Beschreibung des Vorschlags
Linie 16 eines möglichen, stark erweiterten Straßenbahnnetzes für Leipzig und die umliegenden Kommunen mit einem Zeithorizont ab 2035, zu welchem die Stadt samt direkt benachbartem Umland über 800.000 Einwohner zählen könnte.
Die 16 bleibt der Hauptzubringer zur Messe, erhält aber eine Verlängerung über Seehausen bis zur Endstelle Industriepark Nord, wodurch sie diesen westlich anbindet und zugleich Seehausen selbst sowie dessen Ortsteile Hohenheida und Göbschelwitz näher an die Stadt bringt. Dafür wird die aktuelle Endstelle an der neuen Messe so angepasst, dass eine Weiterführung über Merkurpromenade und Seehausener Allee in Mittellage möglich wird. Auf Höhe der Zufahrt zu Halle 2 entsteht eine Haltestelle, die gleichzeitig den Sachsenpark südlich erschließt. Am Industriepark Nord trifft sie sich schließlich mit der von Plaußig kommenden Linie 5, sodass das Gebiet nahezu komplett durch die Straßenbahn erschlossen wird. An der Kreuzung Regensburger/Göbschelwitzer Straße besteht die Möglichkeit, einen P+R-Platz einzurichten, um für die aus dem Delitzscher Raum kommenden Reisenden bereits hier eine Umsteigeoption zu schaffen. Zusätzlich werden die beiden neuen Stadtviertel am Freiladebahnhof und am Alten Zoll über zusätzliche Haltestellen an ihren westlichen Rändern mit in das Netz eingebunden.
Im Süden erfolgt zwischen der DNB und den Tierkliniken eine Umverlegung über den Deutschen Platz durch die Perlickstraße, um der Entwicklung auf der Alten Messe gerecht zu werden (fortlaufende Ansiedlung diverser, publikumsintensiver Einrichtungen: u.a. Stadtarchiv, Biocity, IDiV, IZI, Jugendamt, Stadler, Hornbach, Integrative Schule, …). Der Querriegel, welcher die Straße des 18. Oktober westlich der Halle 7 überspannt, soll entsprechend bestehender Planungen abgerissen werden, um die alte Messemagistrale wieder herzustellen. Dies ermöglicht das Einrichten der Haltestelle auf dem Mittelstreifen zwischen Fahrradstraße und KfZ-Fahrbahn. Entlang dem Deutschen Platz wird die südliche Variante genutzt, um auf einem separaten Bahnkörper die Semmelweisstraße queren zu können.
Der Grundtakt wird mit 10′ angedacht, bei Messen 5′. Zusätzliche Fahrten können über den Wilhelm-Leuschner-Platz und die Haltestelle Windmühlenstraße ermöglicht werden. Hierfür ist die Messekehre entsprechend auszubauen und zu ertüchtigen. An der DNB sowie an der Haltestelle Delitzscher/Essener Straße werden dezentrale Umsteigepunkte eingerichtet. Übergänge zur S-Bahn befinden sich auf der Messe, in Wiederitzsch, am Hauptbahnhof, am Wilhelm-Leuschner-Platz/Roßplatz sowie am Bayerischen Bahnhof.

Du willst die 5 ca. 45 Minuten mit Leerfahrten durch die Dörfer im Osten von Leipzig gondeln lassen, um sie dann am BMW Werk enden zu lassen, einen Kilometer entfernt von der hier eingezeichneten Endstelle der Linie 16? Was ist denn das für ein Schwachsinn? Wer soll denn außerhalb der Arbeitszeiten so damit fahren, wenn es eine Netzlücke gibt? Bitte bedenke das.
Desweiteren ist hier vielleicht der Bedarf für einen regelmäßigen Bus, aber nicht für eine Straßenbahn zu vermerken.
Das Messegelände wurde so erbaut, dass es den Stadtrand markiert.
Die Straßenbahn wurde so dort eingefügt, dass sie dort für immer enden soll.
Die Linienführung von dir eingezeichnet würde nicht nur die Symmetrie des Vorplatzes zerstören, sondern auch das Besucherkonzept der Messe völlig behindern und zu diesen Zeiten eine Sperrung der weiterführunden Strecke resultieren lassen. Bedenke dies!
Die „Dörfer“ im Osten von Leipzig sind das natürliche nächste Ziel der Stadtentwicklung, sobald die letzten Freiflächen und Industriebrachen in der Kernstadt bebaut sind (was im übrigen innerhalb der nächsten 5-10 Jahre der Fall sein wird). Daher wird die 5 dort kaum mit Leerfahrten durchgondeln. Das BMW-Werk wird immer wieder ausgebaut und hat neben dem normalen Werksverkehr auch einiges an Besucherverkehr, der aktuell von der 86 bewältigt werden muss. Auch füllt sich der Industriepark Nord immer weiter, erst kürzlich wurden wieder Pläne für neue Ansiedlungen veröffentlicht.
Dass das Messegelände mal als natürlicher Endpunkt der 16 gebaut wurde, mag stimmen. Aber „für immer“ ist bei Infrastruktur eine sehr gewagte Behauptung, die in diesem Fall schlicht nicht mehr anwendbar ist – denn tatsächlich ist genau diese Fortführung eine der konkreteren Untersuchungsstrecken in der städtischen Planung. Da in dem gewählten Verlauf auch die Busspuren entlang laufen, würde der Besucherstrom auch nicht stärker gestört als bisher, wenn zu Messen in Minutenabständen Linien-, Fern- und Reisebusse die kurze Steigung am Kongresscenter zur Seehausener Allee nehmen.
Der Umweg über die Alte Messe erscheint mir überhauptnicht sinnvoll, denn dort gibt es keinen Bereich, der nicht bereits in fußläufiger Entfernung zu vorhandenen Haltestellen liegt.
Die Kurve über die Alte Messe könnte man in der Tat verkürzen, indem man schon durch die Perlickstraße wieder zur Zwickauer abbiegt.
Nachtrag: der Bogen durch die Alte Messe ist verkürzt, durch den Deutschen Platz wird nur südlich gefahren, um die Fahrradstraße direkt an der DNB zu erhalten.
Den Umweg über Regensburger Str. braucht es jetzt echt nicht, da reicht auch ein P+R Parkplatz an der Haltestelle Alte Mühle.
Da könntest du Recht haben, ist nur die Frage, ob eine direkte Führung von der Alten Mühle zur BMW-Allee vereinbar mit geplanten oder bereits in Bau befindlichen Gebäuden in dem Gelände ist.