21 Kommentare zu “Köln KVB Linie 13 Halt Berrenrather/Straße entfernen

  1. Der 131er hält nicht am Sülzgürtel. Allerdings würde eine Ring-13 ihn wahrscheinlich in Zollstock treffen.

    Die wegfallenden Umsteigebeziehung (wer vom 978er zur Uniklinik will macht dann was?) sowie die längeren Fußweges (sicherlich + 2-3 min für Betroffene) rechtfertigen die Zeitersparnis von maximal 30 Sekunden nicht.

    1. DEUTLICH mehr Leute nutzen die 13 (bzw. werden sie nach Verlängerung nutzen), als Leute mit der 978 fahren. Ich habe aber einen Lösungsvorschlag für die 978 ergänzt (Umleitung zur nächsten Station der 13).

  2. Ein Haltestellenabstand von 300 m ist für eine Straßenbahn absolut angemessen. Die Beseitigung einer vorhandenen Haltestelle mit den sich daraus ergebenden längeren Fußwegen und erforderlichen Umwegen bei einer Buslinie kann ich nicht als Verbesserungsvorschlag des ÖPNV betrachten. Ich glaube, dafür ist LiniePlus nicht gedacht, werde das aber klären.

    1. Aber halt, wir reden hier von einer Stadtbahn, die nach aktuellen Planungen mit 70m Bahnen im T5 fahren wird. Das einfach unter Straßenbahn zu summieren trifft die Sache nicht ganz. Sollte nach dem linksrheinischen Ausbau der 13 der Sülzgürtel unter oder „hinter“ der Luxemburger Straße liegen, kann die Haltestelle auch bleiben, sonst sind bei der 13 aber Haltestellenabstände zwischen 400m und 600m üblich, nicht wie hier 300m. Der mittlere Haltestellenabstand der 13 liegt sogar bei mehr als 700m, auch wenn dieser natürlich nicht wirklich vergleichbar ist.

      Ich rechtfertige diesen Vorschlag weiterhin durch die Fahrtzeitverkürzung für zukünftig viele Benutzer, die diese (dann) Ringbahn benutzen werden. Die Fahrtzeitverkürzung ist bei einzelnen Haltestellen vielleicht gering, das heißt aber nicht, dass mehr oder weniger unnötige Haltestellen trotzdem gebaut und jetzt sogar auf Hochbahnsteige umgebaut werden sollten.

      1. Ich kann beide Seiten verstehen.
        Da ich nicht beurteilen kann, wie wichtig dieser Halt ist, kann ich kein Urteil darüber fällen, ob hier die Vor- oder Nachteile überwiegen.

        Bezüglich der Fahrtzeitersparnis müsste man allerdings tief in die Verkehrsplanung schauen, ob die ~halbe Minute tatsächlich auch an der nächsten Haltestelle ankommt, oder lediglich an der nächsten Ampel wieder abgewartet werden müssen. Dafür müsste man allerdings die genaue Ampelschaltung kennen und auch beurteilen können, wie sich eine Änderung ebendieser auf den Verkehr auswirkt.

        Die Vorteile des Haltentfalls sind allerdings gut dargelegt und auch nachvollziehbar.

        1. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand wegen 30 Sekunden Zeitersparnis die Bahn statt das Auto wählt. Dagegen wirkt ein 300 m längerer Fußmarsch durchaus abschreckend, das Auto parkt nämlich vor der Tür (oder in unmittelbarer Nähe).

          Wenn es denn sein muss, baut man einfach (H) Sülzgürtel östlich der Luxemburger neu und gut ist.

            1. Man kann ja auch hinzufügen, dass weniger Stationen besser für die Pünktlichkeit sind und wie gesagt 30s an einer Stelle auch zu größeren Zeitersparnissen auf ganzer Strecke werden können. Wie aber auch gesagt, braucht es dafür dann richtige Verkehrsplanung die so etwas analysiert, aber genau um so etwas anzuregen gibt es ja L+.

              1. Kommt halt drauf an, welche Alternativen man hat.

                Ich hatte früher auf meinem Schulweg 3 Minuten Umsteigezeit. Eine halbe Minute mehr hätte mir dutzende Male den Anschluss gerettet.
                Es macht schließlich einen Unterschied, ob man jede Woche einmal oder nur alle zwei Wochen einmal den Anschluss verpasst.

    1. Welche andere Buslinie soll hier denn noch kommen? Die 130/134 werden durch eine Verlängerung der 13 bis zum Rhein in Zukunft wahrscheinlich nicht mehr fahren. Die 978 wird wohl bleiben, aber durch eine Stichstrecke der 18 nach Hürth-Mitte eher Fahrgäste einbüßen.

      Die 131 könnte man durchaus auch auf einem anderen Weg im Kreis schicken, sodass der Sülzgürtel angefahren wird. Und schon die heutige Haltestelle ist der Berrenrather Straße nicht so viel näher als dem Sülzgürtel.

