Beschreibung des Vorschlags
Mein Vorschlag zu einem kleineren U-Bahnring ums Münchner Zentrum. Er erschließt zahlreiche neue Umsteigepunkte, u.a. an der Donnersbergerbrücke und am Ostbahnhof und schafft Alternativverbindungen zu überlasteten U- oder S-Bahnen.
Die Linie verbindet vom Ostbahnhof kommend alle U- und Trambahnlinien östlich der Isar, bindet an der Tivolistraße den Englischen Garten an und erreicht nach dessen Unterquerung Schwabing. Über Münchner Freiheit fahren hätte eine Parallelstrecke mit der Tram 12 bis Leonrodplatz bedeutet, die vermieden werden sollte. Die stark befahrene U2 Nord und die Tram in der Dachauerstraße werden ebenfalls angebunden, die Hochschule München bringt weitere Fahrgäste und die Tram 21/22 wird entlastet. An der Donnersbergerbrücke entsteht eine Umsteigemöglichkeit zu den S-Bahnen, die den HBF entlastet und Fahrten nach Schwabing oder Sendling verkürzt. Zwischen Heimeranplatz und Donnersbergerbrücke verläuft die neue U-Bahn parallel zur S7, im weiteren Verlauf bis Kolumbusplatz übernimmt sie die Rolle des in weite Ferne gerückten S-Bahnsüdrings. Daher könnte die Umsteigestation zur U3/U6 auch an der Poccistraße liegen. Umsteigemöglichkeiten zur S3 und S7 gibt es nochmals an der Sankt-Martin-Straße, erneut wird der Ostbahnhof von Umsteigern nach Sendling entlastet.
Da die Tunnel nur selten den Straßen folgen und diverse andere Tunnel kreuzen, müsste im Schildvortrieb gebaut werden.
Die Anbindung an das bestehende Netz kann an der Implerstraße oder der Maillingerstraße erfolgen (Verbindungskurven).
Die Linie kann im 15-10min-Takt betrieben werden und erhält die Nummer U7, die bestehenden Verstärkerlinien erhalten eine höhere Nummer (oder sind garnichtmehr notwendig).
Das Zentrum Münchens und alle überlasteten Umsteigeknoten würden durch diese Ringbahn extrem entlastet werden.
Ich freue mich auf Kommentare!

Hallo!
Mal abgesehen von der prinzipiellen Diskussion über das Für und Wider einer Ringlinie ist das eine durchaus interessante Alternative – ich hatte ja auch schon einmal so einen Ring vorgeschlagen. Was wäre denn da deine Meinung?
Vorsicht am Ostbahnhof, da kommt in ein paar Jahren auch noch die Tunnelröhre der Zweiten Stammstrecke hinzu. Ich würde die Ringbahn zwischen Orleansplatz und Kirchenstraße paralell und in der gleichen Tiefenlage wie die U5 führen und erst dann kreuzen. Zum Prinzregentenplatz kommt man so auch noch gut. Sonst gefällt mir der Ostabschnitt gut, die Verbindung Tivolistraße – Giselastraße umgeht elegant die elendigen „Tram durch den Englischen Garten“-Streitereien.
Im Westen hat es was für sich, dass die SL12 vermieden wird – andererseits bedeutet es aber auch, dass die Stammstrecke erst an der Donnerbergerbrücke geschnitten wird – damit bestünde kein Umstieg zu den S-Bahn Linien auf der Zweiten Stammstrecke oder des Südrings – wobei letzterer bei dir eh redundant wäre. Was ein Problem ist, da zumindest der Abschnitt Donnersbergerbrücke – Kolumbusplatz – Ostbahnhof fast exakt so auch von einer Südring-S Bahn erschlossen werden könnte. Übrigens kann die SL12 auch mit einer Route über die Münchner Freiheit erreicht werden, das interessantere Ziel als die Giselastraße. Dafür müsste die Ringbahn direkt von der Lothstraße zum Hohenzollernplatz fahren, evtl mit einem Zwischenhalt an der Winzererstraße.
Wenn man in München unbedingt eine solche Ringlinie schaffen möchte, wäre die Lage dieser Linie vermutlich recht nahe an der idealen Lineinführung. Ich hatte hier ja schonmal etwas dazu geschrieben.
Es fällt aber auf, dass sich die Strecke im Süden sehr nahe am Eisenbahn-Südring hält. Wäre es da nicht sinnvoller, diesen zu nutzen, und die gesamte Strecke als S-Bahn zu realisieren? Ob man nun einen Tunnel für die U-Bahn oder für die S-Bahn baut, dürfte vom Aufwand her keinen allzu großen Unterschied machen.
Ein Takt von 10-15 min wäre aber viel zu wenig. Wenn die Innenstadt entlastet werden soll, indem man die Leute zum Umsteigen motiviert, dann darf man sie nicht warten lassen. Ein Fünf-Minuten-Takt wäre das Minimum.
Hallo!
Ich verstehe die Kritik am Takt, habe mich da an den in München üblichen Taktungen von 10 min auf einzelnen U-Bahnstrecken bzw. 20 min auf den meisten S-Bahnlinien orientiert. Die Realität zeigt aber tatsächlich, dass das den Fahrgastmassen teils nicht gerecht wird, das stimmt. Bezüglich des Südrings für die S-Bahn gehe ich (leider) davon aus, dass dieser mit dem Beschluss zum 2. Tunnel in der City endgültig gestorben ist. Wenigstens wird mittlerweile immer öfter der Nordring für S-Bahnen ins Gespräch gebracht.
Du solltest dich nicht am Takt der Außenäste, sondern an den in der Innenstadt üblichen Takte orientieren. Im U-Bahnnetz fahren da immer mindestens zwei Linien gemeinsam.
Der zweite S-Bahntunnel soll zusätzlichen Verkehr aus dem Umland aufnehmen und die Innenstadt entlasten. Mit dieser Entlastungsfunktion steht er genauso in Konkurrenz zu deiner Ring-U-Bahn, wie ein S-Bahnring. Ich gebe dir zwar Recht, dass ein S-Bahnverkehr auf dem Südring damit in weite Ferne rückt, aber in Zusammenhang mit einer Ringlinie, wie du sie als U-Bahn darstellst, wäre er mindestens so sinnvoll, wie dein U-Bahnring. Gegenüber deines U-Bahnringes ließen sich nämlich erhebliche Baukosten einsparen, weil im Süden bereits eine oberirdische Trasse verfügbar wäre, die nur teilweise etwas verbreitert werden müsste. Das ginge aber.