4 Kommentare zu “Köln KVB Straßenbahn Mülheim-Kalk-Poll

  1. Hallo, der Vorschlag gefällt mir gut! Dieser Korridor ist sehr gut geeignet für eine rechtsrheinische Tangentialverbindung, da er die Zentren von Mülheim, Kalk und Poll miteinander verbindet. Auch die Entscheidung für Niederflur ist genau richtig, im Gegensatz zur oft diskutierten Verlängerung der Linie 13. Außerdem folgst du grob dem etablierten Korridor der Linie 159, Nachfrage ist also definitiv vorhanden.

    Ein paar Gedanken zum Streckenverlauf – vielleicht ist etwas dabei, womit du deinen Vorschlag noch verbessern kannst, oder vielleicht hast du dir auch etwas dabei gedacht, es nicht so zu machen:

    • Im Norden würde ich die neue Linie pragmatisch um eine Haltestelle zur Keupstraße verlängern. Der zusätzliche NF-Bahnsteig am Wiener Platz wird kompliziert genug und wahrscheinlich ist dort die einzige Option, die Hoch- und Niederflurbahnsteige hintereinander zu bauen. An der Keupstraße hingegen könnte man die Haltestelle + anschließende Wendeanlage entweder in den Clevischen Ring integrieren (als Vorleistung für die spätere Verlängerung nach Flittard) oder das heutige Wendegleis an der Keupstraße für Niederflur umbauen und eine neue Wendeanlage für die Linie 4 nördlich der Haltestelle bauen.
    • Den Umbau an der Stadtautobahn könntest du sparen, indem du auf die existierenden Gleise der Linie 3 in der Karlsruher Straße einbiegst, und von dort auf die Kalk-Mülheimer abbiegst.
    • Alternativ könnte man die Stadtautobahn auch queren, indem man westlich von der Straßenbrücke eine unabhängige Brücke für die Straßenbahn neu baut. So könntest man auch eine zusätzliche Haltestelle in der Solinger Straße bauen.
    • Da du die beiden Richtungsgleise im Bereich Kalk sowieso aufteilst, könntest du das Gleis in Südrichtung auch durch die Trimbornstraße und die Gießener Straße mit einer zusätzlichen Haltestelle an der S-Bahn führen. Das spart zumindest in eine Richtung den Fußweg beim Umstieg und der kleine Platz an der Haltestelle Kalk Post würde nur noch am Rand etwas verkleinert statt diagonal durchquert.
    • Du könntest über eine Haltestelle Wattstraße oder Gießener Straße nachdenken. Im Vergleich zur heutigen Linie 159 lässt du hier nämlich zwei Haltestellen aus.
    • Am südlichen Ende halte ich die Variante in Richtung Hafenbahn für deutlich sinnvoller. Dort wären zwei weitere Haltestellen möglich: Eine hinter der Laurenz Kiesgen-Straße mit Anbindung an einen Fußweg ins Poller Zentrum, und eine weitere zwischen dem Schütte-Gelände und dem Aldi. Dort ist auch genug Platz für eine großzügige Wendeanlage. Außerdem könnte man von hier mit einer Rheinbrücke die Tangentialverbindung weiterdenken: -> Schönhauser Str. -> Marktstr. -> Pohligstr. -> Weißhausstr. -> Universität -> Universitätstr. -> Ehrenfeld. Insgesamt hätte das aus meiner Sicht deutlich mehr Potenzial als eine Rheinquerung der Linie 13. Letztere kann auch am Rheinufer oder in Rodenkirchen enden.
    1. Auch die Entscheidung für Niederflur ist genau richtig, im Gegensatz zur oft diskutierten Verlängerung der Linie 13

      Eine Verlängerung der Linie 13 hätte natürlich das Problem, nicht die Zentren der Stadtteile zu treffen, Hochflur ist hier allerdings kein Problem, da sowohl die Frankfurter Straße als auch eventuelle Streckenführungen etwa beim Vingster Ring allesamt genug Platz bieten, um auch HF-Bahnsteige gut zu integrieren.

