10 Kommentare zu “Köln: 4-gleisige Südbrücke mit S-Bahn und Fernverkehrs-Bypass

  1. Weder zwischen östlicher Zubringerstraße und der (H) Humboldt-Gremberg/TH Köln noch zwischen Deutz-Kalker Straße und Gummersbacher Straße ist genug Platz um eine Tunnelrampe zu bauen, inbesondere weil bei der Deutz-Kalker Straße auch die U-Bahn unterquert werden muss. Und was ist mit dem Ausbau südlich Gummersbacher Straße? Da wo du die Rampe planst sollen weitere Gleise liegen. Mit diesem Problem werden große Teile des Vorschlags irrelevant, da der Fernverkehr weiterhin oberirdisch fahren werden muss. Da dürfte es einfacher sein beim Bf. Köln-Süd den Hang zur Moselstraße aufzuschütten und neue, kleinere Bäume zu pflanzen, um dort den Platz zu haben um zwei weitere Gleise zu verlegen, sodass weiterhin Überholungen stattfinden können.

    Eine viergleisige Südbrücke sehe ich positiv, der Rest des Gesamtkonzeptes ist hingegen Murks.

  2. Danke für den Hinweis mit der U-Bahn, die hatte ich tatsächlich gar nicht auf dem Schirm. Ich habe einen neuen Entwurf gemacht: Da sich die Bahnstrecken in diesem Bereich ohnehin auf Dämmen in Hochlage befinden, habe ich den Tunnel durch eine Hochbahn ersetzt. Das ist sowieso günstiger und sollte bei einer so breiten Straße wie dem Deutzer Ring vertretbar sein. Bei Problemen mit dem Lärmschutz wäre eine Einhausung des Deutzer Rings möglich.

    Der Ausbau südlich Gummersbacher Straße ist ein Projekt, das schon so viele Jahre in Planung ist ohne dass etwas passiert, dass ich es hier komplett vergessen habe einzuzeichnen 😀 Habe ich aktualisiert – für den Abzweig auf die Hochbahn ist trotzdem locker genug Platz.

    Zur Moselstraße: Hier bin ich oft unterwegs und kann daher sagen, dass die Straße bereits jetzt schon sehr eng ist – es sind vielleicht 15 Meter vom Bahndamm zur Wohnbebauung. Ich kann mir nur schwer vorstellen dass es genehmigungsfähig wäre da zwei Gleise reinzuquetschen.

    1. Eine Hochbahn wäre an dieser Stelle wahrscheinlich wirklich möglich, da die Fernzüge nach deinem Konzept in Messe/Deutz halten sollen hätte man sogar kein größeres Problem mit höhengleichen Kreuzungen.

      Ich meine noch zu wissen, dass inzwischen seit zwei Jahren oder so bauvorbereitende Maßnahmen wie Untersuchungen nach Blindgängern stattfinden. Wirklich gebaut wird daher immer noch nicht, der Ausbau ist inzwischen aber halbwegs absehbar.

      15m Straßenbreite bei einseitiger Bebauung ist relativ viel. Es gibt viele Straßen mit Gebäuden auf beiden Seiten, die weniger breit sind. Das was die Straße so „schmal“ macht dürften die Querparkplätze sein. Wenn man diese entfernt hätte man in dieser Hinsicht schon viel gewonnen…

  3. Update August 2025

    Ich habe diesen Vorschlag einmal grundlegend überarbeitet. Dabei habe ich die Kreuzungsbauwerke am Volksgarten komplett neu geplant, sodass die Steigungen insbesondere für den Güterverkehr jetzt deutlich angenehmer sind. Außerdem sollten sich Fernverkehr und S-Bahn auf den beiden nördlichen Gleisen durch mehrere kleinere Änderungen jetzt deutlich weniger in die Quere kommen. Auch ein paar Kurvenradien konnte ich erhöhen.

    Die unveränderten Gleise habe ich jetzt alle grau gefärbt, das sollte nochmal herausstellen wie verhältnismäßig wenig Neubau für diesen Vorschlag nötig ist.

  4. Moin

    Die Idee die Anbindung des Linken Rhein an Kalk Nord auf das Gelände vom VW-Werk zu verlagern finde ich wirklich gut, Da hier ja die Gleise mehr oder weniger schon liegen und der Platz da wäre. Außerdem ist es alles andere als positiv, dass die Güterzüge mitten durch Humboldt-Gremberg fahren. Es ist auch ein ganz schönes Geschleiche, ich bin dort selber schon gefahren. Deine Idee würde den Laufweg ein gutes Stück verkürzen.

    LG

    1. Hallo! Freut mich, dass dir mein Vorschlag gefällt.

      Diese kleine Verbindungskurve macht den Rest des Vorschlags überhaupt erst möglich. Ich denke, die sollte man auf jeden Fall bauen, selbst wenn man die Südbrücke „nur“ für die S-Bahn ausbaut und nicht für den Fernverkehr. So hätte der Güterverkehr auf dem Weg nach Kalk Nord auch weiterhin seine eigene Infrastruktur.