      Welche möglichen Buslinien, die zwar an der Berrenrather Straße aber keiner anderen Haltestelle der 13 halten würden, siehst du denn?

      1. Da die Linien 130/134 bei einer Verlängerung der 13 zum Rhein sehr wahrscheinlich wegfallen, wäre es wohl am sinnvollsten die Linie 131 ab der Kreuzung Sülzburgstr./Berrenrather Str. zur Universität zu schicken. Der Umstieg von der 13 zur 131 kann dann ja am Zollstockgürtel erfolgen.

        1. Sobald die 13 verlängert wurde dürfte das wohl tatsächlich am sinnvollsten sein. Aber auch ohne das ließe sich der Halt hier streichen (um sich den Umbau auf HF zu sparen).

  3. Ich kann den Reflex einiger User, dass man keine bestehenden Haltestellen aufgeben sollte, grundsätzlich verstehen. Hier ist aber eine der wenigen Stellen im Kölner Netz, wo das tatsächlich sehr sinnvoll ist.

    Die 300 Meter Haltestellenabstand hören sich erstmal viel an, viel sinnvoller zur Veranschaulichung ist es aber, den Abstand zwischen den Eingängen zu den Haltestellen zu messen, das ist nämlich die Distanz die Fahrgäste beim Wegfall der Haltestelle im Worst Case zusätzlich laufen müssten. Ich habe gerade mal den Status Quo nachgemessen:

    • Berrenrather Straße/Gürtel <-> Sülzgürtel: ca. 170m
    • Berrenrather Straße/Gürtel <-> Euskirchener Straße (Fahrtrichtung Nord): ca. 165m

    Das ist sind bei 4km/h Geschwindigkeit nur ca. 2 Minuten Fußweg. Wenn man nun 30 Sekunden Fahrtzeitersparnis gegenrechnet, müsste also ein Viertel der Fahrgäste in der Linie 13 an der Berrenrather Str. aussteigen, damit sich der Halt lohnt. Das ist heute schon nicht der Fall, obwohl die Linie 13 am Sülzgürtel endet. Aktuell kann man die Situation noch verschmerzen, spätestens mit dem Ausbau zum Rhein verschiebt sich das Verhältnis aber nochmal deutlich, sodass der Halt wirklich wegfallen sollte.

    Vielleicht überzeugt euch auch ein reales Beispiel, wo schonmal ein Halt in Köln weggefallen ist: Auf der Linie 12 gab es früher einen Halt am Kalscheuer Weg. Dieser ist beim Umbau der Strecke 2006 weggefallen, die angrenzenden Haltestellen hat man leicht in die Richtung der weggefallenen Haltestelle verlegt: Die Distanz zwischen den Haltestellen Gottesweg und Zollstockgürtel ist heute gut vergleichbar mit dem Abstand, den die Haltestellen Sülzgürtel und Euskirchener Straße in diesem Vorschlag hätten. Heute würde wohl niemand ernsthaft vorschlagen, die Haltestelle Kalscheuer Weg wieder neu zu bauen.

  4. @Jan_Lukas:

    Du könntest diesen Vorschlag noch verbessern, indem du den Bahnsteig an der Euskirchener Straße für die Fahrtrichtung Süd gegenüber von dem anderen Bahnsteig an die Münstereifeler Straße verlegst. So würde auch dieser Bahnsteig näher an die wegfallende Haltestelle rücken. Die Verlegung könnte beim Neubau der Hochflur-Bahnsteige erfolgen. Die Bäume dort sind wahrscheinlich kein Problem im Vergleich zum Neubau am alten Standort, da dort ebenfalls Bäume stehen.

    An der Haltestelle Zülpicher Straße/Gürtel könnte man den Bahnsteig für die Fahrtrichtung Süd ebenfalls gegenüber des anderen Bahnsteigs neu bauen, dort könnte man dann ganz einfach den alten Niederflur-Bahnsteig für die Umleiter der Linie 9 behalten.

    1. Das sind zwar Optionen, für diesen Vorschlag ist das allerdings alles nicht unbedingt nötig. Die Bahnsteige vor den Kreuzungen haben ja den Vorteil, dass man während der Rotphase den Fahrgastwechsel machen kann.

      1. Das sind zwar Optionen, für diesen Vorschlag ist das allerdings alles nicht unbedingt nötig.

        Klar, für die grundsätzliche Machbarkeit des Vorschlags ist es nicht unbedingt nötig, aber angesichts der kontroversen Diskussion alleine schon hier auf der Plattform kannst du jedes Pro-Argument gebrauchen, und wenn man die Abstände zu den benachbarten Haltestellen reduzieren kann, ist das ein sehr wichtiges Argument. Der Umbau der Haltestelle Euskirchener Straße ist eine auf Jahrzehnte einmalige Gelegenheit zur Verlegung des Bahnsteigs, daher sollte das auf jeden Fall gemeinsam mit einem potenziellen Wegfall der Haltestelle Berrenrather Straße/Gürtel untersucht werden.

