Beschreibung des Vorschlags
Die Linie 4 fährt in Köln auf fast der gesamten Strecke abseits der Straße. Nur im rechtsrheinischen gibt es insgesamt vier Stellen, wo im Straßenraum gefahren wird:
- Suevenstraße – Bahnhof Deutz/LANXESS Arena: hier könnten einfach die Gleise durch einen Bordstein vom restlichen Verkehr getrennt werden um einen besonderen Bahnkörper zu erschaffen. Langfristig ist eine Tunnellösung möglich, aber nicht nötig.
- Bahnhof Deutz/LANXESS Arnea – Koelnmesse: durch Verbreiterung der Bahnunterführung kann hier ohne Wegfall anderes Verkehrsraumes ein eigener Gleiskörper erreicht werden.
- Stegerwaldsiedlung – Grünstraße: auch hier kann die Aufweitung einer einzigen Bahnunterführung den kurzen straßenbündigen Abschnitt entfernen. Durch noch mehr Ausbau können alle Kreuzungen bis zum Wiener Platz entfernt werden.
- Berliner Straße – Im Weidenbruch: hier muss ebenfalls eine Bahnunterführung aufgeweitet werden, dies reicht allerdings noch nicht aus. Dafür habe ich diesen Vorschlag erstellt.
Offensichtlich kann man die meisten Stellen ohne Probleme beseitigen, nur an dieser Stelle hier gibt es einige Probleme. Sollte man alle straßenbündigen Abschnitte beseitigen, könnte man die auf Linie 4 eingesetzten Züge, nach Verlängerung einiger oberirdischer Bahnsteige, ohne Probleme auf 90m verlängern. Für noch längere Züge müssten wahrscheinlich auch unterirdische Bahnsteige verlängert werden, da hiermit allerdings höhere Kosten verbunden sind, würde ich davon aufs Erste absehen. So kann die Kapazität auf der stark genutzten Linie um 50% gesteigert werden, etwas das durch die geplante Verlängerung nach Widdersdorf, und wahrscheinlich noch weiter, noch wichtiger wird. Außerdem bedeutet dies eine Verbesserung der Zuverlässigkeit, da anderer Verkehr so zunehmend weniger Einfluss auf den Stadtbahnbetrieb hat, selbst wenn andere Störquellen wie Kreuzungen und andere Stadtbahnen weiterhin bleiben.
Andere Vorschläge für eine veränderte Streckenführung zwischen der Berliner Straße und Im Weidenbruch hat bisher alex8055 veröffentlicht: Trassenverlegung und Hochbahn. Die Trassenverlegung hat dabei den Nachteil eines größeren Umweges und müsste komplett neue Bahnunterführungen errichten, die Hochbahn wäre vergleichsweise sehr aufwändig und wäre unter den Anwohnern vermutlich nicht sehr beliebt. Ich möchte hingegen sehr nah an der heutigen Strecke bleiben und durch bisher nicht zugebaute sondern anderweitig genutzte Flächen trassieren. Außerdem ist eine möglichst geradlinige Trassierung vorteilhaft, da so höhere Geschwindigkeiten erreicht werden können.
Hierfür ergibt sich eine perfekte Trasse durch bisherige (Klein-)Gärten und einen Parkplatz. Alle so wegfallenden Flächen können in unmittelbarer Nähe durch Wegfall anderer bisher ungenutzte Grünflächen ersetzt werden, nur die Gartenbesitzer sind hier wirklich geschädigt. Je nach Ausgang über Verhandlungen zum Landkauf kann die Trasse hier natürlich auch weiter nördlich um die Grundstücke herum geführt werden, dadurch wird die Strecke allerdings kurviger und mehr Kleingärten müssen an anderer Stelle neu errichtet werden, daher wäre die hier eingezeichnete Trassierung wenn möglich zu empfehlen.
Die Bahnunterführung muss natürlich aufgeweitet werden, um die Bahnstrecke (jetzt in Seitenlage) auf eigener Trasse aufzunehmen. Die Berliner Straße kann höhengleich gekreuzt werden, durch eine Tieferlegung der Straße und eine Brücke für die Stadtbahn ließe sich aber auch eine kreuzungsfreie Lösung schaffen. Für die reine Trennung von straßenbündigen Abschnitten wäre dies nicht notwendig, für einen Umbau zur U-Bahn, oder um die Zuverlässigkeit zu verbessern, allerdings eine weitere Möglichkeit.

Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass es da seitens der KVB oder im Rahmen der neuen S-Bahn-Station Pläne gibt, die straßenbündige Trassierung zu entfernen.
Weißt du, ob da was dran ist?
Bisher weiß ich davon nichts, mein Kölner Mitstreiter alex8055 hat mir auch nichts dazu sagen können als wir uns letztens einmal getroffen haben. Es wäre aber schön, wenn auch die KVB diese problematische Stelle in den Blick gefasst hat.
Dann hatte ich das wohl falsch in Erinnerung.
