9 Kommentare zu “Köln: 2. Ost-West-Strecke Neumarkt-Dom/Hbf-Bf Deutz

  1. Tut mir Leid, aber die Zeichnung lässt mit die Brillengläser zerspringen. Dazu muss ich anmerken, dass du wahrscheinlich die Straßenbahnlinien auf der rechten Rheinseite anschließen möchtest. Deswegen sollte das Verkehrsmittel des Vorschlags auch die Straßenbahn sein.

  2. Falsches Verkehrsmittel! Du meinst hier eine Niederflurstadtbahn, Köln hat keine U-Bahn!

    Außerdem ist dieser Vorschlag technisch nicht umsetzbar, da zu geringe „Kurven“radien, eine Ecke ist ne Kurve mit Radius 0.

    Sonst fehlt mir noch eine Begründung, warum denn ein Abzweig vom Deutzer Tunnel, nicht (zusätzlich) von der Strecke von 3 und 4? Warum eine Rampe schon vor dem Rudolfplatz, obwohl z.B. eine Linie Richtung Weststadt hinzukommen könnte? Warum keine Verbindung zum Innenstadttunnel/der Nord-Süd-Stadtbahn? Welche Linien sollen hier fahren? Wie könnte das Netz nach dem Ausbau so ungefähr aussehen? Wird in offener oder bergmännischer Bauweise gearbeitet? Wie sieht die Verbindung zum Deutzer Tunnel aus? Höhenfrei oder mit Gleiskreuzung? Wird die alte Rampe dann abgebaut oder beibehalten, und wieso (Tipp: Betriebshof Merheim)?

    Ich arbeite schon seit gestern an einem sehr ähnlichen Vorschlag, ich lasse dir jetzt aber erst einmal Zeit diesen hier zu verbessern, bevor ich das Gleiche noch mal veröffentliche.

    1. Ich vermute eher mal, dass es schlecht gezeichnet war und der Autor hier zum Teil bestehenden Strecken folgen möchte. Daher interpretiere ich das so, dass zwei Neubauten vorgesehen sind:

      – Vom Neumarkt aus müsste wahrscheinlich eine Verbindungskurve zum Innenstadttunnel gebaut werden, was aber wegen der Auslastung schwierig werden könnte.

      – Von Dom/Hbf oder Breslauer Platz/Hbf (?) soll ein Rheintunnel nach Deutz/Messe gebaut werden.

      Allerdings halte ich das Betriebskonzept gar nicht für möglich, außer es sollen HF-Stadtbahnen (mit Trittstufen für NF-Bahnsteige) eingesetzt werden.

      Hier werden entweder Äpfel mit Birnen vereint oder es ist eine komplett neue Strecke ohne Anschluss an das HF-Netz. Ansonsten stelle ich mir da dieselben Fragen…

      1. Es ist eine komplett neue Strecke mit Anschluss an das Ost-West-NF-Netz, das in vollem Umfang erhalten bleibt. Ein Anschluss an das HF-Netz oder an den Nord-Süd-Tunnel am Neumarkt sind nicht vorgesehen.

    2. Also natürlich soll der Tunnel Teil des Niederflurnetzes der existierenden Stadtbahn sein (und nicht eine eigenständige U-Bahn völlig unabhängig vom Straßenverkehr mit Stromschiene). Da ich mich aber in erster Linie an das Kölner Publikum wende und mich auf die dortige Diskussion zur Ost-West-Achse beziehe, in der oberirdisch und unterirdisch eine entscheidende Rolle spielt, habe ich eine Darstellung als U-Bahn gewählt. Wobei der Abschnitt in der Nord-Süd-Fahrt auch als Straßenbahn gebaut werden könnte, wenn die Autos dort endlich tiefergelegt würden, wie es in Köln seit Jahrzehnten diskutiert wird. So ein Projekt, also einen Tunnel für Autos zu bauen und damit Platz für eine Straßenbahn zu schaffen, wäre prinzipiell förderfähig. Jedenfalls gibt es mit dem Karlsruher Kriegsstraßen-Projekt hierfür ein Beispiel. Für die Einzelheiten verweise ich auf die Facebook-Gruppe Ost-West-Achse Köln, es würde zu lang werden, das hier alles auszuführen. Die Gruppe wird auch relativ weit oben angezeigt, wenn man bei Google Ost-West-Achse Köln eingibt (falls Sie interessiert sind).

      Bei meinem Vorschlag hier geht es vor allem um Kapazitätserweiterung. Es sollen 30 Bahnen zusätzlich pro Stunde und Richtung in die Innenstadt geführt werden können. Der Kapazitätsengpass der Ost-West-Achse befindet sich zwischen Neumarkt und Deutz, nicht zwischen Heumarkt und Aachener Weiher. Denn am Neumarkt zweigt die Strecke nach Sülz ab, an der Deutzer Freiheit die Strecke nach Porz. Deshalb die Konzentration auf den Abschnitt Neumarkt-Deutz.

      Die zusätzliche Kapazität wird zunächst insbesondere rechtsrheinisch benötigt für eine Taktverstärkung auf der Linie 1 (6 Bahnen pro Stunde je Richtung) und eine neue Linie für die Anbindung der Neubaustrecke nach Neubrück (bei einem 10-Minuten-Takt ebenfalls 6 Bahnen pro Stunde je Richtung). Außerdem halte ich es für sinnvoll, die Neubaustrecke nach Mülheim-Süd und weiter nach Stammheim/Flittard über eine kurze neue, alte Straßenbahnstrecke über den Ottoplatz in Deutz zur Deutzer Brücke und über die alte Ost-West-Achse in die Innenstadt zu führen (als Niederflurstrecke). Hierdurch würde der Nord-Süd-Tunnel für einen 5-Minuten-Takt der Linie 4 entlastet. Die Straßenbahnstrecke über den Ottoplatz hat es in dieser Woche, wenn auch in anderem Zusammenhang, glaube ich zum ersten Mal in einen Beschluss des Verkehrsausschusses geschafft. Ferner wäre noch Kapazität da, einen Abzweig nach Humboldt-Gremberg umzusetzen, der in den 80er-Jahren geplant war und irgendwann mal aus den Planungen herausgenommen wurde (am besten oberirdisch). Dann wäre schon wieder alles voll und verplant.