      1. Moin

        Ich persönlich sehe das ja überhaupt nicht hier die S-Bahn fahren zu lassen, meine Variante würde eher über Köln West, Eifeltor und Brühl nach Bonn führen, allerdings ist dort teilweise auch nur 3-Gleisiger Ausbau möglich.

        Für mich wäre das zweite Gleispaar eine eindeutige FV-Maßnahme, da sie eine wendefreie Fahrtmöglichkeit von Fernzügen von der Hohenzollernbrücke auf die KRM bieten würde. Ja, die Fahrzeiten wären länger, aber man könnte einen großen Konflikt aus dem Hbf entfernen und diesen dank dieser Strecke weitgehend ohne Wende fahren. Besonders die Hamburger Züge würden hier sich anbieten, da diese ja von der Wupperschiene kommen und daher auf dem passenden Gleis richtung Köln West fahren und somit ohne Gleiswechsel im Raum Köln auskommen.

        LG

        1. Wieso müssen diese ICE unbedingt diese riesige Stadtrundfahrt einmal rund um Köln machen?
          Und man baut sicherlich nicht irgendwo umfangreiche Ausbauten um ein paar Minuten Fahrtzeit einzusparen, wenn man den ICE in Köln umfangreiche Fahrtzeitverlängerungen zumutet.

          Im Deutschlandtakt ist eine Verlängerung der SFS von ihrem derzeitigen Ende am Abzweig Steinstraße bis zu der Ausfädelung nach Deutz (tief) vorgesehen samt weitestgehender Verlagerung des Frankfurt-Verkehrs weg vom Hbf hin nach Deutz.

          Dies finde ich sinnvoller als den Status Quo mit den ganzen Fahrten doppelt über die Hohenzollernbrücke und nochmals deutlich sinnvoller als eine Stadtrundfahrt via Südbrücke, Westring und Hohenzollernbrücke.

          1. Moin

            Ich bin hier ehrlich, meine Dargestellte Meinung ist etwas veraltet, da ich immer mehr wie von dir genannt dazu tendiere, die durchfahrenden Frankfurt FV-Züge nach Deutz-Tief zu verlagern. Besonders die benannten Hamburger Züge wären hiervon betroffen.

            Dennoch wäre es vorteilhaft eine solche Umfahrungsmöglichkeit zu haben, da sie beide Verkehrsführungen erlaubt und im Störungsfall auch so genutzt werden kann. Weiterhin bietet sie die Möglichkeit für Regionalzüge von Wuppertal / Düsseldorf kommend zum Flughafen zu fahren ohne dabei im Hbf zu wenden.

            Abgesehen davon bin ich überhaupt kein Freund von dieser zwanghaften Suche noch noch 2 Minuten Fahrzeitersparnis, die wir in Deutschland betreiben. Ich sehe ja selber täglich wie Fahrpläne im FV zugrunde gehen alleine, weil die Haltezeiten besonders in großen Bahnhöfen viel zu knapp kalkuliert sind. Von den Pufferzeiten auf manchen Strecken ganz zu schweigen. Deshalb sollte meiner Meinung nach ein größerer Fokus auf Betriebsstabilisierung und Angebotsausbau liegen wenn wir Projekte planen, als das aktuell der Fall ist. Wo dann aber von dir richtig benannt wurde, dass es in diesem Fall am besten wäre, wenn der durchlaufende FV ganz aus dem Hbf verschwindet.

            LG

            1. Abgesehen davon bin ich überhaupt kein Freund von dieser zwanghaften Suche noch noch 2 Minuten Fahrzeitersparnis, die wir in Deutschland betreiben. Ich sehe ja selber täglich wie Fahrpläne im FV zugrunde gehen alleine, weil die Haltezeiten besonders in großen Bahnhöfen viel zu knapp kalkuliert sind. Von den Pufferzeiten auf manchen Strecken ganz zu schweigen. Deshalb sollte meiner Meinung nach ein größerer Fokus auf Betriebsstabilisierung und Angebotsausbau liegen wenn wir Projekte planen, als das aktuell der Fall ist. Wo dann aber von dir richtig benannt wurde, dass es in diesem Fall am besten wäre, wenn der durchlaufende FV ganz aus dem Hbf verschwindet.

              Eigentlich stimme ich dir da ja zu, aber spezifisch auf der Strecke Köln-Frankfurt würden sich solche 2min doch lohnen. Die Strecke hat schon heute selbst bei den schnellsten Verbindungen noch einen ordentlichen Puffer. Gleichzeitig fehlen aber nur noch sehr wenige Minuten um die Verbindung Köln-Frankfurt unter die Symbolträchtige Marke von einer Stunde zu bringen.

              Und um diese wenigen verbliebenen Minuten einzusparen muss man halt die Stadteinfahrten verbessern, der Umweg über die Südbrücke wäre genau das Gegenteil dessen.

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