Beschreibung des Vorschlags
Linie 11 eines möglichen, stark erweiterten Straßenbahnnetzes für Leipzig und die umliegenden Kommunen mit einem Zeithorizont ab 2035, zu welchem die Stadt samt direkt benachbartem Umland über 800.000 Einwohner zählen könnte.
Wie bei allen alten Linien bleibt der generelle Verlauf erhalten, wird aber an den Außenästen verlängert und für höhere Kapazitäten ausgebaut. Im Schkeuditzer Gebiet wird das Ende über Wehlitz zum Industrie- und Gewerbegebiet Schkeuditz-West verschoben, um dieses effektiver anzubinden und für weitere Ansiedlungen attraktiver zu machen. Die neue Endstelle wird, je nach verfügbarem Platz, in Anlehnung des Straßenbahnhofes Leutzsch oder der Abstellanlage Lausen errichtet und soll als Depot für die in Schkeuditz fahrenden Linien dienen. Dabei sollen der Radschnellweg Leipzig-Halle, der parallel zur Bahnstrecke verlaufen soll, sowie eine geplante Unternehmensansiedlung am nördlichen Bierweg mit berücksichtigt werden. Etwa auf Höhe der aktuellen Endstelle am Rathaus Schkeuditz entsteht ein Schnittpunkt mit den Linien 19 und 20, dieser Haltepunkt ist daher als dezentraler Umsteigepunkt, mit Rücksicht auf die dort ansässige Feuerwehr, auszubauen.
Zwischen Schkeuditz und Rathaus Wahren, was als dezentraler Umsteigepunkt erweitert wird, werden die noch eingleisigen Abschnitte um ein zweites Gleis erweitert, um die engere Taktung zu ermöglichen. Dabei wird das zweite, stadtauswärtige Gleis ebenso in Randlage verlegt, um einen separaten Bahnkörper schaffen zu können. Entlang der Georg-Schumann-Straße werden mehrere neue Haltestellen eingerichtet und der S-Bahnhof Möckern besser angebunden.
Ab Chauseehaus bis Markkleeberg, Schillerplatz ändert sich die Linienführung nicht, sie wird aber um neue Haltestellen ergänzt, um beispielsweise das Areal am Freiladebahnhof zu erschließen. Von dort geht es südlich direkter an den Markkleeberger See, wo der bestehende Parkplatz so angepasst wird, dass hier eine Doppelendstelle für die 11E und die 22 eingerichtet werden kann. Die Goldene Höhe hinauf führt die Strecke auf einem separaten Gleiskörper nach Wachau, um an der Bornaer Chaussee südlich nach Auenhain abzubiegen, wo die neue Endstelle aufgebaut wird. In Verbindung mit der 21 Markkleeberg-Großpösna, welche abschnittsweise den gleichen Verlauf nimmt, kann die Markkleeberger 106 somit komplett auf Straßenbahnbetrieb umgestellt werden, was der Entwicklung der Stadt helfen wird.
Übergänge zur S-Bahn befinden sich in Connewitz, am Wilhelm-Leuschner-Platz, am Hauptbahnhof, in Möckern und in Schkeuditz-West.
Als Grundtakt ist ein Abstand von 10′ angedacht, wie im übrigen Netz mit Option auf eine Verdichtung. Die Außenäste können an den Tagesrandlagen auch nur bei jedem zweiten Umlauf angefahren werden. Die Schleife am Wiedebachplatz wird so hergerichtet, dass ein Pendelverkehr Connewitz-Auenhain ermöglicht werden kann.
