Da sich die westlichen Rampen im Bereich der Alten Elster befinden werden, ist eine zukünftige Öffnung der selbigen ausgeschlossen. Jene nicht zu öffnen hat aber meines Erachtens nach mehr Vor- als Nachteile, besonders im Bereich um das östliche Sportforum und mit Blick auf die übrigen Gewässer im Umfeld, weshalb ich hier auf den Flusslauf verzichten möchte.
Der Vorschlag ist ein Teil des Gesamtvorschlags zum Leipziger Straßenbahnnetz 2035+.