      Im Norden würde ich die neue Linie pragmatisch um eine Haltestelle zur Keupstraße verlängern. Der zusätzliche NF-Bahnsteig am Wiener Platz wird kompliziert genug und wahrscheinlich ist dort die einzige Option, die Hoch- und Niederflurbahnsteige hintereinander zu bauen. An der Keupstraße hingegen könnte man die Haltestelle + anschließende Wendeanlage entweder in den Clevischen Ring integrieren (als Vorleistung für die spätere Verlängerung nach Flittard) oder das heutige Wendegleis an der Keupstraße für Niederflur umbauen und eine neue Wendeanlage für die Linie 4 nördlich der Haltestelle bauen.

      Weiteren verkehrlichen Nutzen hat diese Verlängerung nicht, daher habe ich sie auch nicht hinzugefügt. Da wo ich jetzt die Wendeanlage eingezeichnet habe hat man deutlich mehr Platz und muss weniger umbauen, als dass bei allen deinen Vorschlägen der Fall wäre. Für die Platzierung so einer neuen Haltestelle Keupstraße müsste man außerdem schon wissen, wie dann später die Verlängerung gebaut wird (will man die Bäume im Mittelstreifen behalten und dem MIV beidseitig Spuren nehmen? Bäume abholzen und nur einseitig eine Spur nehmen? Parkplätze/Parkfläche am Rand nehmen um den gesamten Straßenquerschnitt zu verbreitern?), das ist aber ein ganz anderes Thema als dieser Vorschlag behandelt. Ich werde das als Option in die Beschreibung aufnehmen, mehr aber auch nicht.

      Den Umbau an der Stadtautobahn könntest du sparen, indem du auf die existierenden Gleise der Linie 3 in der Karlsruher Straße einbiegst, und von dort auf die Kalk-Mülheimer abbiegst.

      Alternativ könnte man die Stadtautobahn auch queren, indem man westlich von der Straßenbrücke eine unabhängige Brücke für die Straßenbahn neu baut.

      Ja das könnte man sicher irgendwie, ich habe hier aber extra darauf geachtet den Umbau so einfach wie möglich zu halten. Einen Kreisverkehr in der Mitte einer Wiese etwas zu verschieben sollte nicht sehr aufwendig sein, die Brücke über die Stadtautobahn muss auch nicht strukturell verändert werden. Für meine Variante muss auch keine neue Brücke gebaut werden. Die Kurvenradien dürften bei meiner Variante außerdem größer sein als wenn man über die Karlsruher Straße fährt.

      So könntest man auch eine zusätzliche Haltestelle in der Solinger Straße bauen.

      Du könntest über eine Haltestelle Wattstraße oder Gießener Straße nachdenken. Im Vergleich zur heutigen Linie 159 lässt du hier nämlich zwei Haltestellen aus.

      Die Solinger Straße braucht meiner Meinung nach keine neue Haltestelle, diese würde zu großen Teilen nur die Stadtautobahn im Einzugsgebiet haben. Die Bereiche nördlich bzw. südlich der Stadtautobahn liegen dann bereits wieder im Einzugsgebiet der Haltestellen eins weiter nördlich/südlich. Wenn man von einem Radius von 600m ausgeht ist der einzige Bereich der von dieser Haltestelle neu erschlossen würde bei der Sportanlage Eythstraße.

      Bei der Gießener Straße werde ich noch eine Haltestelle hinzufügen, hier bin ich mir aber recht unsicher ob eher Erschließungswirkung oder Geschwindigkeit priorisiert werden sollten.

      Da du die beiden Richtungsgleise im Bereich Kalk sowieso aufteilst, könntest du das Gleis in Südrichtung auch durch die Trimbornstraße und die Gießener Straße mit einer zusätzlichen Haltestelle an der S-Bahn führen. Das spart zumindest in eine Richtung den Fußweg beim Umstieg und der kleine Platz an der Haltestelle Kalk Post würde nur noch am Rand etwas verkleinert statt diagonal durchquert.

      Gute Idee, das werde ich so umsetzen. Macht dann auch an dieser Stelle wieder zwei recht nah aneinander liegende Haltestellen, aber das lässt sich in der Stadt wohl nicht immer vermeiden, besonders wenn Stadtbahn und S-Bahn sich in der Vergangenheit nicht so gut untereinander abgestimmt haben.