      Die Einbeziehung der Linien 3 und 4 in den Rheintunnel und in die neue unterirdische Ost-West-Strecke wäre hingegen kontraproduktiv. Die Linien würden dort unnötig Kapazität beanspruchen und welche Bahnen sollen dann über die Severinsbrücke fahren (mal ganz abgesehen davon, dass es Hochflurlinien sind und es schon deshalb nicht ginge)?

      Linksrheinisch könnte durch die 2. Ost-West-Strecke der Takt auf der Linie 1 verstärkt werden. Eine U-Bahn vom Neumarkt Richtung Westen wird erst als Teil einer U-Bahn nach Lindenthal erforderlich (wobei auch dann die Straßenbahnstrecke aus Kapazitätsgründen beibehalten werden muss, wenn die Linie nach Lindenthal (-Frechen) im 5-Minutentakt verkehren soll und auf der Aachener Str. pro Stunde je Richtung 18 bis 24 Bahnen fahren sollen, heute sind es bereits 18).

      Das muss an dieser Stelle reichen, ich verweise für weitere Einzelheiten nochmal auf die Facebook Gruppe Ost-West-Achse Köln

      1. Da ich mich aber in erster Linie an das Kölner Publikum wende und mich auf die dortige Diskussion zur Ost-West-Achse beziehe, in der oberirdisch und unterirdisch eine entscheidende Rolle spielt, habe ich eine Darstellung als U-Bahn gewählt.

        Da im Volksmund jedoch auch häufig noch von der Bundesbahn die Rede ist, ist klar, dass man daran nichts messen kann.
        Wir haben auf LiniePlus einheitliche Definitionen der Kategorien und diese sind für alle Nutzer und auch für alle Städte gleich.
        Bitte ändere daher die Kategorie.

      2. Bei meinem Vorschlag hier geht es vor allem um Kapazitätserweiterung. Es sollen 30 Bahnen zusätzlich pro Stunde und Richtung in die Innenstadt geführt werden können. Der Kapazitätsengpass der Ost-West-Achse befindet sich zwischen Neumarkt und Deutz, nicht zwischen Heumarkt und Aachener Weiher. Denn am Neumarkt zweigt die Strecke nach Sülz ab, an der Deutzer Freiheit die Strecke nach Porz. Deshalb die Konzentration auf den Abschnitt Neumarkt-Deutz.

        Nur werden diese 30 weiteren Bahnen nie und nimmer direkt alle in Anspruch genommen werden. Das heißt besonders am Anfang hat man nach Realisierung dieses Projektes erstmal freie Kapazitäten.

        Die Einbeziehung der Linien 3 und 4 in den Rheintunnel und in die neue unterirdische Ost-West-Strecke wäre hingegen kontraproduktiv. Die Linien würden dort unnötig Kapazität beanspruchen und welche Bahnen sollen dann über die Severinsbrücke fahren (mal ganz abgesehen davon, dass es Hochflurlinien sind und es schon deshalb nicht ginge)?

        Die Kapazität wäre wie gerade gesagt wahrscheinlich erst nach einiger Zeit beansprucht. Wenn Verbindungskurven zur 3 und 4 rechtsrheinisch sowie zum Innenstadttunnel gebaut werden (die so liegen, dass keine Station dazwischen liegt), kann hier auch eine HF Bahn fahren, z.B. auf einer Ringlinie Hbf. – Neumarkt – Severinsbrücke – Bf. Messe/Deutz.

        Man muss sich ja auch weiter fragen: wie viel Kapazität gewinnt man bereits durch längere Bahnen, die man dann nicht durch neue Strecken herstellen muss. Daher finde ich nur für die Rheinquerung den Mix der HF- und NF-Netze berechtigt, da keine Stationen auf dem Weg liegen.

      3. „Da ich mich aber in erster Linie an das Kölner Publikum wende…“

        Wenn du etwas veröffentlichst, kannst du dir die Leser nicht aussuchen. Du hast außerdem als erstes einen Vorschlag von mir verlinkt. Dann darf ich doch davon ausgehen, dass du dich auch an mich gewendet hast? Ich bin aber kein Kölner.

        Auf Linie Plus wendet man sich immer an alle Interessierten, die sich auf In- und Ausland verteilen. 🙂

    3. Ich arbeite schon seit gestern an einem sehr ähnlichen Vorschlag, ich lasse dir jetzt aber erst einmal Zeit diesen hier zu verbessern, bevor ich das Gleiche noch mal veröffentliche.

      Wenn sich weiterhin nichts verändert werde ich dann mal weiter machen müssen. In der jetzigen Form ist dieser Vorschlag immer noch technisch nicht möglich, sehr ungenau und nicht sehr gut begründet.

Einen Kommentar zu diesem Beitrag verfassen

E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren. Du kannst Benachrichtigungen auch aktivieren, ohne einen Kommentar zu verfassen. Klicke auf den Link und du erhältst eine E-Mail, um das Abonnement zu bestätigen: Abo ohne Kommentar.