        Aber am Ende ist es dein Vorschlag – ich finde ihn auch so weiterhin gut.

        Ich habe auch mal einen Vorschlag im Rahmen der Bürgerbeteiligung zum Ausbau der Linie 1 auf 90m-Bahnsteige gemacht, die Haltestellen Eupener Straße und Clarenbachstift zusammenzulegen. Bereits heute gibt es auf diesem Abschnitt mMn zu viele Haltestellen, durch die 90m-Bahnsteige rücken sie nochmal weiter zusammen. Das kam in den Kommentaren sogar erstaunlich gut an. Die Verwaltung scheint von sowas aber nur schwer überzeugen zu sein: In den Antworten auf die Bürgerbeteiligung wurde der Vorschlag mit einem Verweis auf die Erschließungsradien abgetan – aber selbst wenn man nur 400m-Radien ansetzt überlappen sich die Erschließungsradien fast vollständig so, dass durch die zusätzliche Haltestelle nichts neues erschlossen wird. Meine Vermutung ist, dass das ein vorgeschobener Grund war um die Planung nicht überarbeiten zu müssen.

        Die Bahnsteige vor den Kreuzungen haben ja den Vorteil, dass man während der Rotphase den Fahrgastwechsel machen kann.

        Das ist hier tatsächlich nicht relevant, da es der Kreuzung mit der Münstereifeler Straße gleich die nächste Ampel gibt. Mit einer guten Vorrangschaltung sollten die Ampeln aber idealerweise aber ohnehin kaum Auswirkungen auf die Stadtbahn haben.

        1. Bei der Euskirchener Straße gebe ich dir Recht, aber bei der Zülpicher Straße nicht. Die Umleitet der 9 werden an der Gleueler Straße wohl kaum NF-Bahnsteige erhalten, ich sehe auch keinen Grund warum hier unbedingt ein Halt eingelegt werden muss. Für die Umleiter wären meiner Meinung nach langfristig andere Möglichkeiten besser geeignet, etwa eine Strecke über die Universitätsstraße (ob nun zur 18 und dann zu den Ringen, oder zur 1 und von dort über die OWA).

          Bei der Zülpicher Straße ist das Thema Rot-/Grünphasen auch tatsächlich sehr relevant, weil die 9 hier eine Recht lange Grünphase braucht (da erst gehalten werden kann, wenn alle Autos vor der Bahn losgefahren sind, die Bahn aber in der selben Grünphase noch weiterfahren soll).

          Bei der Euskirchener Straße ergibt die Verlegung Sinn, bei der Zülpicher nicht.

          Das mit der Eupener Straße/Clarenbachstift verstehe ich ehrlich gesagt auch nicht. Da war ich einer derjenigen, der sich bei der Bürgerbeteiligung ebenfalls für die Zusammenlegung ausgesprochen hat. Schon heute sind die Haltestellen Recht nah beisammen, mit längeren Bahnen wird das, genau wie du sagst, nicht besser werden.

  5. Bei der Euskirchener Straße gebe ich dir Recht, aber bei der Zülpicher Straße nicht. Die Umleitet der 9 werden an der Gleueler Straße wohl kaum NF-Bahnsteige erhalten, ich sehe auch keinen Grund warum hier unbedingt ein Halt eingelegt werden muss. 

    Du hast mich überzeugt, dass nur die Euskirchener Straße mit in diesen Vorschlag gehört und die Zülpicher Straße/Gürtel nicht.

    Der Halt für die Umleiter an der Haltestelle Zülpicher Straße/Gürtel ist deswegen relevant, weil das eine reguläre Haltestelle der Linie 9 ist, die Gleueler Straße nicht. Dort können die Umleiter natürlich ohne Probleme durchfahren.  Ich würde jetzt auch nicht unbedingt neue Bahnsteige anlegen, die nur ein paar Tage im Jahr genutzt werden, aber wenn es schon einen gibt, ist es es ganz nett den zu erhalten.

    Für die Umleiter wären meiner Meinung nach langfristig andere Möglichkeiten besser geeignet, etwa eine Strecke über die Universitätsstraße (ob nun zur 18 und dann zu den Ringen, oder zur 1 und von dort über die OWA).

    Stimmt, sobald es eine Strecke über die Universitätsstraße gibt, wäre die deutlich besser geeignet.

    1. Der Halt für die Umleiter an der Haltestelle Zülpicher Straße/Gürtel ist deswegen relevant, weil das eine reguläre Haltestelle der Linie 9 ist, die Gleueler Straße nicht. Dort können die Umleiter natürlich ohne Probleme durchfahren.  Ich würde jetzt auch nicht unbedingt neue Bahnsteige anlegen, die nur ein paar Tage im Jahr genutzt werden, aber wenn es schon einen gibt, ist es es ganz nett den zu erhalten.

      Das stimmt natürlich auch wieder. Für den Kerninhalt dieses Vorschlags ist es allerdings absolut irrelevant ob der Bahnsteig nun vor oder hinter der Kreuzung liegt.

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