Beschreibung des Vorschlags
Linie 3 eines möglichen, stark erweiterten Straßenbahnnetzes für Leipzig und die umliegenden Kommunen mit einem Zeithorizont ab 2035, zu welchem die Stadt samt direkt benachbartem Umland über 800.000 Einwohner zählen könnte.
Die Idee basiert auf diesem Vorschlag für den südlichen Ast dieser Strecke, wurde aber mit Blick auf das große Netz angepasst und erweitert. Der allgemeine Verlauf der 3 bleibt erhalten, das nördliche und südliche Ende wird allerdings weiter nach außen verlegt. Bis zum Adler wird die Linie von der neuen 13 unterstützt, von dort bis zum Waldplatz von der verlegten 2. In Fahrtrichtung Süden erfolgt ab Wasserwerk Windorf ein zweigleisiger Ausbau, ebenso im Norden in Richtung Taucha bis zur Endstelle in Dewitz.In Taucha wird die Trasse zum Bahnhof verschwenkt, um hier einen günstigen Übergangspunkt schaffen zu können. Die aktuell genutzte Trasse entlang der B87 (die perspektivisch mit dem Neubau der Umfahrung herabgestuft werden wird) kann dafür entfallen und zurückgebaut werden.
Zwischen den Haltestellen Wasserwerk Windorf und Seumestraße muss dafür der Fuß- und Radweg in Anspruch genommen werden. Allerdings wird absehbar der parallel verlaufende Weg am Knauthainer Mühlgraben im Zuge von dessen Renaturierung umgestaltet und ausgebaut, sodass hier eine passende Alternative besteht. An der Wendestelle am Bahnhof Knautkleeberg wird die Richtung der Einfahrt umgekehrt, sodass anders als bisher von Norden eingebogen wird. An der Endstelle Hartmannsdorf besteht die Option, bei einer entsprechenden Entwicklung die Elster zu queren und die Linie bis nach Belantis und/oder an das Nordufer des Zwenkauer Sees zu führen. Dafür wird bei Belantis eine Wendestelle mit eingeplant. Um den Konflikt in der inneren Jahnallee zu entschärfen wird die Bundesstraße hier unter die Erde gelegt und der obere Bereich für den Durchgangsverkehr gesperrt. Das Öffnen der Alten Elster ist damit allerdings ausgeschlossen, was man aber verkraften kann.
Wie im gesamten Hauptnetz ist ein 10′-Takt vorgesehen, der sich durch die Überlagerung von 2 oder mehr Linien entsprechend verdichtet. In den Abendstunden ist auch ein verkürzter Lauf zwischen Knautkleeberg und Taucha denkbar, grundsätzlich sollen aber alle Linien durchgängig betrieben werden.

Optionale Verlängerung über Belantis zu den projektierten Dörfern am Nordufer des Zwenkauer Sees in die Grafik eingefügt.
Die alte Elster soll wo geöffnet werden?
Laut dem Wassertouristischen Nutzungskonzept und dem Hochwasserschutzkonzept ist eine Wiederherstellung der Alten Elster zwischen Schreberbad und Leutzscher Allee geplant. Der Sinn davon wird aber angezweifelt, da dies dem westlichen Auwald noch mehr Wasser entziehen würde und auch die Flächen vor dem Sportforum, die u.a. für die Straßenbahnanbindung und eine Schule gebraucht werden, dadurch erheblich verkleinert würden. Hydrologisch bringt es als recht schmaler Kanal auch eher wenig, weshalb ich da lieber den Jahnalleetunnel an der Haltestelle Waldplatz beginnen lassen würde – der, so denke ich, einen deutlich besseren Effekt erzielen würde.