      Am südlichen Ende halte ich die Variante in Richtung Hafenbahn für deutlich sinnvoller. Dort wären zwei weitere Haltestellen möglich: Eine hinter der Laurenz Kiesgen-Straße mit Anbindung an einen Fußweg ins Poller Zentrum, und eine weitere zwischen dem Schütte-Gelände und dem Aldi. Dort ist auch genug Platz für eine großzügige Wendeanlage. Außerdem könnte man von hier mit einer Rheinbrücke die Tangentialverbindung weiterdenken: -> Schönhauser Str. -> Marktstr. -> Pohligstr. -> Weißhausstr. -> Universität -> Universitätstr. -> Ehrenfeld. Insgesamt hätte das aus meiner Sicht deutlich mehr Potenzial als eine Rheinquerung der Linie 13. Letztere kann auch am Rheinufer oder in Rodenkirchen enden.

      Ich befürchte nur, dass sich die Hafenbahn direkt an der Siegburger Straße nicht zweigleisig ausbauen lässt, außer der Netto wäre bereit die Zufahrt zum Parkdeck aufm Dach für Fußgänger/Radfahrer freizugeben damit der danebenliegende Weg für die Trasse genutzt werden kann. Der Rest müsste eng sein, aber gerade so genug Platz für die zweigleisige Strecke haben, beim BÜ mit der Müllergasse müssen aber auch hier wahrscheinlich kleine Teile des Privatgrundstücks angekauft werden.

      Ich würde in diesem Abschnitt nur eine weitere Haltestelle bauen, für mehr ist die Bebauung nicht dicht genug. Eine Abstellanlage ließe sich hier allerdings natürlich gut bauen.

      Die langfristige Erweiterung mit Rheinquerung sowie weiter über Schönhauser Straße – Marktstraße – Weißhausstraße – Universitätsstraße – innere Kanalstraße hängt eher davon ab ob sich hier im linksrheinischen etwas tut. Die Rheinquerung wäre hier als teuerster Teil wahrscheinlich nur sinnvoll, wenn an beiden Enden bereits genutzte Strecken liegen. Mehr Potenzial als die 13 sehe ich auch, wie ich am Anfang schon gesagt habe passt zur 13 ja wenn dann eher ein Verlauf entlang der Frankfurter Straße – Vingster Ring – A4 – Rheinufer – Bayenthalgürtel, womit die Zentren verpasst werden. Für ganz ausgeschlossen halte ich aber auch das nicht sollte sich die Finanzsituation Kölns irgendwann verbessern.

      1. Sieht jetzt nochmal besser aus 🙂

        Am besten zeichnest du auch noch die Haltestelle Poll Salmstr ein – die existiert zwar schon, wäre zum einfacheren Verständnis des Vorschlags aber besser.

        Eine Verlängerung der Linie 13 hätte natürlich das Problem, nicht die Zentren der Stadtteile zu treffen, Hochflur ist hier allerdings kein Problem, da sowohl die Frankfurter Straße als auch eventuelle Streckenführungen etwa beim Vingster Ring allesamt genug Platz bieten, um auch HF-Bahnsteige gut zu integrieren.

        Stimmt – die Frankfurter Str. wäre breit genug.

        Die Solinger Straße braucht meiner Meinung nach keine neue Haltestelle, diese würde zu großen Teilen nur die Stadtautobahn im Einzugsgebiet haben. Die Bereiche nördlich bzw. südlich der Stadtautobahn liegen dann bereits wieder im Einzugsgebiet der Haltestellen eins weiter nördlich/südlich. Wenn man von einem Radius von 600m ausgeht ist der einzige Bereich der von dieser Haltestelle neu erschlossen würde bei der Sportanlage Eythstraße.

        Was ein sinnvoller Erschließungsradius ist, wird oft unterschiedlich definiert. Die Stadt Köln setzt laut ihrem Nahverkehrsplan für Stadtbahn-Haltestellen in der „Kernstadt“ 400m und im „Außenbereich“ 600m an. Kalk gehört dort zur Kernstadt. Falls du es noch nicht kennst, findest du das Dokument hier zum Download – da sind auch generell ein paar interessante Statistiken drin, die ich für meine Voschläge hilfreich fand (auch wenn die Zahlen teilweise etwas veraltet sind).

