Beschreibung des Vorschlags
Linie 23 eines möglichen, stark erweiterten Straßenbahnnetzes für Leipzig und die umliegenden Kommunen mit einem Zeithorizont ab 2035, zu welchem die Stadt samt direkt benachbartem Umland über 800.000 Einwohner zählen könnte.
Hierbei handelt es sich zu 100% um eine neu konzipierte Linie, welche das derzeitige Stadtgebiet von Leipzig selbst nicht berührt, sondern im Westen den Flughafen und Schkeuditz erstmals direkt mit Markranstädt verbindet. Aktuell ist dies nur mit einem Umstieg in Dölzig und auch da nur stündlich möglich, was mit Blick auf die angekündigten und in Umsetzung befindlichen Ansiedlungen entlang der Strecke mehr als unzureichend ist. Neben dem Straßentunnel der Jahnallee wird hier auch das größte und sicher teuerste einzelne Kunstbauwerk des gesamten Netzes geplant, da die südliche Landebahn zwischen Kursdorf und DHL untertunnelt wird und im Bereich der B6n mit der Bahnlinie Gohlis-Gröbers sowie über die A14 und die ICE-Strecke je zwei Großbrücken errichtet werden. Zur Verbesserung des Kosten-Nutzen-Faktors dieser Bauwerke wird auch die Linie 19 entlang derselben bis an den Flughafen geleitet. Ziel ist, Markranstädt besser an den DHL-Hub als größtem Arbeitgeber der Region anzubinden und eine weitere Anreiseoption für den Flughafen anzubieten. Dies soll auch die chronisch überlastete A9 durch die Aufnahme von großen Anteilen des örtlich induzierten Pendlerverkehrs unterstützen.
In Markranstädt wird auch das nördlich der Bahnlinie gelegene Industriegebiet erschlossen westlich tangiert und über die verlängerte 15 sowie die 22 mit Leipzig verbunden sowie der innere Stadtverkehr gestärkt. Die Endstelle befindet sich in Seebenisch, um diesen Ortsteil an Markranstädt anzuschließen. Die 23E endet gemeinsam mit der 15E in Markranstädt, Südstraße. InMarkranstädt selbst wird die geplante Verlegung der B186 aus der Ortslage heraus mit berücksichtigt, die Bahnstrecke Leipzig-Großkorbetha wird mittels einer Unterführung gekreuzt.
In den Abschnitten zwischen den Ortschaften handelt es sich vom Charakter her um eine Überlandbahn vergleichbar der Relation Merseburg-Bad Dürrenberg. Um bei später möglichen Taktverdichtungen nicht direkt wieder die Bagger anrücken lassen zu müssen, wird die gesamte Strecke zweigleisig und parallel zur B186 ausgeführt. Südlich der Maßlauer Linie und am Abzweig Kleinliebenau entsteht jeweils eine Wendestelle für den Fall, dass wegen Sperrungen (z.B. wegen Hochwasser) der Abschnitt im Auwald nicht befahren werden kann. Die Querung der Elster-Luppen-Aue im Bereich des Domholzes soll dabei so schonend wie möglich erstellt werden, um die Eingriffe in diesen sensiblen Bereich zu minimieren.
Der Takt ist mit 20′ angedacht, in Markranstädt und Schkeuditz wird dieser durch Überlagerung mit anderen Linien verstärkt. Übergänge zur S-Bahn befinden sich in Markranstädt (über die 15 & 22), Schkeuditz und am Flughafen. Wird die Linie sehr gut angenommen, kann in der HVZ auch ein 10′-Takt eingerichtet werden.
Nachtrag: Nummerierung mit der Linie Dölitz-Schönefeld-Paunsdorf, Kiebitzmark getauscht.

Mach eine Kleinbuslinie draus, die 1 Mal in der Stunde fährt, und man kann drüber reden. Aber so ist jede Diskussion hinfällig, da das ein Hirngespinst ist und fast schon als Provokation betrachtet werden kann!
Das sehe ich anders, denn wenn man sich die Zahl der Parkplätze am Flughafen und deren Belegung ansieht, so ist es offensichtlich, das hier ein Bedarf besteht, der von der S 3 & 5 allein kaum mehr gedeckt werden kann. Nimmt man dann noch die angekündigten Neuansiedlungen und Investitionen mit auf, so wird dieser Bedarf auf für eng getaktete Verbindungen zwischen Schkeuditz, Dölzig und Markranstädt ansteigen – oder sollen die zusätzlichen Arbeitnehmer, Geschäftsreisenden etc. alle über die A9 und die B186 fahren?
Ja, werden sie, weil sie so bestimmt eine viertel Stunde schneller sind als mit einer Tram mit 70 km/h Höchstgeschwindigkeit, welche jede Dorfstraße mitnimmt.
Also wenn… wenn diese Strecke konkurrenzfähig sein soll, dann müssen die Haken, z.B. in Dölzig begradigt werden.
Der Haken in Dölzig kann auch mit einem Quartiersbus ersetzt werden, in Markranstädt wird das aber schon schwieriger, wenn man trotzdem noch das Industriegebiet und den Bahnhof anfahren will. Dito in Schkeuditz, dort kann man nicht an DHL vorbeifahren.
Ein weiterer Grund, warum der Flughafen per Straßenbahn auch von Süden her angesteuert werden sollte: Eine weitere mögliche Neuansiedlung auf dem Gelände, mit entsprechend dazugehörenden Dienstleistern. Diese ist zwar noch nicht in trockenen Tüchern, aber allgemein sind solche Meldungen regelmäßig zu lesen und mehr Firmen am Flughafen vergrößern auch den Pendlerstrom dorthin.
Punktuell habe ich die Streckenführung noch mal angepasst, nachdem ich vor kurzem den betreffenden Abschnitt mit dem Rad abgefahren bin. Ich denke, damit sollte ein guter Kompromiss gefunden sein.