2 Kommentare zu “KN: Radolfszeller Spange Singen – Stahringen

  1. Der Abschnitt zwischen Brandbühl West und Brandbühl Ost ist eingleisig. Für die laut D-Takt 7 Züge, die innerhalb einer Stunde über das Gleis verkehren sollen, ist die Strecke stark belastet. Eine Zweigleisigkeit sollte hergestellt werden.

    Wenn man sich eine relativ aktuelle Führerstandsmitfahrt anschaut, wird der eingleisige Abschnitt mit Tunnel in ca. 1 min befahren und ist von beiden Seiten direkt durch Blocksignale gesichert. Im Deutschlandtakt sind darüber hinaus die Begegnungen in Stahringen und Radolfzell vorgesehen, also maximal weit entfernt von der eingleisigen Strecke. Daher würde ich die starke Auslastung nicht unterschreiben, es wird maximal die Fahrplankonstruktion eingeschränkt.

    Um die Fahrzeit zu Verkürzen wird eine 5,86 km lange eingleisige Strecke gebaut.

    Ich verstehe es nicht richtig, auf der einen Seite willst du einen Engpass entschärfen, aber anstatt dann nur einen kostengünstigeren Ausbau des betroffenen Abschnitts (1,2 km inkl. Tunnel), soll eine fast fünffach solange Neubaustrecke mit Tunnel die beste Lösung sein?

    Hierfür wird auch eine Park&Ride Anlage gebaut. Schließlich ist Radolfszell nicht in fußläufiger Entfernung.

    … und weil diese Neubaustrecke dann wiederum das Mittelzentrum nicht anbindet, soll eine Haltestelle peripher zum Ort geschaffen werden, welche wiederum nur per P&R erreichbar ist. Zur Stärkung eines integrierten ÖPNV ist das vor einer Kompletteinstellung die nächst schlechtere Lösung.

    Fahrplan RE 3: /Ex. 11 a.

    Du beschleunigst ihn also zwischen Singen und Stahringen und Auslassung des Halts in Radolfzell. Im Deutschlandtakt-Entwurf ist die Kreuzung in Ludwigshafen geplant, du hättest bei deinem Fahrplanentwurf noch ca. 10 Minuten Fahrzeit ab Stahringen, bis der Gegenzug gekreuzt werden muss. Dies reicht wiederum nicht bis Überlingen Therme, dass heißt zu den Kosten deines Entwurfs käme auf jeden Fall noch eine weitere Begegnungsstelle z.B. bei Sipplingen.

    Fahrplan S61 a. / N 48 a.

    Die Linie hat in Radolzell einen sehr guten Übereck-Anschluss nach Konstanz. Stockach liegt übrigens im Landkreis Konstanz, sodass es auf jeden Fall den Bedarf für diese Verbindung gibt, die du ersatzlos wegfallen lässt bzw. auf einen Stundentakt reduzierst. Außerdem gibt es auch einen kurzen Anschluss nach Singen.

    Ehrlichgesagt finde ich den Vorschlag nicht wirklich zukunftsweisend: Auf der Annahme, einen Engpass zu entschärfen, zerschießt du den Bahnknoten des Mittelzentrum Radolfzell und entwickelst ein Betriebskonzept, was auf der betroffenen Strecke zwar mögliche Fahrzeiteinsparungen schafft, aber auf Grund der Eingleisigkeit der Bodenseegürtelbahn an anderen Stelle neue Infrastrukturmaßnahmen notwendig macht, wenn man die Fahrzeiteinsparungen beibehalten möchte. Dann lieber einen ordentlichen Taktknoten in Radolfzell mit optimieren, kurzen Anschlüssen und z.B. eine Durchbindung Singen – Stockach von einzelnen Zügen der N48.

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