        Trotzdem würde mit einer Haltestelle Solinger Straße wahrscheinlich nicht so viel neues erschlossen – man müsste die Kosten für die Brücke ins Verhältnis dazu setzen. Deine Variante ist auf jeden Fall machbar.

        Bei der Gießener Straße werde ich noch eine Haltestelle hinzufügen, hier bin ich mir aber recht unsicher ob eher Erschließungswirkung oder Geschwindigkeit priorisiert werden sollten.

        Schwierige Frage – vor allem bei Tangentiallinien. Wenn die Linie nur von Mülheim bis Poll fährt, würde ich Erschließungswirkung priorisieren. Würde die Linie bis Flittard und/oder über den Rhein verlängert, würde ich eher Geschwindigkeit priorisieren und mehr Buslinien für die Feinerschließung behalten. Aber meistens weiß man ja leider nicht beim Bau des ersten Streckenabschnitts, wie weit die Linie in Zukunft wirklich mal fährt.

        Die langfristige Erweiterung mit Rheinquerung sowie weiter über Schönhauser Straße – Marktstraße – Weißhausstraße – Universitätsstraße – innere Kanalstraße hängt eher davon ab ob sich hier im linksrheinischen etwas tut. Die Rheinquerung wäre hier als teuerster Teil wahrscheinlich nur sinnvoll, wenn an beiden Enden bereits genutzte Strecken liegen.

        Volle Zustimmung – ich würde die linksrheinische Erweiterung auch nicht in die Karte aufnehmen, der Fokus soll hier ja rechtsrheinisch sein. Das wäre nur eine interessante Verknüpfungsoption zu einer Strecke, die in den letzten Jahren immer mal wieder in der Politik erwähnt wird. Vielleicht könntest du das ja in der Beschreibung erwähnen, so wie die Strecke nach Flittard.

        1. Am besten zeichnest du auch noch die Haltestelle Poll Salmstr ein – die existiert zwar schon, wäre zum einfacheren Verständnis des Vorschlags aber besser.

          Hatte ich vergessen, ist jetzt aber gemacht.

          Was ein sinnvoller Erschließungsradius ist, wird oft unterschiedlich definiert. Die Stadt Köln setzt laut ihrem Nahverkehrsplan für Stadtbahn-Haltestellen in der „Kernstadt“ 400m und im „Außenbereich“ 600m an. Kalk gehört dort zur Kernstadt. Falls du es noch nicht kennst, findest du das Dokument hier zum Download – da sind auch generell ein paar interessante Statistiken drin, die ich für meine Voschläge hilfreich fand (auch wenn die Zahlen teilweise etwas veraltet sind).

          Trotzdem würde mit einer Haltestelle Solinger Straße wahrscheinlich nicht so viel neues erschlossen – man müsste die Kosten für die Brücke ins Verhältnis dazu setzen. Deine Variante ist auf jeden Fall machbar.

          So genau habe ich mir das tasächlich nicht angeschaut, für Stadtbahnen würde ich 400m eher nur wirklich in der eigentlichen Innenstadt nehmen und schon kurz außerhalb Richtung 600m gehen (wobei in der Praxis die spezifische Situation vor Ort natürlich viel wichtiger ist), aber das scheint die Stadt Köln etwas anders zu beurteilen. Wahrscheinlich ist bei dieser Haltestelle beides im Rahmen.

          Volle Zustimmung – ich würde die linksrheinische Erweiterung auch nicht in die Karte aufnehmen, der Fokus soll hier ja rechtsrheinisch sein. Das wäre nur eine interessante Verknüpfungsoption zu einer Strecke, die in den letzten Jahren immer mal wieder in der Politik erwähnt wird. Vielleicht könntest du das ja in der Beschreibung erwähnen, so wie die Strecke nach Flittard.

          Habe ich tatsächlich schon hinzugefügt, im zweitletzten Absatz beim Punkt „Strecke“.

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