Der mir bekannte Stand ist der, dass die Stadt Köln bislang nicht plant, die Stadtbahn nach dem Bau der neuen S-Bahnhaltestelle „Berliner Straße“ im Bereich der Bahnunterführung zu verlegen. Geplant ist bislang, den unweit des südlichen Endes der dortigen Stadtbahnhaltestelle befindlichen ehemaligen Eisenbahntunnel dafür zu nutzen, einen Zugang zu der neuen S-Bahnhaltestelle zu schaffen. Die Behinderungen der Stadtbahn durch den im Bereich der Bahnbrücken abbiegenden Straßenverkeht in den Höhenhauser Ring blieben damit bestehen. Auf die Idee, direkt an der Südseite der Bahnunterführung eine neue Stadtbahnhaltestelle unter den Gleisen anzulegen, ist wohl seitens der Stadt Köln niemand gekommen bzw. es ist der Stadt zu teuer.
Da die Berliner Straße hinter der Bahnunterführung stadtauswärts nicht so befahren ist, könnte die Stadtbahn ab der Einmündung mit dem Neurather Ring bis zur Haltestelle „Im Weidenbruch“ dann mit einer Vorrangschaltung auch weiterhin die Berliner Straße benutzen. Denn mit einer Verlegung der Bahn hinter die Häuser auf der Nordseite der Berliner Straße dürfte es nichts werden. Zum einen hätten die Bewohner der neugebauten Häuser am „Circus-Roncalli-Weg“ etwas gegen die Bahn direkt vor Ihren Fenstern – anstelle der momentanen PKW-Stellplätze – außerdem würden dann weiter vor der neuzubauenden Stadtbahnbrücke über die A3 zur Haltestelle „Im Weidenbruch“ noch die bestehenden Kleingärten entfallen.
Lies dir doch Mal die Beschreibung durch. Die Häuser haben so oder so auf einer der beiden Seiten eine Bahn vor den Fenstern und eine Vorrangschaltung reicht nicht aus um 90m Bahnen einsetzen zu dürfen. Das steht da, du musst nur endlich lernen zu LESEN!
Genau an diese Trasse hatte ich auch schonmal gedacht. Interessantes Detail: Das Gebäude Berliner Straße 221 wurde erst vor kurzem neu gebaut und dabei hat man genau die Parkplatzfläche nicht bebaut, die du für die Stadtbahn verwenden möchtest. Der Grundriss des alten Gebäudes ist in Google Maps noch erkennbar. Ist das nur ein glücklicher Zufall oder vielleicht sogar eine Flächenfreihaltung?
Dieser Vorschlag ist mittelfristig sehr sinnvoll – aber wahrscheinlich für Köln nicht Prio 1. Daher sollte man (falls nicht sowieso schon geschehen) die Flächen freihalten bis eine Aufweitung der Engstelle am Pfälzischen Ring seitens der DB ebenfalls absehbar ist.
WIMRE wurde in Köln gegen Ende der 1970er ein Stadtbahntunnel von Grünstr bis Fixheider Weg geplant.
Das, und der Bau des baulich vorbereiteten Messetunnels würde die Möglichkeit eröffnen, die 4 auf Dreifachtraktion umzustellen (sofern die Bahnsteige überall passen). Ich halte beide Tunnels was den Verkehrswert betrifft definitiv für angebracht, und man bräuchte keine Ausnahmegenehmigung für Dreifachtraktionen. Man hätte damit Nägel mit Köpfen gemacht.
Was für eine Ausnahmeregelung? In diesem Vorschlag geht es darum, ohne so einen teuren Tunnel trotzdem auch Dreifachfraktionen (ohne Ausnahmeregelung) einsetzen zu können. In Deutz müsste man nur anderen Verkehrsteilnehmern verbieten auf den Gleisen zu fahren, die Eisenbahnbrücken müssten konsequent aufgeweitet werden, und diese Stelle hier ließe sich wie gezeigt ebenfalls ohne Probleme oberirdisch lösen (und man müsste offensichtlich alle Bahnsteige verlängern). Wofür der Tunnel? Wer soll den finanzieren? Die 10% welche die Stadt beisteuern müsste würden ausreichen um den Haushalt in die roten Zahlen zu treiben, was nicht erlaubt ist. Das einzige was ein Tunnel auf dieser Strecke erreichen würde wäre mehr Platz für die Autos, nichts anderes, nur in Deutz gäbe es langfristig Potential dafür.
Mein Fehler, ich dachte wohl fälschlicherweise, dass über 75 m lange Bahnen Straßen/Fuß-/Radwege nur dann ebenerdig kreuzen dürfen, wenn sie mit Andreaskreuz ausgestattet oder beschrankt sind.
Dass die 4 ohne Ausnahemgenehmigung mit Dreifachtraktionen bestückt werden kann, wäre natürlich eine große Verbesserung. Ob man das durch deinen Vorschlag oder durch die Tunnel ermöglicht, muss man natürlich abwägen anhand der Kosten, des Nutzens, oberirdischen Gestaltungsmöglichkeiten etc.