3 Kommentare zu “KR: U70/U76 nach Hüls

  1. Ein interessanter Vorschlag. Den Tunnel halte ich allerdings nicht für erforderlich.

    Die Haltestelle Dießem könnte man problemlos mit Hochbahnsteigen ausstatten, da dort keine Krefelder Linie verkehrt.

    Am Hauptbahnhof befindet sich in der Hansastraße genügend Platz zwischen den Gleisen, um dort einen Hochbahnsteig anzulegen, und für die weitere Strecke zum Schluff würde ich eine anderen Route empfehlen. Sie sollte bis zur Gladbacher Straße gemeinsam mit der SL 042 verlaufen, dann über den Alten Deutschen Ring, sowie über Deutschen und Frankenring zur St. Töniser Straße, wo auf den Schluff gewechselt werden kann. Dort ist überall genug Platz für eine oberirdische Stadtbahn, die mit ihren Haltestellen (etwa an Alexanderstraße, Roßstraße, Marktstraße, St. Töniser Straße, Nordwall und Nordbahnhof) zudem auch die westliche Innenstadt Krefelds erschließen könnte.

    Die nächste Haltestelle müsste dann am Moritzplatz liegen, wo die Linie 044 dann ihren Endpunkt finden könnte. Bis dort könnte man sie vielleicht trotz dieser Stadtbahn erhalten, weiter auf keinen Fall. Der Parallelverkehr beider Linien nach Hüls wäre absolut übertrieben und nicht zu rechtfertigen.

    Im weiteren Verlauf nach Moers hätte diese Linie durchaus ihren Reiz, doch man muss sich darüber im Klaren sein, dass man damit das Ende der Straßenbahn in Hüls schafft.

    Eine Verlängerung der Straßenbahn in Hüls hätte natürlich auch ihren Reiz, wäre aber nur ohne diese Stadtbahn denkbar. Da müsste man sich schon entscheiden.

    1. Ich denke man könnte beide Systeme parallel betreiben, denn die Erschließungsfunktion wäre eine völlig andere. Die Stadtbahn hätte weder die Haltestellendichte, noch den Takt oder die Erschließung der Tram.

      Die Stadtbahn von Düsseldorf würde die Tunnelstationen im 10-Minutentakt bedienen. Die Verlängerung nach Hüls und Neukirchen sehe ich maximal alle 20, eher alle 30 Minuten. Dafür reicht dann auch eine eingleisige Strecke.

  2. Die Strecke über den Ostwall ist schon heute in den werktäglichen Verkehrsspitzen an der Auslastungsgrenze angekommen. Die U70/U76 fährt hier schon alle 10 Minuten in der HVZ. Zusätzlich die vier innerstädtischen Linien. Die Stadt Krefeld arbeitet an Stadtenwicklungsplänen mit Strassenbahn im Süden zwischen Fichtenhain und Fischeln, wo eine neue Strassenbahntrasse ab Tor 3 (Linie 42/43) eine neue Querverbindung zur U76 herstellen soll. Viele neue Fahrgäste werden aber die 042/043 für ihre Fahrt in die Innenstadt benutzen. Die Belastung der Haltestelle Rheinstrasse wird sich erhöhen, und damit auch die Verspätungsanfälligkeit der fünf Linien. Da die Krefelder Bahnen noch einen zusätzlichen Halt auf dem Ostwall haben, ist die Reisegeschwindigkeit der U76 eh schon reduziert. Die Hochbahnsteige der U76 auf dem Ostwall erscheinen aus heutiger Sicht nicht realisierbar. Der Wiederstand der Anlieger am Ostwall hat nach ewigenwarenden Einsprüchen zu dem heutigen unzureichenden Kompromiss geführt. Ein Hochbahnsteig am Hauptbahnhof nicht in Sicht, aber die Rheinbahn hat den Hochbahnsteig in Diessen in Planung. Es gab schon die entsprechende Bürgerbeteiligung.

    Mit dem Ausbau der Rheinquerung der geplanten U81 soll auch die U78 alle 20 Minuten in der HVZ bis Rheinstrasse verlängert werden. Die U70 soll dann aus Kapazitätsgründen entfallen, aber das wird zu protesten führen. Wenn die Rheinquerung erst gebaut ist, dann wird mit Sicherheit auch sehr bald die Frage nach einer eigenen umsteigefreien Stadtbahnlinie bis zum Düsseldorfer Flughafen auf die Tagesordnung der Städte Krefeld und Meerbusch kommen. Ein kurzer Stadtbahntunnel zwischen Diessem und Rheinstrasse mit den U-Bahnhöfen Hauptbahnhof und Rheinstrasse erscheint dann sinnvoll, damit die drei (vier) HF-Linien effektiv betrieben werden können. Eine Verlängerung des Tunnels über die Rheinstrasse hinaus in egal welcher Richtung dürfte sich kaum lohnen, mit Ausnahme einer Trasse entlang der B 509 in Richtung Europaring mit einer P+R Anlage, Umsteigeknoten zu lokalen Buslininen und einer Abstellehalle für Stadtbahnwagen. Dann aber auch nur ohne U-Bahnhof, nur mit einer oder zwei Hochflurhaltestellen entlang der Trasse. Auf dieser Weise erübrigt siche eine unterirdische Umsetzanlage unter dem Ostwall.

    Für die Strecke über Neukirchen-Vlyn besteht wohl kaum eine realistische Verkehrsgrundlage, vor allem weil die Eisenbahnstrecke das Stadtzentrum von Moers umfährt. Der VRR hat hier vor ein paar Jahren keine Grundlage einer Regionalbahn gesehen, aber das kann sich ja wieder ändern.

    Wenn, dann braucht man also eine NF-Strassenbahn. Da könnte man besser die O44 bis Moers verlängern, was sich aber wegen der heutigen Pendlerrichtungen nicht rechnet. Irgendwann, wenn mal eine neue Strassenbahnstrecke aus Duisburg bis Moers gebaut wird, könnte auch eine Verlängerung bis Vlyn über die Eisnbahntrasse realistisch sein. Dies ist die Hauptrichtung der Pendler. Eine Verlängerung der 044 kann dann interssant werden. Hier muss dann der beste geeignte Umsteigepunkt gewählt werden. Als Umsteigeknoten bietet sich Tönisberg südöstlich von Vlyn an, wenn man die Busfahrpläne studiert. Hier treffen auch Buslinienen aus unterschiedlichen Richtungen aufeinander. Alles in allem deutet die Taktdichte der Buslinien aber nur auf eines hin: Keine Chance für die hier vorgeschlagene Strecke.

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