Beschreibung des Vorschlags
Im Zuge meines Vorschlages zur Erweiterung der Linie 3 Straßenbahnnetzes für Leipzig würde die 63 auf ihrer aktuellen Streckenführung fast komplett ersetzt werden. Um aber Rehbach und die zentraleren übrigen Ortsteile nicht vom ÖPNV abzuschneiden, sondern diese besser anzubinden, möchte ich die 63 in einen Quartiersbus analog der Grünauer 66 erweiterte Ringlinie umwandeln. Entsprechend dicht ist die Haltestellenfolge, der Takt sollte bei 30′ starten und kann bei reger Nutzung erweitert werden. An den Haltestellen Rehbacher Straße, Erikenstraße, Crocciusstraße, Knautkleeberg und Seumestraße bestehen Umsteigemöglichkeiten in die Straßenbahn. Im Bereich Rehbacher/Crocciusstraße erfolgt die Linienführung analog zur Straßenbahn, da ich hier eine Neuordnung des Straßenraums vorsehe.
Nachtrag: Um den Lininenverlauf flüssiger zu gestalten und auch Albersdorf sowie Knautnaundorf besser einzubinden, habe ich den Verlauf dahingehend verändert, das Rehbach nicht mehr der ständige Endpunkt der Linie ist, sondern diese weiter über Albersdorf und Göhrenz und, mittels einer Führung über die B186, Knautnaundorf zurück zum Bahnhof Knauthain führt. Der Abschnitt Göhrenz-Knautnaundorf-Knauthain kann dabei auch stündlich befahren werden und erst bei reger Nutzung auf einen 30′-Takt angehoben werden. In Hartmannsdorf fährt die 63 damit ein kurzes Stück parallel zur 3, was den positive Effekt hat, das die dortigen Anwohner mit dem ÖPNV in die südlichen Gewerbegebiete gelangen können. Die beiden Haltestellen Pilzanger und Rehbacher Straße entfallen, sind aber durch die Straßenbahnhaltestelle an der Rehbacher Straße adequat ersetzt. Zwischen den Haltestellen Rehbach und Nimrodtstraße wird der Halt ‚Klucksgraben-Nord‘ eingeordnet, um das dort zu erweiternde Wohngebiet auch von Norden anzubinden.

Ein 20-Minuten-Takt für eine Linie, die nur leere Luft durch die Gegend fährt, welcher bei reger Nachfrage verstärkt werden soll???
Ich schätze mal, da wohnen maximal 1500 Einwohner auf der Strecke. Da kann man schon bei einem Verkehr einmal die Stunde ein Linientaxi einsetzen. Diese Linie ist somit ziemlich unnötig und könnte vielleicht 2 Mal am Tag an Schultagen verkehren…
Da wohnen schon etwas mehr als 1500 Menschen, Tendenz steigend. Ein 20er Takt klingt vielleicht nach viel und ist im Vergleich zur aktuellen Situation auch deutlich mehr. Genau das ist aber der Hintergedanke – durch ein deutlich verbessertes Angebot auch die Eigenheimbesitzer dazu zu bewegen, für innerstädtische Strecken verstärkt den ÖPNV zu nutzen statt mit dem eigenen Auto bis zum Markt zu fahren. Vom Wagenmaterial her wird das sicher auch kein Gelenkbus werden, sondern etwas kompakteres, das sich auch durch die schmaleren Straßen manövrieren lässt.
Ich verstehe deinen Ansatz, allerdings bin ich bei solchen Auslastungen immer eher für den Einsatz flexibler Bedienformen. So wie in Berlin der 334, welcher ein geniales Konzept hat. Übertragen könnte der Bus an der Haltestelle Knautkleeberg warten (dort wäre dann keine Anmeldung erforderlich), bis er bestellt wird. Dann fährt er z.B. alle 30 Minuten einmal alle bestellten Haltestellen ab…
Ein flexibles Bedienkonzept könnte tatsächlich gut passen. Je nach Auslastung und weiterer Entwicklung des Umfeldes kann man das ja bedarfsgerecht justieren.
Nach der weitgehenden Fertigstellung des Straßenbahnnetzes habe ich mir noch mal Gedanken zu der 63 gemacht und bin zu dem Schluss gekommen, hier ein paar Anpassungen vorzunehmen:
Der Grundtakt wird auf 30′ angehoben, gültig für den Abschnitt Bahnhof Knauthain-Rehbach. Stündlich geht es über Albersdorf und die B186 nach Knautnaundorf und zurück zum Bahnhof Knauthain. Der Ring wird somit deutlich aufgeweitet und auch die südlichsten Orte mit angebunden. Am wieder einzurichtenden Haltepunkt Knautnaundorf entsteht ein Übergabepunkt zum SPNV, die erweiterte Siedlung am Klucksgraben wird durch eine zusätzliche Haltestelle nördlich angebunden.